Microsoft stoppt dutzende Repos nach Malwarefund in Open Source Projekten

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Microsoft musste zahlreiche Open Source Projekte auf Github deaktivieren. Hacker hatten Code manipuliert und eine Schadsoftware eingeschleust, die Zugangsdaten von Entwicklern stehlen sollte.

Die Angreifer griffen mehr als 70 Repositories an. Viele davon gehörten zu Azure Projekten oder zu KI Werkzeugen wie Claude Code oder VS Code Beispielen. Die Malware trug den Namen Miasma und zielte auf Personen, die die betroffenen Pakete in ihren Coding Agenten öffneten. Die Plattform zeigte betroffenen Nutzern nur noch eine Sperrmeldung an. Der Vorfall gilt als ungewöhnlich, da ein Konzern wie Microsoft selten Opfer solcher Angriffe wird.

Laut der Seite Open Source Malware (OSM) erfolgte die Deaktivierung in einem sehr kurzen Zeitfenster. Ganze Projektfamilien wurden dabei offline genommen. Die Angreifer nutzten eine klassische Supply Chain Attacke. Dabei wird nicht das eigentliche Ziel angegriffen, sondern ein vorgelagerter Teil der Infrastruktur. So gelangen manipulierte Dateien in die Entwicklungsumgebung der Nutzer.

Die Malware Miasma konnte laut OSM und Cloudsmith sensible Daten auslesen. Dazu gehörten Anmeldedaten und weitere Informationen, die Entwickler in ihren Agenten nutzten. Microsoft bestätigte den Vorfall und sprach von einer laufenden Untersuchung. Einige Kunden wurden bereits informiert. Weitere Hinweise sollen über die üblichen Supportkanäle folgen.

Die Untersuchungen laufen weiter. Entwickler sollten ihre genutzten Pakete prüfen und verdächtige Aktivitäten melden. Projekte mit breiter Nutzung bleiben attraktive Ziele. Der Vorfall zeigt, wie wichtig sichere Lieferketten in der Softwareentwicklung sind.

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