Wero gewinnt an Tempo: Europas Bezahldienst baut Handel und Funktionen aus

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Wero entwickelt sich Schritt für Schritt weiter. Neue Händler, zusätzliche Funktionen und erste kommunale Projekte sorgen für mehr Präsenz. Dennoch muss sich der europäische Bezahldienst im Alltag erst noch beweisen.

In den vergangenen Wochen haben mehrere bekannte Unternehmen Wero integriert. Lidl bietet die Bezahlmethode bereits im deutschen Onlineshop an. Auch Decathlon akzeptiert den Dienst inzwischen für Einkäufe im Internet. Deutschland übernimmt dabei innerhalb der Unternehmensgruppe eine Vorreiterrolle. Später soll Wero auch in den Filialen verfügbar sein.

Weitere Unterstützung kommt aus anderen Bereichen. Das Vergleichsportal CHECK24 bereitet die Einführung als zusätzliche Zahlungsmethode vor. Zunächst ist eine Testphase in ausgewählten Bezahlvorgängen geplant. Parallel beobachtet die zum Konzern gehörende C24 Bank die Entwicklung. Einen konkreten Termin für eine Unterstützung nennt das Unternehmen allerdings weiterhin nicht.

Auch im öffentlichen Raum gewinnt Wero an Bedeutung. Die Stadt Kassel stattet ihre Parkautomaten schrittweise mit der neuen Bezahlfunktion aus. Nutzer bezahlen Parkgebühren direkt über ihre Banking-App oder die Wero-App. Ein dynamischer QR-Code startet den Bezahlvorgang. Kreditkarten oder separate Registrierungen sind dafür nicht erforderlich.

Bei den Funktionen steht ebenfalls die nächste Erweiterung bevor. Gemeinsam mit der VR Bank RheinAhrEifel testet Wero künftig wiederkehrende Zahlungen. Damit sollen unter anderem Streaming-Abonnements und Mitgliedschaften unterstützt werden. Weitere Banken dürften nach erfolgreichem Test folgen.

Um die Verbreitung zu beschleunigen, setzen erste Händler auf Rabattaktionen. So gewährt expert zeitweise Preisnachlässe bei einer Bezahlung über Wero. Solche Angebote sollen Kunden an die neue Zahlungsmethode heranführen und erste Erfahrungen im Alltag fördern.

Wero setzt auf Echtzeitüberweisungen direkt zwischen Bankkonten. Die Freigabe erfolgt über die Banking-App der jeweiligen Bank. Dadurch entfällt in vielen Fällen eine zusätzliche Zahlungsanwendung. Rückerstattungen lassen sich ebenfalls direkt auf das verwendete Konto übertragen.

Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass Wero zunehmend im Handel und bei Dienstleistungen ankommt. Ob daraus eine echte europäische Alternative zu etablierten Zahlungsdiensten entsteht, hängt jedoch von weiteren Banken, Händlern und vor allem der Akzeptanz der Nutzer ab.

2 Kommentare zu „Wero gewinnt an Tempo: Europas Bezahldienst baut Handel und Funktionen aus“

  1. Uwe

    KI sagt:

    Die Europäische Kommission unter der Leitung von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen treibt gemeinsam mit der Europäischen Zentralbank (EZB) das gesetzliche Projekt für den digitalen Euro aktiv voran, um Europa im digitalen Zahlungsverkehr strategisch unabhängiger zu machen.

    Während die EZB unter Christine Lagarde für die technische Bereitstellung zuständig ist, lieferte von der Leyens EU-Kommission das notwendige gesetzliche Fundament.
    ——————
    Wero ist ein europäisches digitales Bezahlsystem, das als Alternative zu US-Diensten wie PayPal, Apple Pay und Google Pay entwickelt wurde. Es ermöglicht Zahlungen per Smartphone in Echtzeit direkt von Bankkonto zu Bankkonto.

    KI aus

    Staatskontrolle über alles und jedes und jeden Kaufvorgang!…
    Ich will das alles nicht!
    Was kommt dann? Der „GLOBO“ ?

  2. Rainer

    Zum Kommentar von Uwe:
    Der Staat (oder besser gesagt, DIE Staaten der EU) haben mit Wero erstmal relativ wenig zu tun. Wero ist eine Initiative privater Banken, die sich das Geschäft mit Geld-Transaktionen nicht von US-Unternehmen „stehlen“ lassen wollen. Die EU liefert maximal den rechtlichen Rahmen, um Wero betreiben zu können, und der ist mit den Datenschutzgesetzen in der EU immer noch deutlich besser als z.B. in den USA.
    Von „Staatskontrolle über jeden Kaufvorgang“ kann also keine Rede sein. Bitte informieren und keine Panik verbreiten.

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