Ubuntu 25.10 testet TPM-basierte Verschlüsselung

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Mit Ubuntu 25.10 plant Canonical erstmals die Integration von TPM-gestützter Festplattenverschlüsselung. Nutzer sollen damit die Sicherheit ihres Systems mithilfe des Trusted Platform Module 2.0 deutlich erhöhen können.

Schon seit zwei Jahren arbeiten Ubuntu-Entwickler an dieser Funktion. Ziel ist es, die vollständige Verschlüsselung der Festplatte direkt an die Hardware des Geräts zu koppeln. Der Fokus liegt dabei auf einer möglichst nahtlosen Integration in den grafischen Ubuntu-Installer.

Laut Canonical-Ingenieur Didier Roche ist die Umsetzung nun weit fortgeschritten. In einem Beitrag auf Ubuntu Discourse zeigt er den aktuellen Entwicklungsstand. Die neue Funktion soll in Ubuntu 25.10 zunächst als experimentell gelten.

Für den Alltagseinsatz ist die TPM-Funktion also noch nicht vorgesehen. Sie dient in dieser Phase vor allem als Testfeld für Entwickler und sicherheitsbewusste Nutzer. Das Feedback daraus soll dann in die Planung für Ubuntu 26.04 LTS einfließen.

Weitere Details zur geplanten Verschlüsselung finden Interessierte direkt auf Ubuntu Discourse. Dort veröffentlicht Canonical regelmäßig Fortschrittsberichte und technische Hintergründe.

5 Antworten zu „Ubuntu 25.10 testet TPM-basierte Verschlüsselung“

  1. Uwe

    TPM-Zwang wie bei MS.
    Dann fällt Ubuntu auf vielen alten Systemen ohne TPM weg.

  2. Stephan

    „ Ziel ist es, die vollständige Verschlüsselung der Festplatte direkt an die Hardware des Geräts zu koppeln.“

    Ubuntu auf dem besten Weg, wie bei MS$ mit seinen Vorhaben…

    Ja, neee is klar. Ubuntu wird niemals den Weg auf meinen Rechner finden, Never!

  3. Ich persönlich finde das das nichts mit M$ zu tun hat, sondern eine Möglichkeit bietet die Hardware Verschlüsselung an das Gerät zu koppeln mit den vorhandenen Möglichkeiten die vorhanden sind, was ich definitiv eine gute Sache finde.

    Weiter hat ja niemand etwas davon gesagt das es ein zwang ist die TPM Verschlüsselung zu aktivieren (ist bei M$ übrigens auch nicht und könnte deaktiviert werden obwohl es dafür eigentlich keinen Grund gibt ausser man wechselt mit der SSD zwischen x Geräten hin und her).

  4. Jens

    Dann wird Ubuntu auf meinem Lenovo Ideapad auch nicht laufen. Ich habe zwar TPM, aber ich erhalte von verschiedenen Distributionen eine Fehlermeldung, dass die Firmware vom TPM nicht unterstützt wird. Die starten zwar, bleiben aber beim Booten eine knappe Minute beim TPM hängen. Lenovo bietet für dieses Gerät aber kein Firmware-Update an. Einsteiger Notebooks werden nicht dafür gebaut, dass sie zehn Jahre durchhalten.

  5. Ralf L

    Ich finde es gut. Niemand wird gezwungen TPM Verschlüsselung zu verwenden. Also wo liegt das Problem? Wird es nicht Zeit TPM endlich auch für Linux einzuführen? Linux sollte diesen Security-Trend nicht verschlafen.

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