Solus 4.8 „Opportunity“ bringt frischen Schwung für alle Editionen

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Das Solus Team hat die neue Version 4.8 veröffentlicht. Zehn Monate nach dem letzten Release präsentiert sich die Distribution mit zahlreichen Verbesserungen und einem komplett überarbeiteten Webauftritt. Der Codename „Opportunity“ soll den Aufbruch in eine neue Entwicklungsphase symbolisieren.

Mit dieser Ausgabe ist die lang geplante Usr-Merge Umstellung abgeschlossen. Das Projekt nutzt nun das Polaris Paketarchiv, wodurch alte Kompatibilitätssymlinks entfallen. Damit werden große Aktualisierungen wie systemd 257.10 möglich. Außerdem wurde Python 2 endgültig entfernt, sämtliche Werkzeuge laufen nun auf Python 3.

Neu ist auch die standardmäßige Aktivierung des Plymouth Boot Splash Systems. Frühere Bedenken hinsichtlich der Leistung gelten nicht mehr. Die Lösung sorgt für eine saubere Oberfläche bei Offline Updates über GNOME Software und Discover. Pakete werden vorab geladen und beim Start installiert, was Sitzungsprobleme reduziert.

Alle Editionen erhalten aktuelle Software wie Firefox 145, LibreOffice 25.6.2 und Thunderbird 140. Der Linux Kernel liegt in Version 6.17.8 vor, zusätzlich gibt es einen LTS Kernel. Auch Mesa wurde aktualisiert. Systemd wurde modernisiert und für 32 Bit Umgebungen verschlankt.

Die Budgie Ausgabe bringt Budgie Desktop 10.9.4 mit neuem Pocillo Dark Standardthema. GNOME 49.1 setzt auf Wayland und verabschiedet die X11 Sitzung. Plasma 6.5.3 liefert runde Fensterkanten, verbesserte Suche und automatische Themenwechsel. Erstmals ist auch Xfce mit Version 4.20 Teil der offiziellen Reihe.

Solus 4.8 steht ab sofort zum Download bereit. Nutzer können zwischen Budgie, GNOME, Plasma und Xfce wählen. Alle Varianten sind direkt oder per Torrent verfügbar und laden zum Ausprobieren der neuen Möglichkeiten ein. Die offizielle Ankündigung gibt es hier.

5 Kommentare zu „Solus 4.8 „Opportunity“ bringt frischen Schwung für alle Editionen“

  1. AH

    Ich hatte mir die Xfce-Version Sontag per Torrent geladen und wollte parallel zu meiner Win11-Testinstallation installieren (standardmäßig im UEFI-Modus installiert), aber zum Schluss scheiterte die Installation des Bootloaders (reproduzierbar) und Solus ließ sich nicht booten.

    Hier habe ich das und meine weiteren Erfahrungen (im BIOS-Modus ließ es sich installieren) geschildert: https://www.computerbase.de/forum/threads/solus-4-8.2259433

    z. B.:

    Obwohl Xfce auf GTK aufsetzt, war Discover (QT) als Software-Center installiert – und hat gleich einen extrem schlechten Eindruck gemacht:

    Zuerst mal war die Anzeige riesengroß (und nur einspaltig), es passten gerade mal 5 oder 6 Anwendungen untereinander, es gab keine Möglichkeit auf eine Art Listenansicht, oder Kompakt umzuschalten und die Einstellmöglichkeiten als „mager“ zu bezeichnen, wäre noch extrem beschönigend.

    Dann wollte ich den Discover-Flatpak-Support deinstallieren und es hagelte haufenweise Fehlermeldungen (man konnte es auch nicht abbrechen), von wegen keine ausreichenden Rechte: Das Passwort wurde vorher aber abgefragt.

    Später habe ich dann festgestellt, dass sich Discover selbst mit deinstalliert hatte! – Ohne Warnung oder Hinweis, dass es als Abhängigkeit mit entfernt wird: Wie schnell kann man sich das System zerschießen, wenn das nicht angezeigt wird!

    Auch aufgrund der anderen dort geschilderten Probleme halte ich Solus für nicht mehr empfehlenswert.

    Aber das milky-way-Hintergrundbild gefällt mir sehr. Das habe ich gleich auf mein Produktivsystem übernommen. 🙂

  2. mkl

    Solus ist aktuell die beste und empfehlenswerte Linux Distribution am Markt. Man sollte halt, wie üblich, etwas Grundwissen mitbringen. Lasst euch also von den ewigen Nörglern nicht verwirren…

  3. Bernd

    Ich habe deinen Bericht im ComputerBase Forum auch gelesen und das ganze mit der KDE Plasma Version getestet. Als Basis diente ein HP Notebook mit installiertem Debian 13 ohne Secure Boot. Also, Windows 11 besorgen, auf USB Stick brennen (mit Rufus unter Windows), Win 11 installieren, keine Updates da kein Wlan Treiber dabei. Nur Windows befand sich anschließend auf dem Notebook. Dann Windows mit der Solus 4.8 KDE Plasma verkleinert und installiert.
    Und das Resultat war: es hat so funktioniert, wie sein sollte: Solus startet und Windows ist im Bootemü sichtbar 🙂. Das Bootmenü erscheint übrigens nur, wenn man beim Start die Leertaste ein paar mal hinterinander drückt – läßt sich natürlich nachträglich abändern.

    Es gab keine Probleme mit dem KDE Desktop. Vielleicht noch der Tip „solseek“ zu installieren (sudo eopkg install solseek). Ist ein allgemeiner Paketmanager in Konsolenform für eopgk,flatpak, etc der einfach zu bedienen ist und mit dem auch Programme gefunden werden, die über Discover nicht auffindbar sind.

    Mich überzeugt das Solus Konzept und wird mein neues Standard Linux Betriebssystem werden !!

  4. AH

    Ich habe das mit einer größeren ESP getestet und tatsächlich hat es daran gelegen:

    Der Bootloader-Eintrag, den Solus installieren will, ist mit über 100 MiB sogar größer als die ganze von Windows 11 erstellte ESP! (von der durch Windows schon 32 MiB belegt sind)

    Vielleicht fügst du deinem Blog-Eintrag eine entsprechende Warnung zu, dass die Leute *vorher* kontrollieren, ob auf der ESP noch mindesten 120 MB frei sind. – Der ach so tolle Solus-Installer macht das ja offensichtlich nicht!

    Anbei zwei Screenshots dazu. Wenn du möchtest, darfst du sie gerne verwenden.

    @mkl:

    Statt haltlos etwas zu unterstellen, solltest besser versuchen zu verstehen was ich im CB-Thread geschrieben und als Referenz verlinkt habe: Das war kein Nörgeln, sondern eine fundierte und belegte Warnung.

    @Bernd:

    Ich bevorzuge Ventoy, da das sehr viel flexibler als Rufus ist: Man formatiert damit den Stick und braucht anschließend die ISOs nur darauf zu kopieren, um sie zu booten: Beliebig viele (je nach Größe des Sticks), man kann sie austauschen, löschen, neue hinzufügen, usw. – einfach so.

    Dazu hatte ich auch mal einen Thread erstellt und an Beitrag #14 eine aktuelle Anleitung angehängt:

    https://www.computerbase.de/forum/threads/ventoy-konfiguration-vs-windows-11-vs-lmde.2084923

    Bzgl. des Solus-Install-Fails habe ich es nochmals mit einer extra dafür frisch erstellten Windows 11 Installation ausprobiert, aber es passierte wieder das gleiche. Windows hatte ich auf einem leeren 1 TB Festplattenimage als Pro-Version installiert: Die Partitionierung stammt (wie auch schon beim Windows des ersten Versuchs) vollständig vom Windows-Installer. Alles war standardmäßig.

    Dein Versuch ist damit nicht vergleichbar, da du Windows offenbar neben das bereits installierte Debian installiert hast. Also deine Partitionierung stammt nicht vom Windows-Installer. – Ich vermute es liegt daran, dass der die ESP nur noch mit 100 MiB erstellt: Vielleicht reicht das nicht für das, was Calamares dorthin packen will.

    Dann ist das aber gleich doppelt dämlich:

    1. Wieso wird der freie Platz vorher nicht geprüft?

    2. Erstellt Windows 11 die ESP „schon immer“ (also schon seit Jahren) mit 100 MiB: Wieso wird das nicht berücksichtigt?

    Das wäre genau so unüberlegt, wie dass, was ich zum vorinstallierten Discover geschrieben habe.

    Und überhaupt: Weshalb gibt es nicht wenigstens eine detailliertere Fehlermeldung? – Dann bräuchten wir jetzt nicht raten, woran es gelegen hätte.

    All das bestätigt meine Einschätzung, dass Solos nicht mehr empfehlenswert ist. – Wie im Thread geschrieben: Zu viele potenzielle Stolpersteine für Einsteiger und zu eingeschränkt für versierte Nutzer, die Linux wirklich kennenlernen wollen.

    Übrigens habe ich mein Sicherungsskript im Solus-Thread inzwischen vereinfacht und dokumentiert.

  5. Günther

    @mkl: … „Solus ist aktuell die beste und empfehlenswerte Linux Distribution am Markt.“ Weil??? Das ist lediglich eine Behauptung bzw. eine Meinung. Hier fehlen die Argumente, die begründen warum das so sein soll…

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