MX Linux 25.1 startet mit flexiblem Init System

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MX Linux legt nach und veröffentlicht mit Version 25.1 das erste Point Release der Infinity Serie. Die neue Ausgabe baut auf Debian 13.3 auf und bringt aufgefrischte Kernel für unterschiedliche Systeme mit. Nutzer erhalten damit eine frische Basis für den Alltag.

Die Entwickler setzen auf Linux 6.12 LTS für die regulären Abbilder. Die AHS (Advanced Hardware Support) Variante nutzt Linux 6.18 LTS für moderne Hardware. Beide Ausgaben stehen in den bekannten Desktop Varianten Xfce, KDE Plasma und Fluxbox bereit.

Besonders spannend ist die neue Wahlfreiheit beim Init System. Erstmals sind systemd und SysVinit gemeinsam auf einem ISO enthalten. Die Auswahl erfolgt direkt im Live Menü und erlaubt mehr Flexibilität beim Start.

Wer MX Linux 25 bereits nutzt bleibt jedoch an das gewählte Init System gebunden. Ein Wechsel ist nur durch eine Neuinstallation möglich. Die Entwickler melden zudem kleinere Einschränkungen bei Live USB Sitzungen mit aktivem Dual Init.

Alle Änderungen finden sich auf der Projektseite. Bestehende Installationen lassen sich mit zwei einfachen Befehlen aktualisieren.

sudo apt update
sudo apt full-upgrade

Weiterführende Informationen finden sich in der offiziellen Ankündigung.

3 Antworten zu „MX Linux 25.1 startet mit flexiblem Init System“

  1. Kiesi

    Welche Vor- und Nachteile haben die beiden Init-Systeme? Welches soll man als Nutzer auswählen?

  2. Dr. Tux

    Hi Kiesi!

    Die einfache Eingabe von “systemd kritik” in die Suchmaschine deines Vertrauens dürfte deine Frage beantworten, denn das Thema ist hinreichend diskutiert worden. Wer mit SystemD glücklich wird, kann diesen ja gerne einsetzen. Aber in Zeiten der “Init Freedom” diesen genialen, aber auch problematischen Dienst als Standard zu setzen, kann einfach nicht sein. Denn Monopole haben wir genug. Von daher macht es Sinn, dass Distributionen entwickelt werden, die eine bzw. mehrere Alternativen zu SystemD anbieten (so wie Debian das ja vor ein paar Jahren entschieden hatte, dies aber faktisch nicht anbietet). Aus diesem Grund arbeite ich seit Jahren sehr gut mit dem Debian-Fork Devuan und sehe keinen Grund, wieder zu Debian mit SystemD zurückzukehren.

  3. Kiesi

    Guten Abend Dr. Tux,
    danke für Deine Reaktion, habe Deinen Rat befolgt und etwas recherchiert. Die Kritik an systemD kann ich in gewissen Grenzen nachvollziehen, aber nicht umfänglich teilen. Begründet sich vielleicht auch durch mein früheres Arbeitsleben in der technischen Instandhaltung. Meine Maxime war und ist: Alles was ohne Komforteinbuße standardisiert, vereinfacht und typenreduziert werden kann, sollte man standardisieren und vereinfachen usw. Damit bin ich immer ganz gut gefahren, andere haben gleich die Freiheit bedroht gesehen.
    Dennoch Dein Beitrag hat erstmal angeregt über einige Dinge zu reflektieren. Und ich denke, Linux bietet eine reichliche Palette, dass jeder das für ihn passende findet.
    Ich bin bei LMDE 7 und habe einige Anwendungen durch proprietäre ersetzt. Und auch das ist noch nicht 100% nach meinen Wünschen. Dennoch ich bleibe am Ball.

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