Solus bezieht klar Stellung: Keine Altersprüfung geplant

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Solus hat angekündigt, keine Altersverifikation in sein System zu integrieren. Die Entwickler reagieren damit auf wachsenden politischen Druck und eine Vielzahl neuer Gesetzesinitiativen, die weltweit diskutiert werden. Viele dieser Vorschläge sind noch unklar, doch Solus betont, dass Privatsphäre und Nutzerfreundlichkeit Vorrang haben.

In der Mitteilung erklärt das Projekt, dass man die Entwicklungen aufmerksam beobachte. Konkrete Schritte plant Solus jedoch nicht. Die Entscheidung folgt früheren Diskussionen in der Community, in denen Nutzer ihre Sorge über neue Vorgaben aus Kalifornien und anderen Regionen äußerten. Dabei wurde deutlich, dass viele Probleme nicht technischer Natur sind, sondern aus den Gesetzen selbst entstehen.

Entwickler weisen darauf hin, dass strenge Vorgaben langfristig den Zugang zu Diensten erschweren könnten. Besonders dann, wenn Systeme ohne Altersprüfung ausgeschlossen werden. Solus sieht darin ein Risiko für offene Plattformen und lehnt verpflichtende Kontrollen daher ab. Andere Distributionen wie Zorin OS, Garuda Linux, MX Linux und Parrot Linux vertreten eine ähnliche Haltung.

Ubuntu und Debian prüfen die Lage derzeit juristisch. Beide Projekte haben noch keine Entscheidung getroffen und warten auf weitere Einschätzungen. Damit zeigt sich ein breites Spektrum an Reaktionen innerhalb der Linux Welt, das von klarer Ablehnung bis zu vorsichtiger Zurückhaltung reicht.

Für Solus Nutzer bleibt die Lage vorerst entspannt. Altersverifikation ist nicht geplant. Sollte sich die Gesetzeslage ändern, will das Projekt seine Position neu bewerten. Bis dahin setzt Solus auf Transparenz und die Bedürfnisse seiner Community. Nachzulesen ist dies im offiziellen Blog Post von Solus.

9 Kommentare zu „Solus bezieht klar Stellung: Keine Altersprüfung geplant“

  1. Jens

    Frage an die Community:
    Hat schon jemand Erfahrung mit Solus? Die Website sieht interessant aus.

  2. AH

    @Jens:

    Solus mit Budgie fand ich vor vielen Jahren für Einsteiger klasse und habe es als stabile rolling-Distro empfohlen (nie wieder muss eine neue Version installiert werden), aber dann kam plötzlich das beinahe-aus, was mich vorsichtig gemacht hat.

    Erst die 4.8 habe ich wieder getestet und fand bis auf das eine Hintergrundbild vieles schlecht:

    https://www.computerbase.de/forum/threads/solus-4-8.2259433/

    Ich rate davon ab.

    LMDE ist weiterhin mit Abstand mein Favorit für jemanden, der/die/das den PC einfach nur nutzen möchte.

    Hier hatte ich es übrigens gerade mit nur 2 GiB RAM auf einen 2 GHz Dualccore (in KVM nachgestellt) getestet, wie mein Vater ihn hatte und nutzte:

    https://www.computerbase.de/forum/threads/linux-ubuntu-26-04-verlangt-mehr-ram-und-staerkere-cpu-als-windows-11.2269170/post-31435950

  3. Uwe

    @AH
    14. April 2026

    Gruslig welche Erfahrungen Du da machen musstest.

    “LMDE ist weiterhin mit Abstand mein Favorit für jemanden, der/das den PC einfach nur nutzen möchte.”

    Und ja, das unterschreib ich!

  4. DannyR

    @AH @Jens
    Cinnamon, egal ob unter Linux Mint oder LMDE hat keine so wirkliche Zukunft, wenn man hinter die Vorhänge schaut 🙁

    1.) Da Cinnamon primär auf GTK3 bassiert, während die meisten modernen Linux-Distributionen und GNOME zu GTK4 migrieren, was immer mehr zu Versionskonflikte bei Systemupdates von Cinnamon erzeugen kann.

    2.) Die tiefe Verzahnung von Cinnamon mit GTK3 führt dazu, dass libadwaita-basierte Anwendungen nicht korrekt dargestellt oder thematisiert werden können.
    GTK-Update brechen regelmäßig Cinnamon-eigene Erweiterungen, Applets und Desklets, weil diese auf veralteten API-Aufrufen aufbauen.

    3.) GNOME-Anwendungen, die auf GTK4 oder künftig auf GTK5 umgestellt wurden, integrieren sich somit immer weniger in Cinnamon und verursachen visuelle Inkonsistenzen oder gar Abstürze.

    4.) Das Theming in Cinnamon leidet massiv unter Deprecations in GTK, da zahlreiche CSS-Eigenschaften und Stylesheets plötzlich nicht mehr funktionieren.
    Dateiauswahl-Portale und Benachrichtigungs-Systeme in Cinnamon funktionieren häufig fehlerhaft, weil GTK-Änderungen die XDG-Portal-Integration stören.

    5.) Das Cinnamon-Team muss regelmäßig GTK-Pakete downgraden, um Stabilität zu erhalten, was Sicherheitsupdates verzögert, Lücken offen lässt und massiv an Entwicklungszeit und zusätzlichen Kosten verbunden ist.
    Der Window-Manager Muffin ist so eng mit GTK3 verzahnt, dass eine Migration zu GTK4/GTK5 usw. immer aufwändig und fehleranfällig werden, leider.

    Dies ist auch einer der Gründe warum Cinnamon mit der Umbestellung von X11 auf Wayland nur sehr langsam vorankommt.

    6.) HiDPI-Skalierung und Fraktions-Scaling in Cinnamon erzeugen dadurch Probleme durch Unterschiede in der GTK-Rendering-Engine zu neueren Versionen.

    Sichere Oberflächen die hoffentlich auch noch in einigen Jahren exestieren sind ganz klar KDE-Plasma und Gnome.
    KDE-Plasma scheint da aktuell auf Platz 1 zu sein, da sie viel Unterstützung von Valve erhalten und bald wahrscheinlich auch von der EU.

    https://linuxnews.de/eu-os-als-konzept-einer-eu-distribution/

    https://store.steampowered.com/hwsurvey/Steam-Hardware-Software-Survey-Welcome-to-Steam?platform=linux

    Aber man hat ja die Freiheit und Möglichkeit, unter Linux alles erstmal Auszuprobieren 🙂

  5. AH

    @DannyR: Danke für die Einblicke.

    Mir was das nicht bekannt. Ich hatte bei meinen LMDE Testinstallation zwar noch keinen der beschriebenen Fehler, aber ich nutze die auch kaum.

    Allerdings finde ich GNOME schrecklich und empfinde libadwait schon fast als Seuche: Als ich neulich bei meinem Hauptsystem (Artix mit Xfce und Runit) gesehen habe, dass es von Version 49 auf 50 aktualisiert werden sollte, hatte ich schon befürchtet irgendwas würde dadurch wieder kaputt gehen oder schlechter werden. – Bisher ist mir aber noch nichts aufgefallen.

    Gnome-Disks und andere Gnome-Tools, die ich mangels brauchbarer Alternativen nutze, habe ich auf Version 40 belassen, da die danach immer schlimmer wurden: Das eingestellte Theme (Vertex) wurde nicht mehr übernommen, die Einstellungen sind riesengroß (erinnert mich an Playmobil im Vergleich zu Lego) und immer umständlicher zu benutzen, usw. Wieso wird das immer mehr für Grobmotoriker/Kleinkinder ausgelegt und dadurch immer ineffizienter zu benutzen? – Weshalb macht man das nicht wenigstens optional?

    Erste neulich hatte ich dazu geschrieben:

    https://www.computerbase.de/forum/threads/linux-ubuntu-26-04-verlangt-mehr-ram-und-staerkere-cpu-als-windows-11.2269170/post-31426912

    Aber auch von KDE halte ich nichts: Angesehen davon, dass ich schon gleich keine Lust mehr habe mich weiter damit zu beschäftigen, wenn ich von den ganzen Einstellmöglichkeiten förmlich erschlagen werde, ist es fast immer KDE, wenn irgendjemand absurde Probleme mit dem GUI hat: z. B. wurde bei jemanden mal das LibreOffice-Fenster winzig klein geöffnet und er konnte es weder vergrößern noch maximieren. – Sowas in der Art habe ich schon häufiger gelesen.

    Darauf kann ich gut verzichten.

  6. Anonym

    @ AH
    Neben KDE-Plasma und Gnome scheint auch die auf Rust komplett neu geschrieben Desktopoberfläche COSMIC sich schnell und gut zu entwickeln, verglichen zu Cinnamon. Und an COSMIC scheint es auch ein größeres Interesse zu geben. COSMIC hat sicherlich eine bessere Zukunft als Cinnamon, wenn KDE-Plasma und Gnome einen nicht zusagen.

    https://fosstopia.de/cosmic-desktop-1-0-10/

  7. DannyR

    @ AH
    Es gibt noch die auf Rust geschriebene Desktopoberfläche Cosmic, die zwar noch recht jung ist, aber bereits modernere Funktionen bietet (Wayland, HDR, HdPI etc.) und besser neuere Hardware unterstützt als Connamon und dabei nicht von GTK wie Cinnamon abhängig ist. Dadurch entwickelt sich Cosmic, auch wenn es ein kleineres Entwicklungsteam als KDE und Gnome ist, schneller als Cinnamon, wobei das keine Leistung mehr ist. Selbst Xfce scheint mittlerweile weiter zu sein als Cinnamon u.a. was die Integration von Wayland betrifft.

    Es ist einfach so, je weiter GTK mit neuen Versionen voranschreitet, umso schwerer wird es für das Mint Team werden Cinnamon zu forken. Sie müssen immer mehr Zeit und Gelder in ihr Projekt stecken, um gegen GTK zu halten und kommen somit mit der eigentlichen Weiterentwicklung von Cinnamon nicht mehr hinterher.

    Das dies auf Dauer nicht gut geht, ist ja klar, denn die anderen Desktopoberflächen wie Gnome, KDE, Cosmic, Deepin, LXQT wie auch die Desktopoberflächen von Windows, Google, Apple usw. warten nicht darauf, dass Cinnamon hinterherkommt. Das Mint-Team wird somit immer mehr technologisch abgehangen, was sich im vielen Bereichen negativ auswirkt u. a. Sicherheit, Bedienung, Hardwaresupport etc.

    https://fosstopia.de/cosmic-desktop-1-0-10/

  8. AH

    Budgie von Solus basiert auf GNOME, aber weil das angeblich immer schlechte dafür wird, soll Budgie 11 auf EFL (Enlightenment Foundation Libraries) basieren. – So wurde es jedenfalls vor ein paar Jahren angekündigt.

    Vielleicht passiert bei Cinnamon momentan nicht mehr viel, weil die auch an etwas in der Art arbeiten.

    In Grund ist mir das aber egal:

    Ich habe keinen Einfluss darauf und irgendwas werden die schon machen. – Wenn es dann nichts mehr taugt, gibt es ja noch genügend anderes.

  9. AH

    @DannyR:

    Ich hatte die Google-KI konsultiert:

    > Zusammenfassend lässt sich sagen: Mint “hinkt” nicht aus Unfähigkeit hinterher, sondern aus Widerstand gegen das GNOME-Design-Diktat.
    > Sie investieren massiv in eigene Lösungen, um die gewohnte Cinnamon-Erfahrung auch in einer Wayland- und GTK4-Zukunft zu erhalten.

    »GNOME-Design-Diktat« trifft es gut:

    »Libadwaita (das das System-Theming einschränkt)« – Ich habe schon fast Angst, wenn ich beim Update sehe, dass libadwata auch aktualisiert wird.

    Hier die vollständige Unterhaltung:

    https://share.google/aimode/qAl8dGfgSGHAAjwgZ

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