Open-Source-Arbeit als Ehrenamt anerkennen. Warum diese Petition wichtig ist

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Open Source ist längst kein Nischenthema mehr. Linux betreibt einen Großteil der Server im Internet, zahlreiche Unternehmen setzen auf freie Software und selbst Behörden und öffentliche Einrichtungen profitieren von Projekten, die von engagierten Entwicklern auf der ganzen Welt geschaffen werden.

Doch hinter vielen dieser Projekte stehen Menschen, die ihre Freizeit investieren. Sie machen das unbezahlt, freiwillig und oft über viele Jahre hinweg. Genau hier setzt eine aktuelle Petition an: Open-Source-Arbeit soll in Deutschland offiziell als ehrenamtliches Engagement anerkannt werden.

Mehr als nur Programmieren

Open Source bedeutet weit mehr als das Schreiben von Code. Viele Menschen engagieren sich in ihrer Freizeit als:

  • Entwickler
  • Paketbetreuer
  • Übersetzer
  • Dokumentationsautoren
  • Community-Moderatoren
  • Tester
  • Designer
  • Administratoren
  • Organisatoren von Veranstaltungen und Projekten

Ohne diese Arbeit gäbe es zahlreiche Projekte nicht, die heute aus unserem digitalen Alltag nicht mehr wegzudenken sind.

Ehrenamt im digitalen Zeitalter

Klassisches Ehrenamt wird häufig mit Vereinen, Feuerwehren oder sozialen Einrichtungen verbunden. Diese Arbeit ist zweifellos unverzichtbar. Doch auch digitale Gemeinschaftsarbeit schafft einen gesellschaftlichen Mehrwert. Freie Software ermöglicht Bildung, Forschung, Innovation und digitale Souveränität. Sie wird von Schulen, Universitäten, Unternehmen und Behörden genutzt.

Wer seine Freizeit investiert, um Software für die Allgemeinheit zu entwickeln oder zu pflegen, engagiert sich ebenfalls für die Gesellschaft.

Warum eine Anerkennung wichtig wäre

Eine offizielle Anerkennung von Open-Source-Arbeit als Ehrenamt könnte:

  • digitales Engagement sichtbarer machen
  • die Wertschätzung für Community-Arbeit erhöhen
  • junge Menschen motivieren, sich einzubringen
  • freiwilliges Engagement stärken
  • die Bedeutung freier Software für die Gesellschaft verdeutlichen

Viele Open-Source-Projekte leben ausschließlich von Menschen, die ihre Zeit und ihr Wissen freiwillig zur Verfügung stellen.

Ob Linux, KDE Plasma, Firefox, LibreOffice, Home Assistant, Nextcloud oder unzählige Bibliotheken und Werkzeuge im Hintergrund… ein großer Teil unserer digitalen Infrastruktur basiert auf freiwilliger Arbeit. Oft bleibt dieses Engagement unsichtbar.

Jetzt unterstützen

Die Petition möchte genau dieses Engagement sichtbar machen und die Anerkennung von Open-Source-Arbeit als Ehrenamt in Deutschland erreichen. Richtig so und wichtig! Wer selbst freie Software nutzt, an Projekten mitarbeitet oder die Open-Source-Bewegung unterstützen möchte, sollte sich mit diesem Anliegen beschäftigen.

Denn digitale Gemeinschaftsarbeit ist längst ein wichtiger Bestandteil unserer modernen Gesellschaft geworden und verdient dieselbe Wertschätzung wie viele andere Formen des Ehrenamts.

Was denkt Ihr dazu? Sollte die Mitarbeit an Open-Source-Projekten offiziell als Ehrenamt anerkannt werden? Schreibt Eure Meinung gerne in die Kommentare, unterzeichnet die Petition und teilt sie so oft wie möglich.

Hier gehts zur Petition.

9 Kommentare zu „Open-Source-Arbeit als Ehrenamt anerkennen. Warum diese Petition wichtig ist“

  1. Ponce-De-Leon

    Also würde auch die Tätigkeit als Community-Moderator in einem Forum zählen? Ist ja interessant.

  2. Hedwig

    Kurz und knapp “Ja” .

    Länger:
    Wie du bereits in deinem Artikel richtig klargestellt hast geht es hier um nicht direkt sichtbare Arbeit. Meiner Meinung nach sollte alles, was der Allgemeinheit dient, und in die Leute ihre Freizeit unentgeldlich stecken, als ehrenamtliche Arbeit anerkannt werden. Man kann der Allgemeinheit auf viele erdenkliche Arten und Weisen helfen. Das ganze Problem ist einfach, wenn etwas nicht sichtbar ist, dann kann man es anderen Menschen schwer als positive Unterstützung, z.B von Open Source Projekten, verhindern von Terroranschlägen (Geheimdienste) oder eben auch negativ wie Missbrauch von Daten vermitteln. Dieser Punkt sollte viel mehr in die Öffentlichkeit und die öffentliche Debatte gerückt werden.

  3. Jens

    Cannonical ist im Bereich, Projektunterstützung ja auch ziemlich aktiv.
    Siehe Artikel:
    https://fosstopia.de/canonical-spendet-an-open-source-projekte/

  4. Ich habe eben unterschrieben. Selbst beteilige ich mich an OpenSource Projekten. Mache Übersetzungen, prüfe auf Fehler, Fehlersuche und unterstütze bei Webseiten Erstellung.

    Grüße aus Mittelhessen, nahe aus dem “Herzen der Natur”

  5. Lili

    @Ponce-De-Leon

    Selbstverständlich. Hast du dich schonmal in unmoderierten frei zugänglichen Foren aufgehalten? Da triffst du auf den Bodensatz der Menschheit. Das kann man schon so sehen das Moderatoren einen Dienst für die Allgemeinheit erledigen.

  6. Danke für Euren Post und den Support!!

  7. Christian

    Logisch. Mehr Ehrenamt geht ja kaum.

  8. Ich bin dabei und habe unterschrieben.

  9. Pauli

    Erledigt

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