![]()
Mecklenburg‑Vorpommern stärkt seine digitale Unabhängigkeit und führt eine landesweite Kollaborationsplattform auf Basis von Nextcloud ein. Das Projekt soll langfristig zehntausende Beschäftigte erreichen und die Kontrolle über zentrale IT‑Strukturen sichern.
Die neue Lösung wird vollständig durch die DVZ M‑V GmbH betrieben. Das Land nutzt eigene Server und behält damit die Hoheit über Daten und Abläufe. Die Plattform ist Teil einer breiten Strategie, die digitale Souveränität als Kernziel definiert.
Die Software läuft unter der freien Lizenz AGPLv3. Der Quellcode ist offen einsehbar und kann nach Bedarf angepasst werden. Das Projekt folgt dem Prinzip „Open Source by Design“ und umfasst eigene Testumgebungen, Schulungen und Sicherheitsprüfungen.
Aktuell arbeiten rund 5.000 Beschäftigte mit der neuen Plattform. In den kommenden Jahren soll sie um Chat, Videokonferenzen und Groupware erweitert werden. Ziel sind über 50.000 Nutzer in Landesbehörden und kommunalen Einrichtungen.
Der Umstieg von SharePoint verlief laut Landes‑CIO Marco Anschütz reibungslos. Die neue Plattform wächst schrittweise und soll die digitale Zusammenarbeit dauerhaft vereinfachen. Parallel setzt das Land auf weitere offene Lösungen wie OpenProject und den KI‑Assistenten LEA.
Mit der Kooperation zwischen Mecklenburg‑Vorpommern und Schleswig‑Holstein entsteht eine starke Allianz für offene Technologien. Beide Länder setzen auf dieselbe Plattform und zeigen, wie digitale Souveränität im öffentlichen Sektor praktisch umgesetzt werden kann.


Schreibe einen Kommentar