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Wero möchte Europas Antwort auf große US-Bezahldienste sein. Der Dienst startete 2024 und verspricht schnelle Zahlungen zwischen Nutzern. Hinter dem Projekt stehen zahlreiche Banken aus mehreren Ländern. Die Plattform präsentiert sich als unabhängige Lösung für digitales Bezahlen.
Doch ein Blick hinter die Kulissen zeigt ein anderes Bild. Die Betreiber European Payments Initiative (EPI) bestätigen den Einsatz von Amazon Web Services. Damit liegen Teile der Infrastruktur bei einem US‑Konzern. Das wirft Fragen zur Datensicherheit auf. Auch rechtliche Risiken bleiben bestehen.
AWS bietet inzwischen mit der Sovereign Cloud eine europäische Cloud an. Daten sollen dort innerhalb der EU bleiben. Dennoch gilt für US‑Anbieter der CLOUD Act. Dieser erlaubt Behörden unter bestimmten Bedingungen Zugriff auf gespeicherte Daten. Ein Gutachten des Innenministeriums sieht darin ein erhebliches Risiko.
EPI spricht von mehrstufigen Schutzmaßnahmen. Die Initiative betont die Kontrolle über Architektur und Betrieb. Gleichzeitig räumt sie mögliche Zugriffsanfragen ein. Notfallpläne sollen im Ernstfall greifen. Welche europäischen Anbieter künftig genutzt werden, bleibt offen.
Wero will langfristig mehr Unabhängigkeit erreichen. Der Weg dorthin ist jedoch noch unklar. Nutzer müssen sich daher weiter auf Zusagen verlassen. Wann das Versprechen echter digitaler Souveränität erfüllt wird, steht nicht fest.


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