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Die Schweizer Armee richtet ihre IT Strategie neu aus. Künftig sollen verstärkt Open Source Lösungen zum Einsatz kommen. Ziel ist eine größere digitale Unabhängigkeit von internationalen Softwareanbietern.
Hintergrund sind wachsende Sicherheitsbedenken bei Cloud Diensten, wie das Magazin Republik angibt. Verantwortliche befürchten einen möglichen Zugriff ausländischer Nachrichtendienste. Politische Entwicklungen verstärken diese Sorgen zusätzlich. Deshalb rückt digitale Souveränität stärker in den Mittelpunkt.
Die Armee möchte Open Source nicht nur verwenden. Geplant ist auch eine aktive Beteiligung an der Entwicklung. Dafür stellte das Schweizer Parlament bereits finanzielle Mittel bereit. Rund zehn Millionen Schweizer Franken fließen in europäische Projekte.
Bis Oktober 2026 sollen sämtliche Arbeitsplätze Opendesk erhalten. Die Software gilt als Alternative zu Microsofts Kollaborationslösungen. Entwickelt wurde das Projekt vom Zentrum für Digitale Souveränität. Es soll Kommunikation und Zusammenarbeit unabhängig ermöglichen.
Grundlage der Umstellung bildet ein neues Bundesgesetz. Behörden sollen Quellcode künftig grundsätzlich offenlegen. Mehr Transparenz und weniger Herstellerabhängigkeit stehen dabei im Vordergrund. Offene Software erhält dadurch eine deutlich stärkere Rolle.
Auch andere europäische Staaten verfolgen ähnliche Pläne. Deutschland arbeitet ebenfalls an eigenen Open Source Vorhaben. Opendesk soll unter anderem Schulen und Behörden unterstützen. Auch erste Bundeslänger wie Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern verfolgen konkrete Pläne. Der Trend zur digitalen Eigenständigkeit gewinnt damit weiter an Bedeutung.


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