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Rund um das neue Euro Office Projekt von Nextcloud und IONOS entsteht eine unerwartete Kontroverse. ONLYOFFICE wirft den Beteiligten vor gegen zentrale Lizenzbedingungen zu verstoßen und damit klare rechtliche Grenzen zu überschreiten.
Nach Angaben von ONLYOFFICE basiert Euro Office auf Teilen der eigenen Editor Technologie. Laut dem Unternehmen geschieht dies ohne Einhaltung der vorgeschriebenen Lizenzauflagen. Die Software steht unter der AGPLv3 und enthält zusätzliche Bedingungen die seit 2021 verpflichtend gelten. Dazu gehören sichtbare Markenkennzeichnungen und vollständige Attribution.
Ein juristisches Gutachten das ONLYOFFICE anführt bestätigt diese Sicht. Es betont dass die zusätzlichen Bedingungen rechtlich bindend sind. Wer den Code nutzt muss alle Vorgaben akzeptieren. Eine selektive Anwendung der Lizenz sei nicht zulässig. Verstöße führen laut AGPLv3 automatisch zum Verlust der Nutzungsrechte.
ONLYOFFICE sieht im Euro Office Projekt daher einen klaren Bruch der Lizenz. Das Unternehmen fordert sofortige Korrekturen und die Wiederherstellung aller erforderlichen Hinweise. Erst danach wolle man auf weitere Aussagen der Projektbeteiligten eingehen.
Die Kritik richtet sich auch gegen die Behauptung eine Zusammenarbeit sei nicht möglich gewesen. ONLYOFFICE betont dass Kooperation nur auf einer rechtlich sauberen Grundlage funktionieren könne. Diese Grundlage sei für viele Partner seit Jahren selbstverständlich.
Wie Nextcloud und IONOS auf die Vorwürfe reagieren bleibt vorerst offen. Die Debatte dürfte jedoch weitreichende Folgen für die Euro Office Initiative haben.


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