Signal blockiert Microsofts “Recall”-Funktion aus Datenschutzgründen

Loading

Die Chat-App Signal hat eine klare Haltung zur neuen “Recall”-Funktion in Windows 11 bezogen. Um automatische Screenshots privater Chats zu verhindern, greift Signal zu ungewöhnlichen Mitteln. Mithilfe von Windows’ Digital Rights Management (DRM) wird das Aufzeichnen der Signal-Fenster blockiert.

Microsofts “Recall” erstellt regelmäßig Bildschirmaufnahmen, um Aktivitäten rückverfolgbar zu machen. Das Tool ignoriert zwar Inkognito-Browserfenster, doch fast alle anderen Inhalte sind nicht geschützt. Signal sieht darin einen klaren Verstoß gegen die Privatsphäre seiner Nutzer.

Da Microsoft keine Möglichkeit zur gezielten Abschaltung bietet, setzt Signal auf Selbstschutz. Das neue Feature „Bildschirmschutz“ ist in Signal für Windows standardmäßig aktiviert. Wer es deaktiviert, erhält eine Warnung und muss aktiv zustimmen.

Signal spricht von einem Werkzeug, das zwar grob, aber notwendig sei. Es kann allerdings auch nützliche Anwendungen wie Screenreader einschränken. Die DRM-Blockade wirkt ausschließlich lokal auf dem jeweiligen Rechner.

Microsofts “Recall” sorgte bereits bei seiner Vorstellung 2024 für heftige Kritik. Trotz Überarbeitung bleibt der Eindruck eines unausgereiften Prototyps bestehen. Microsoft betont, Nutzer hätten Einfluss auf die erfassten Inhalte, doch das überzeugte nicht alle vollumfänglich. Signal kommentierte trocken: “Alle paar Sekunden ein Screenshot? Klingt nach einer Idee von schlechter KI.”

4 Antworten zu „Signal blockiert Microsofts “Recall”-Funktion aus Datenschutzgründen“

  1. Pink Panther

    Meine Banking aktivitäten werden dann von Recall aufgezeichnet. Jetzt muss ich nur warten bis ein Malware daruaf zugreift.

    Diese Recall-Funktion habe ich bisher nicht vermisst.
    Was nicht Aufgezeichnet worden ist, kann auch nicht Missbraucht werden. Die Vorteile von Datensparsamkeit übersteigen bei weitem die Vorteile der Datensammelwut.

  2. Jens

    Finde ich gut. Vielleicht führen das ja auch andere Software Anbieter ein?

  3. Olaf Gemming

    Kritische Daten, nur über Linux und nie wieder Windows

  4. Michel

    Recall finde ich eine verletzung der Privatsphäre, gleich einem Späher. Eine unnötige Funktion die inakzeptabel ist. Mit hat schon der Temp-Ordner zu denken gegeben, da wird auch viel eingetragen und wahrscheinlich auch ausgelesen. Die Entwicklung gehr am Nutzer vorbei! Seit dem letzten Update /W11) wird bei Datensicherung über robocopy Daten aus verschiedenen Ordner (Musik) zusammengestellt. oder Dateien die identisch sind ev gar nicht kopiert. Ein CAD Programm hat eben zur Datensicherung kopieen die man vielleicht noch braucht, da hat Windows NICHTS zu entscheiden, der Nutzer bestimmt was kopiert wird.
    Was Linux betrifft, habe ich schon viele Jahre auf Rechner diverse Distributionen ausgetestet. Linux Mint als Beispiel, das läuft einwandfrei für alles was man braucht. Ubuntu habe ich auch im Test, von x11 bis Wayland, wahlweise vor dem Start! Da habe ich Einstellungen gefunden die es bei Windows nicht giebt. Ich habe nur das Problem etwas zusätzlich zu installieren. (Technische Sendersteuerung oder programmieren von GPS Empfänger-IC) Ich brauche mindestens eine App aus Google store, es richtig zu machen ist mir noch nicht gelungen. Wayland habe ich über Terminal installiert, wenn man die richtige Anleitung hat geht das gut! Was bisher fehlt in der Linux Welt ist eine Hilfe in Deutsch, zusätzlich noch Englisch lernen ist mit bald 80 schon etwas viel. — Was ich auch so positiv finde, Linux hat keine Druckerprobleme, es läuft einfach. Ich kann jedem empfehlen es ebenso zu versuchen, und man sollte es dokumentieren können und weiterteben, das bringt weiter! Freundliche Grüsse Michel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert