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Microsoft-Chef Satya Nadella spricht sich für mehr Kontrolle über Unternehmensdaten aus. Firmen sollten sich beim Einsatz künstlicher Intelligenz nicht vollständig auf externe Anbieter verlassen.
Nach Ansicht von Nadella sollten Unternehmen ihre eigenen Daten selbst verwalten. Alternativ empfiehlt er, eigene offene KI-Modelle mit diesen Informationen zu trainieren. Wer diese Kontrolle aufgebe, verliere langfristig seine digitale Handlungsfähigkeit.
Besonders kritisch sieht der Microsoft-Chef integrierte KI-Werkzeuge für die Softwareentwicklung. Als Beispiele nennt er Claude Code und ChatGPT Codex. Unternehmen sollten stattdessen Infrastruktur, Datenspeicher und KI-Modelle voneinander trennen. Dadurch lassen sich verschiedene Modelle flexibel kombinieren und austauschen.
Nadella warnt im CNN Podcast außerdem vor den Folgen einer vollständigen Auslagerung an LLM-Modelle. Unternehmenswissen, Eingaben der Mitarbeiter und weitere interne Daten könnten dauerhaft bei externen Anbietern liegen. Dadurch steigt das Risiko, die Hoheit über eigene Informationen zu verlieren.
Für Privatnutzer bewertet Nadella die Situation anders. Kostenlose Dienste seien häufig ein Tauschgeschäft im Sinne von eines kostenlosen Dienstes gegen Preisgabe persönlicher Daten. Dieses Modell vergleicht er mit dem bekannten Prinzip werbefinanzierter Angebote.
Die Aussagen überraschen besonders wegen Nadellas Rolle. Microsoft investiert selbst Milliarden in führende KI-Unternehmen. Dennoch empfiehlt der Konzernchef Firmen ausdrücklich mehr Unabhängigkeit und eine stärkere Kontrolle über ihre eigene KI-Infrastruktur.


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