Ubuntu wächst in WSL schneller als auf dem Linux-Desktop

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Ubuntu könnte bald innerhalb von Windows mehr Nutzer erreichen. Canonical sieht besonders bei Entwicklern und KI-Projekten starkes Wachstum.

Canonical nennt dabei vor allem das Windows Subsystem for Linux (WSL). Ubuntu läuft dort innerhalb von Windows und bietet eine vollständige Linux-Umgebung. Entwickler können damit Linux-Werkzeuge nutzen, ohne Windows aufzugeben.

Laut Canonical wächst Ubuntu unter WSL derzeit deutlich schneller. Jon Seager erwartet deshalb bald mehr WSL-Nutzer als klassische Ubuntu-Desktop-Nutzer. Besonders Arbeiten mit künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen treiben diese Entwicklung.

Ein wichtiger Grund liegt offenbar bei Firmenrechnern. Viele Entwickler erhalten Windows als vorgeschriebenes Betriebssystem. Für Linux-basierte Entwicklungsaufgaben bietet WSL dann einen vergleichsweise einfachen Ausweg.

Canonical profitiert von dieser Entwicklung auch finanziell. Ubuntu Pro unterstützt ebenfalls Ubuntu-Installationen innerhalb von WSL. Unternehmen können damit Sicherheitsupdates und weitere Funktionen zentral verwalten.

Für Canonical ist WSL deshalb kein Ersatz zweiter Klasse. Ein WSL-System kann genauso ein zahlender Ubuntu-Pro-Kunde sein. Microsoft bezeichnete die Zusammenarbeit mit Canonical ebenfalls als besonders wertvoll. Weiterführende Details finden sich hier.

Einordnung: Für Linux-Nutzer ist diese Entwicklung durchaus ambivalent. WSL bringt Linux-Werkzeuge zu vielen Entwicklern, könnte aber native Linux-Installationen weniger dringend machen. Wer maximale Kontrolle über Hardware möchte, bleibt mit Linux direkt auf dem Rechner besser aufgestellt.

2 Kommentare zu „Ubuntu wächst in WSL schneller als auf dem Linux-Desktop“

  1. AH

    In Hinblick darauf, dass Canonical und Ubuntu für mich schon länger das Microsoft und Windows der Linux-Distributionen sind (negativ gemeint, aufgrund eigener Erfahrungen mit beiden), hat sich das für mich schon irgendwie merkwürdig gelesen.

    Da kommen mir Sprüche wie „Gleich und Gleich gesellt sich gern.“ und „Eine Krähe hakt der anderen kein Auge aus.“ in den Sinn.

    In wie weit ist Ubuntu überhaupt noch ein „richtiges“ Linux, wo die immer mehr durch Snap ersetzten?

  2. Jens

    Auch wenn ich Ubuntu nicht mehr nutze, weil ich es aktueller mag, finde ich den Weg, den Cannonical geht, gut. Für mich gehört Ubuntu nach wie vor zu einem der besten Linux Systeme. openSUSE ist mir im Moment zu sehr auf Sinnsuche. Softwarecontainer gewinnen auch in anderen Distributionen immer mehr an Bedeutung. Ganz gleich ob Snap oder Flatpack.

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