Zorin OS 17.3: Neue Version adressiert sich an Windows 10 Nutzer

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Nach über einem halben Jahr seit dem letzten großen Update (Zorin OS 17.2) hat das Team hinter Zorin OS nun Version 17.3 veröffentlicht. Das auf Ubuntu 22.04 LTS basierende Betriebssystem setzt weiterhin auf den Linux-Kernel 6.8 und bringt zahlreiche Verbesserungen mit sich.

Besonders ins Visier genommen werden dabei Windows-Nutzer, die über einen Wechsel nachdenken. Da der Support für Windows 10 noch in diesem Jahr endet, will Zorin OS rechtzeitig eine attraktive Alternative bieten. Durch gezielte Optimierungen erleichtert es Neueinsteigern die Umstellung.

Eine der auffälligsten Neuerungen ist die erweiterte Erkennung von Windows-Programmen. Über 150 beliebte Anwendungen lassen sich nun direkt identifizieren. Falls es eine Linux-Version oder eine geeignete Alternative gibt, schlägt das System diese automatisch vor. So wird beispielsweise beim Versuch, Obsidian als Windows-Installer zu starten, direkt die Linux-Variante im Software-Store empfohlen.

Auch der Standardbrowser wurde ausgetauscht: Statt Firefox setzt Zorin OS 17.3 jetzt auf Brave. Hintergrund sind Bedenken über Mozillas Datenschutzrichtlinien. Brave bietet zahlreiche Schutzfunktionen wie Werbeblocker, Tracking-Schutz und einen Tor-Modus für anonymes Surfen.

Zorin Connect, das Tool zur Verbindung mit Android-Geräten, wurde ebenfalls verbessert. Neben Dateiübertragungen und Benachrichtigungssynchronisation ermöglicht es nun eine erweiterte Fernsteuerung. Nutzer können ihr Smartphone als Touchpad oder Tastatur einsetzen, inklusive Gyroskop-Maussteuerung.

Für Touchscreen-Geräte bringt das Update zudem eine optimierte Bildschirmtastatur, die sich einfacher aktivieren lässt. Neue Treiber und aktualisierte Software verbessern zudem die Hardware-Kompatibilität. Besonders NVIDIA-Nutzer profitieren von der Integration des aktuellen Treibers für RTX-5000-GPUs.

Die Sicherheitsupdates sind auf dem neuesten Stand, und Zorin OS 17 wird weiterhin bis Juni 2027 unterstützt. Wer die neue Version testen möchte, findet das Installations-Image auf der offiziellen Webseite. Weitere Informationen zu Zorin OS 17.3 finden sich in der offiziellen Ankündigung.

17 Kommentare zu „Zorin OS 17.3: Neue Version adressiert sich an Windows 10 Nutzer“

  1. Anonym

    Einerseits basierend noch auf Ubuntu 22.04 und Kernel 6.8, andererseits Firefox rauswerfen wegen dem Geschwätz über die Datenschutzrichtlinie? Und das dann als Windows Ersatz anbieten? Ernsthaft?

  2. Uwe

    …”Eine der auffälligsten Neuerungen ist die erweiterte Erkennung von Windows-Programmen. “…

    Ist da dieser steam account mit vorinstalliert? Also ein Klick vom Anwender und das steamfenster geht auf?

  3. Michael

    Ich habe heute 17.3 installiert und dachte das geht indem die neue Version drübergebügelt wird. Weit gefehlt. Im Moment nutze ich im Dualboot Win10.
    Das war eine echte Neuinstallation. Ich glaube viele Win-Nutzer werden Win11 installieren.

  4. Jens

    Ich bin absolut kein Fan von Derivaten. Ein reines Debian oder Ubuntu oder Fedora oder openSUSE. Mandriva ist auch noch eine interessante Möglichkeit.

  5. WolliD.

    Wenn ein Versionen Upgrade (17.x -> 18.x) über den eingebauten Installer funktioniert, wär’ das echt ein Fortschritt und bei nur zwei Jahren Unterstützung pro Hauptversion lt. Zorin Seite auch bitter nötig. Wenn nur nicht dieses Russen-Z immer ins Auge stechen würde, auch wenn er für seinen Nachnamen nichts kann.

  6. UweS

    Ich finde es, sehr mager was Zorin da abliefert. Ich war von 16.1 bis 17.1 dabei.
    Jetzt bin ich auf Ubuntu Cinamaon umgestiegen und bin zufrieden.
    So kann Zorin keine *.Pro verkaufen…

  7. Jörg

    Hat schon mal jemand ernsthaft probiert, die 17.3 Version zu installieren?
    Ich habe einen bootfähigen Stick erstellt und mein System davon gebootet. So weit, so gut. Zorin versucht dann zu booten – schafft es aber nicht!
    Es erscheint das Zorintypische Z, was ca. 3 Minuten blinkt – dann erscheint plötzlich eine Meldung, das Zorin nicht installiert werden kann, da irgendein Server bzw. eine Internetseite nicht gefunden werden kann. Hä!?
    Habe die ISO mehrmals heruntergeladen und geprüft. Auch der dritte Versuch Zorin zu öffnen, wird mit der Meldung abgebrochen, das irgendwas nicht gefunden werden kann.

  8. MK

    @Jörg: In der VM konnte ich es problemlos installieren. Auf Blech habe ich es nicht versucht.

  9. Ponce-De-Leon

    An Michael:

    Wenn Zorin bereits installiert ist, kommt ein Point-Release als einfaches Update. Da muss man keine Neuinstallation durchführen.

    An Jörg:

    – sind im BIOS Secure Boot und Fast Boot deaktiviert?
    – Falls Windows vorhanden ist: Ist Fast Start-Up in Windows deaktiviert?
    – Ist das BIOS in UEFI oder Legacy Mode?
    – Welches Tool wurde verwendet um den Boot-Stick zu erstellen?
    – Haben Sie die Checksumme verglichen?

    An WolliD.:

    Es gibt mittlerweile ein Upgrade Tool, um bei einer neuen Hauptversion upzugraden (Zorin OS Upgrader).

  10. Dexxa

    Ich bin seit über 6 Monaten super zufrieden mit Zorin OS und habe sogar Windows 11 deinstalliert. Die Änderung auf Brave finde ich jetzt auch nicht so toll, aber man kann weiterhin jeden Browser seiner wahl nutzen. Zorin OS läuft bei mir einfach sehr gut und ich werde weiterhin dabei bleiben. Bis jetzt als alter Windows Nutzer (95 bis Win11) habe ich wenig zu beanstanden an Zorin.

  11. AH

    Ich finde das so schade:

    Das mit dem Upgrade-Tool (Ponce-De-Leon) und die Beschreibung von Dexxa lesen sich gut und das Zorin-GUI machte “schon immer” (ich kenne es seit Zorin 12) einen sehr guten Eindruck auf mit: Die haben das wirklich gut durchdacht.

    Aber leider basiert es auf Ubuntu und muss deshalb alle dessen Nachteile mitschleppen. – Für mich ein no-go und vielleicht auch der Grund, weshalb es immer weiter hinterher hinkt: Die 17 ja schon fast eine komplette LTS-Generation, die 18 vielleicht noch weiter: Das wird immer absurder.

    Würde es stattdessen direkt auf Debian basieren (Ubuntu ist ein Debian-Derivat), hätte ich schon längst eine Testinstallation – vielleicht sogar anstelle der LMDE-Testinstallation (seit über einem Jahr), da Zorin dann besser als diese sein könnte.

    Ich nutze seit Anf. 2020 Artix-Xfce-Runit als Produktivsystem und habe die LMDE-Testinstallation, um zu sehen wie es sich entwickelt und es Bekannten zu empfehlen, damit ich Probleme ggfs. reproduzieren und helfen kann.

    Mein Linux-Einstieg war 2015 LinuxMint 17.1 Cinnamon, aber schon mit der 17.2 bin ich auf Xfce umgestiegen, weil mir Cinnamon zu unflexibel wurde. – Für den Einstieg war es aber sehr gut.

  12. Kurt

    Zorin OS ist auf jedenfall eine interessante Option für Windows 10 Umsteiger.
    Das man von Firefox auf Brave umgesattelt hat, verstehe ich durch die Änderungen bei Firefox voll.
    Habe ich auch gemacht und bereue den Umstieg auf Brave nicht.

  13. Jörg

    Hallo!
    Hier ist noch mal der Jörg – der der Zorin nicht installieren konnte, weil es nicht mal bootete.
    Ich habe jetzt mal einen anderen Stick, auf dem Ventoy ist, genommen. Damit lies sich Zorin problemlos booten und auch installieren.
    Daher gehe ich mal davon aus, das der erste Stick defekt war.
    Als Datenspeicher taugt er noch – er kann nur kein BS booten. Habe ich auch noch nie erlebt. Werde diesen Stick aber trotzdem entsorgen. Denn wer garantiert mir, das die Datenspeicherfunktion, nicht auch aussteigt – was wahrscheinlich irgendwann mal der Fall sein wird.

  14. AH

    @Jörg: Wenn Datenträger spinnen, hilft es oft, sie per “dd’ vollständig mit Nullen zu überschreiben und sie dann noch etwas angeschlossen zu lassen, damit sie ggfs. interne Arbeiten abschließen können (sdX anpassen):

    sudo dd if=/dev/zero of=/dev/sdX oflag=direct bs=64M status=progress

    Das hat mir schon bei Festplatten, USB-Sticks und µSD-Karten geholfen. – Ist der Datenträger defekt, wird es eine Fehlermeldung geben, da er ja vollständig überschrieben wird.

    Nur bei SSDs macht “dd’ keinen Sinn, da das das gleiche bewirkt, aber nur einige Sekunden braucht:

    sudo blkdiscard -fv /dev/sdX

    Das ist natürlich ohne vollständige Überprüfung: Dafür gibt es den SMART-Selbsttest.

    Achtung:

    Beides löscht die Datenträger *vollständig*! – Es ist anschließend nichts mehr da, was wiederhergestellt werden könnte.

    Also auch gut geeignet, wenn man einen Datenträger verkaufen will, aber eben SEHR wichtig, dass man *vorher* doppelt und dreifach kontrolliert, dass man wirklich das richtige Laufwerk überschreiben lässt.

  15. Jörg

    @AH
    Vielen Dank. Diese Befehle kannte ich noch nicht. Habe den Stick mit Nullen überschrieben. Fehler wurden nicht erkannt. Also sollte der Stick in Ordnung sein. Dann muß dieses komische Verhalten beim Boot-Versuch von Zorin, andere Ursachen haben.

  16. AH

    @Jörg: Das hierüber zu klären, wäre zu mühsam.

    Falls du im Computerbase-Forum angemeldet bis: Ich bin Caramon2.

    Hier hatte ich eine Ventoy-Anleitung als PDF angehängt (kann man auch ohne Anmeldung laden):

    https://www.computerbase.de/forum/threads/ventoy-konfiguration-vs-windows-11-vs-lmde.2084923/#post-28635392

    Inzwischen nutze ich exFAT übrigens nicht mehr, da das von allen Dateisystemen mit Abstand am schrottigsten ist!

    Für die Partition mit den ISOs ist ntfs mit 16k Cluster die bestmöglichste Wahl und bei der zusätzlichen Partition eben abhängig davon, womit mal darauf zugreifen will.

  17. L3mmy

    Ich bin über Zorin OS ‚gestolpert‘ und dabei geblieben. Windows steht für mich nicht zur Debatte und Zorin ist eine super Einstieg für Windows User und wenn man möchte und bereit ist ein bisschen Arbeit reinzustecken läuft alles wie man möchte. Für mich die erste Wahl zusammen mit POP OS auf einem Notebook. Beide Distros sind super spannend und machen einen den Umstieg super einfach. Nur so kann es funktionieren.

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