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Canonical hat die neue Version Ubuntu 25.10 mit dem Codenamen „Questing Quokka“ veröffentlicht. Die Ausgabe ist eine Kurzzeitversion mit neun Monaten Support und erhält Updates bis Juli 2026. Sie richtet sich vor allem an Nutzer, die gerne auf dem neuesten Stand bleiben und aktuelle Technologien im Ubuntu Kosmos testen möchten.
Die Distribution basiert auf dem Linux Kernel 6.17, der frühe Unterstützung für Intels TDX-Technologie bietet. Zudem verbessert sich die Kompatibilität mit ARM64 und RISC V, während neue Treiber aktuelle Intel Arc Grafikkarten der Battlemage Reihe unterstützen. Auch Virtualisierung profitiert von optimiertem PCIe und IOMMU Handling.
Im Systemkern ersetzt Ubuntu erstmals die altgedienten initramfs tools durch Dracut. Diese Umstellung vereinfacht den Startvorgang und bringt native Unterstützung für Bluetooth sowie NVMe over Fabrics bereits im frühen Bootprozess. Zugleich setzt Canonical bei den Grundwerkzeugen auf Rust Coreutils, die schneller und sicherer arbeiten. Das klassische GNU Paket bleibt aus Kompatibilitätsgründen weiterhin verfügbar. Auch das bekannte Sudo Werkzeug liegt nun in einer modernen Rust Version vor.
Ein weiterer technischer Sprung erfolgt bei der Paketverwaltung. APT 3.1 bringt einen verbesserten Abhängigkeitslöser und neue Befehle, die Installationsentscheidungen nachvollziehbarer machen. Entwickler erhalten aktualisierte Toolchains mit GCC 15.2, Python 3.13, LLVM 20, Rust 1.85 und Golang 1.24. Zudem ist die Programmiersprache Zig erstmals Bestandteil der Distribution.

Auf dem Desktop setzt Ubuntu 25.10 nun vollständig auf Wayland und verabschiedet sich von X.org. Die Oberfläche basiert auf GNOME 49 und wirkt spürbar flüssiger. Das Bildanzeigeprogramm Loupe ersetzt Eye of GNOME, während Ptyxis die neue Standardkonsole wird. Verbesserungen bei der Skalierung sorgen für schärfere Darstellungen, und Anwendungen können automatisch nach der Anmeldung starten.
Für mehr Sicherheit sorgt das überarbeitete Security Center mit TPM gestützter Schlüsselverwaltung für die Festplattenverschlüsselung. Auch Telemetrie wird transparenter, da Ubuntu Insights die bisherigen Berichtsfunktionen ersetzt. Auf Servern verwendet das System nun Chrony als Standarddienst für die Zeitsynchronisation. Dazu kommen aktualisierte Containerlaufzeiten und modernisierte Versionen populärer Serverkomponenten wie Apache, Nginx, PHP und PostgreSQL.
Ubuntu 25.10 steht ab sofort für Desktop, Server und Cloud bereit. Neben der Hauptausgabe sind auch Varianten wie Kubuntu, Xubuntu, Ubuntu MATE, Budgie, Cinnamon, Kylin und Unity verfügbar. Wer neueste Funktionen ausprobieren möchte, findet in Questing Quokka eine stabile und zukunftsorientierte Plattform.


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