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Mozilla wagt einen neuen Schritt und präsentiert mit Thunderbolt ein Werkzeug für Firmen, die ihre Daten nicht aus der Hand geben wollen. Hinter dem Projekt steht die MZLA Technologies Corporation, die bereits Thunderbird betreut. Thunderbolt setzt auf offene Technik und lässt sich komplett im eigenen Rechenzentrum betreiben. Damit richtet sich das System klar an Organisationen, die Unabhängigkeit von großen KI Anbietern suchen.
Die Grundlage bildet eine Zusammenarbeit mit deepset aus Berlin. Deren Haystack Framework ermöglicht eine tiefe Verknüpfung mit internen Datenquellen und automatisierten Abläufen. Thunderbolt dient also nicht nur als Chat Oberfläche. Unternehmen können eigene Modelle nutzen und frei entscheiden, ob sie kommerzielle oder lokale Open Source Varianten einsetzen.
Alle Funktionen für den Arbeitsalltag sollen mit an Bord sein. Nutzer können Informationen sammeln, Berichte erstellen oder tägliche Zusammenfassungen erzeugen. Administratoren binden eigene Werkzeuge über offene Protokolle an und steuern den Zugriff über lokale Sicherheitsmechanismen. Die Nutzung ist auf vielen Geräten möglich, darunter Windows, macOS, Linux, wie auch iOS und Android.
Für Firmenkunden gibt es ein flexibles Preismodell. Der Aufwand für Support und Anpassungen bestimmt den Preis. Der Quellcode liegt bereits offen auf GitHub. Der Zugang zur Software erfolgt jedoch noch über eine Warteliste. Mozilla will das System schrittweise ausrollen und Erfahrungen sammeln.
Ob Thunderbolt sich im hart umkämpften Markt behaupten kann, bleibt abzuwarten. Die Idee einer selbst gehosteten KI Lösung dürfte jedoch viele Unternehmen ansprechen, die Wert auf Kontrolle und Transparenz legen.


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