Windows 10 lebt dank ESU 1 Jahr länger. Doch Linux steht bereit

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Microsoft verlängert Windows 10 Sicherheitsupdates bis Oktober 2027. Für Millionen ältere Rechner bedeutet das nochmals Aufschub. Doch die grundlegende Zukunftsfrage bleibt weiterhin bestehen. Linux könnte jetzt für viele Nutzer interessant werden.

Windows 10 erhält Seit Oktober 2025 keine gewöhnliche Produktpflege mehr. Das ESU Programm liefert hauptsächlich wichtige Sicherheitskorrekturen aus. Neue Funktionen oder größere Verbesserungen sind nicht vorgesehen. Microsoft verschafft verbliebenen Nutzern damit lediglich zusätzliche Übergangszeit. Voraussetzung ist weiterhin ein aktuelles Windows 10 22H2. Das System sollte außerdem alle verfügbaren Aktualisierungen besitzen. In Europa ist die Teilnahme unter Bedingungen kostenlos möglich.

Ein Microsoft Konto bleibt für die Registrierung weiterhin erforderlich. Dieses Konto muss regelmäßig auf dem Gerät verwendet werden. Nach längerer Inaktivität kann die ESU Teilnahme pausieren. Eine erneute kostenlose Anmeldung aktiviert den Schutz anschließend wieder. Nutzer lokaler Konten können alternativ eine Lizenz erwerben. Diese ESU Lizenz lässt sich auf zehn Geräten verwenden.

Viele funktionierende Computer scheitern an Windows 11 Anforderungen. Prozessoren oder Sicherheitsfunktionen verhindern häufig den offiziellen Umstieg. Technisch besitzen diese Geräte oftmals noch genügend Leistungsreserven. Ein Hardwarewechsel erscheint deshalb nicht immer wirklich sinnvoll. Genau hier eröffnet Linux eine attraktive zweite Perspektive. Ältere Rechner können damit weiterhin produktiv eingesetzt werden. Welche Lösungswege sich bieten, wurde hier vorgestellt.

Besonders Linux Mint bzw. LMDE richtet sich stark an Windows Umsteiger. Die Oberfläche wirkt vertraut und bleibt angenehm übersichtlich. Firefox und LibreOffice decken typische Alltagsaufgaben zuverlässig ab. Weitere Programme lassen sich bequem über Paketverwaltungen installieren. Auch Spiele funktionieren dank Steam und Proton zunehmend besser. Spezielle Windows Software bleibt allerdings ein möglicher Stolperstein, der vorher geprüft werden sollte.

Ein sofortiger Abschied von Windows ist trotzdem nicht notwendig. Das zusätzliche ESU Jahr bietet genügend Zeit zum Ausprobieren. Linux Distributionen starten problemlos direkt von einem USB Stick in den LIVE-Modus. Dabei bleibt die vorhandene Windows Installation zunächst unangetastet. Nutzer können WLAN, Grafik und weitere Hardware ausführlich testen. Anschließend fällt eine Entscheidung deutlich leichter.

Microsoft schenkt Windows 10 damit vor allem zusätzliche Lebenszeit. Linux bietet dagegen eine langfristige Perspektive für ältere Hardware. Nicht jeder Rechner muss wegen Windows 11 ausrangiert werden. Für viele Nutzer beginnt jetzt der richtige Wechselzeitpunkt. Vielleicht wird 2027 tatsächlich zum großen Linux Jahr.

Eine Übersicht von Linux Distributionen finden sich hier und die kostenlosen fosstopia Onlinekurse erleichtern den Umstieg von Windows zu Ubuntu oder besser noch zu Linux Mint. Es sei an der Stelle auch an den entsprechenden Themenblock verwiesen.

3 Kommentare zu „Windows 10 lebt dank ESU 1 Jahr länger. Doch Linux steht bereit“

  1. AH

    > Firefox und LibreOffice decken typische Alltagsaufgaben zuverlässig ab.

    Dazu ist mir eingefallen, dass ich letzten gehört habe, dass Evolution für Outlook-Umsteiger (das ganze Paket, nicht nur als Mailer) die beste Wahl sein soll und Thunderbird denen eher zu kompliziert wäre.

    Ich nutze nichts davon, kann das also nicht beurteilen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Evolution_(Software)

    Mit vielen Screenshots:

    https://linux-bibel.at/index.php/2023/09/16/evolution-outlook-aehnlicher-e-mail-client-unter-linux/

  2. Basti

    Kümmert mich nicht mehr, ich bin im letzten Jahr umgestiegen. Direkt zu Debian, dem Linux-Urgestein.
    Warum irgendwas auf Debian basierendes nehmen, wenn ich direkt zu Debian gehen kann und mir den gewünschten Desktop installieren kann, ohne dass Dritte daran herumfingern… Die Lernkurve war zwar steil, aber hat sich gelohnt. Das Ding läuft wie’n Schweizer Uhrwerk und ich komme damit klar. Und KDE erinnert sehr stark an Windows 10. …

  3. Uwe

    Meiner Meinung nach haben die MS-Leute begriffen, das viele W10 Nutzer aus Kostengründen vorallem hier in Europa gar nicht wechseln können (neuer PC schlicht zu teuer)
    Zum Beispiel sind die RAM Preise etwa um 400% angestigen.

    Einschub:

    14 Juni 2026
    RAM-Preise 2026: Warum sind DDR5 & DDR4 so teuer?
    https://www.caseking.de/blog/ram-preise

    Einschub Ende

    Ebenso sind andere PC-Baugruppen und die allgemeine Lebenshaltungskosten gerade hier in Deutschland exorbitant angestigen.
    Ein nagelneuer PC mit vernünftiger Leistung wird für viele schlicht zu teuer.
    Auch Selberbauer müssen u.U. Abstriche machen.

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