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Canonical treibt die Integration von Rust in das Herz des Ubuntu-Systems weiter konsequent voran. Mit Ubuntu 25.10, Codename „Questing Quokka“, ersetzt die Distribution gleich zwei zentrale Systemkomponenten durch moderne Rust-Alternativen: Sowohl das Befehlszeilentool sudo als auch die traditionellen Coreutils stammen künftig aus Rust-Projekten.
Bereits Anfang des Jahres hatte Canonical angekündigt, sudo-rs und uutils, eine Rust-basierte Neuimplementierung der GNU Coreutils, zur Standardlösung zu machen. Nun ist es soweit: Die täglichen ISO-Abbilder von Ubuntu 25.10 enthalten erstmals standardmäßig diese neuen Werkzeuge.
Wie der Ubuntu-Entwickler Ravi Kant Sharma bestätigt, ist sudo-rs nun die Standardimplementierung für alle Ubuntu-Varianten, inklusive der Minimal Base Images. Zuvor aufgetretene Fehler während der Testphase wurden behoben. Damit ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu Ubuntu 26.04 LTS erreicht, bei dem Stabilität und Sicherheit im Fokus stehen.
Parallel dazu meldete Canonical-Entwickler Julian Andres Klode den Start der Rust-Coreutils-Umstellung. Ubuntu ersetzt nach und nach die klassischen Systemwerkzeuge wie ls, cp oder rm durch entsprechende Rust-Pendants aus dem uutils-Projekt. Die Änderungen betreffen zunächst Testsysteme und neu gebaute Images, später folgen reguläre Installationen.
Diese tiefgreifenden Änderungen erfolgen nicht ohne Grund. Canonical sieht in Rust eine moderne, speichersichere Sprache, die viele Schwächen klassischer C-Programme vermeiden kann. Ziel ist ein robusteres und wartungsärmeres Betriebssystem für die Zukunft.
Trotz des großen Fortschritts bleibt noch Arbeit. Bis Ubuntu 26.10 will Canonical sudo-rs zum einzigen sudo-Anbieterim Hauptarchiv machen. Auch bei den Coreutils stehen weitere Tests und Optimierungen an. Für Nutzer von Ubuntu bleibt das Erlebnis vorerst vertraut. Die zugrunde liegende Technik entwickelt sich jedoch sichtbar weiter.


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