openSUSE Leap 16.1 – Das sind der Stand und das Drehbuch

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Seit Januar 2026 bewegt sich bereits viel rund um openSUSE Leap 16.1. Die Alpha‑Phase startete Anfang des Jahres pünktlich und legte den Grundstein für die laufenden Tests. Heute zeigt sich, wie klar der weitere Weg bereits vorgezeichnet ist.

Bereits Mitte Mai startete die Einreichung des Betacodes für SLES 16.1 und dies mündete bereits am 27. Mai in der öffentlichen Beta von openSUSE Leap 16.1. Die Entwickler arbeiten seither an wöchentlichen Aktualisierungen und stabilisieren die Basis für die kommenden Schritte. Parallel wächst die Integration von Leap Micro 6.3, das künftig als unveränderliches Appliance‑System bereitstehen soll.

In wenigen Tagen, am 25. Juni 2026, steht der weiche kABI‑Freeze an. Er markiert den Punkt, an dem sich die technischen Grundlagen kaum noch ändern. Anfang Juli folgt der harte Freeze, der Paketversionen endgültig festlegt. Diese Phase sorgt für Ruhe im System und schafft Raum für gezielte Fehlerkorrekturen.

Ende August soll der Release Candidate eingereicht werden. Kurz danach beginnt der Bau der RC‑Images, die sich eng an den letzten SLES‑RC anlehnen. Anfang Oktober folgt der Gold‑Master‑Kandidat mit finalen Übersetzungen und fertigen Hinweisen zur Veröffentlichung.

Der geplante Veröffentlichungstermin von openSUSE Leap 16.1 ist für den 3. November 2026 vorgesehen. An diesem Tag startet auch die Umfrage zur Release‑Rückschau. Die Auswertung soll Mitte November bereitstehen. Das Ende des Lebenszyklus für Leap 16.1 ist für Oktober 2028 vorgesehen, sobald Leap 16.3 erscheint.

Es wird eine Möglichkeit geben bestehende openSUSE Leap 16.0 Systeme via Upgrade hochzuziehen. Streß besteht allerdings nicht, denn Leap 16.0 hat einen geplantes Supportende am 31. Oktober 2027. Weiterer Wissendsdurst kann in der offiziellen Roadmap gestillt werden.

11 Kommentare zu „openSUSE Leap 16.1 – Das sind der Stand und das Drehbuch“

  1. Braunbär Otto

    Ist Suse überhaupt noch ein europäisches Unternehmen?

  2. MK

    @Braunbär Otto: SUSE arbeitet heute wieder als eigenständiges Unternehmen mit Sitz in Luxemburg. Im Mittelpunkt stehen weiterhin die bekannte Linux Distribution und der dazugehörige Enterprise Support. Nach mehreren Besitzerwechseln fand SUSE zurück in die Unabhängigkeit, nachdem der schwedische Investor EQT Partners die Firma von Micro Focus übernommen hat.
    https://fosstopia.de/linux-anbieter-suse-soll-die-boerse-verlassen/

  3. Wilfried Jaklin

    Was mich interessiert, warum sollte ich openSUSE Leap überhaupt verwenden. Was spricht ernsthaft dafür?

  4. Kiesi

    Was ist aus dem vielgerühmten Slow Roll geworden? Man hört nichts mehr davon.

  5. MK

    @Kiesi: Slowroll dümpelt weiterhin als sowas wie eine „Entwicklerversion“ von Tumbleweed vor sich hin. Wundert mich auch, warum sich da offensichtlich so wenig tut im Sinne von Veröffentlichung.

  6. Jens

    Ich finde das Konzept von Leap bzw. SLES gut. Mir ist bei einem Betriebssystem wichtig, dass ich täglich mein Gerät einschalten kann, ohne Zeit mit Systemkonfiguration verbringen zu müssen.

  7. AH

    Letztes Jahr hatte ich mich mit Slowroll beschäftigt, aber da openSUSE mit meiner Konfiguration nicht zurecht kam und da unter der Haube gerade sehr viel grundlegendes umgekrempelt wurde (bzgl. YAST usw.), was auf mich eher nach Alpha-Status wirkte, habe ich es aufgegeben und wollte erst mal abwarten, bis es sich beruhigt hat:

    https://www.computerbase.de/forum/threads/2239592/

    Da die mir immer noch zu viel daran herumbasteln, halte ich es weiterhin für keinen guten Zeitpunkt, sich jetzt damit zu beschäftigen.

    Im z. Zt. letzten Beitrag dort ist ein YouTube-Video verlinkten, in dem einer von openSUSE Interview wurde.

  8. Ralf

    Slowroll: Ich habe vor Monaten im laufenden Betrieb die Repos von Tumbleweed auf Slowroll umgestellt. Einmal im Monat kommt ein großer Update, ansonsten nur kleine. Bislang musste ich nur einmal einen Snapshot-Rollback machen, wobei ich nicht sagen kann, woran es lag. Mit dem nächsten kleineren Update (paar Tage lagen dazwischen) war alles wieder i.O. Rundum: Bin zufrieden mit Slowroll.

  9. Elephant Whisper

    openSUSE 16 ist eine einzige Katastrophe. Sämtliche Tools sind weg, Repositories funktionieren nicht mehr, OpenSuse Build ist komplett broken.
    Administration ist schrecklich.

    Furchtbar

    Werde wohl zu Debian oder Fedora wechseln

  10. Adi

    Der Wegfall von YAST war für mich kein Verlust. Die Umstellung von /etc/sysconfig/network/ auf /etc/NetworkManager/system-connections/ kam etwas unerwartet und beschert Arbeit. Zur Umstellung auf SELinux hätte ich mir eine Hilfe zum „wie bringe ich von SELinux geblocktes wieder zum laufen“ erwartet.

    Zugegeben, Leap 16.0 war eine Katastrophe, mit der ich am Desktop nie gearbeitet habe. Dafür läuft Leap 16.0 problemlos an den Raspberry Pi’s.
    Bei Leap 16.1 – obwohl erst Beta – sind die mir liebgewordenen Funktionen wieder da.

  11. linuxfreak

    Wer Arch und Gentoo schon mal installiert,und konfiguriert hat,für den ist Suse Leap 16.1 XFCE einfach zu installieren,und alles zu konfgurieren.
    Natürlich muß man Zeit mitbringen.
    Habe Suse Leap 16.1 auf laufen,und es läuft sehr flüssig,die bootzeit habe ich verkürzt,und Autologin konfiguriert,und Systemd-analyze blame geändert.
    Werde weiter dran bleiben!
    Gruß vom Unixfreak
    Unix User seit 1994

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