LMDE 7 „Gigi“ ist fertig: Linux Mint jetzt mit Debian 13 Basis

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Die Linux Mint Entwickler haben die ISO Installer der neuen Version ihrer Debian Edition veröffentlicht. LMDE 7 veröffentlicht. LMDE 7 trägt den Codenamen „Gigi“ und basiert auf dem aktuellen Debian 13 „Trixie“. Die Veröffentlichung bringt zahlreiche Neuerungen mit sich und richtet sich an Nutzer, die auf Ubuntu verzichten möchten.

LMDE 7 nutzt den stabilen Linux Kernel 6.12 mit Langzeitunterstützung. Als Desktop kommt Cinnamon in Version 6.4.13 zum Einsatz. Damit fließen auch viele Funktionen aus der regulären Linux Mint Version 22.2 mit ein, etwa eine überarbeitete Wayland Sitzung oder die neue Fingerabdruck-App Fingwit.

Auch optisch wurde vieles angepasst. Es gibt neue Akzentfarben für Apps mit XDG-Unterstützung, Verbesserungen für libadwaita und aktualisierte Themes. Diese Elemente sorgen für ein einheitliches und modernes Nutzererlebnis, unabhängig vom zugrunde liegenden System.

Eine der wichtigsten Neuerungen betrifft die Installation. LMDE 7 unterstützt jetzt auch OEM-Installationen. Damit kann das System vorinstalliert auf Geräten ausgeliefert werden. Entwicklerchef Clement Lefebvre sieht darin einen entscheidenden Schritt für den weltweiten Vertrieb.

Das Ziel der Debian Edition bleibt klar: Linux Mint soll unabhängig von Ubuntu funktionieren. LMDE dient dabei als Absicherung und Entwicklungsplattform. Eigene Mint-Werkzeuge werden so auch für andere Distributionen kompatibel gehalten.

LMDE 7 steht ab sofort auf den offiziellen Servern zum Download bereit. Direkter Download über FAU hier. Die Version wird langfristig mit Updates versorgt und richtet sich an alle, die ein zuverlässiges Debian-basiertes System suchen. Weitere Details finden sich in den offiziellen Veröffentlichungshinweisen. Die offizielle Ankündigung von LMDE 7 lag zum Zeitpunkt der Beitragserstellung noch nicht vor.

Aktualisiert am 14.10.2025: LMDE 7 wurde heute offiziell veröffentlicht. Die Ankündigung findet sich hier.

17 Antworten zu „LMDE 7 „Gigi“ ist fertig: Linux Mint jetzt mit Debian 13 Basis“

  1. derkensinger

    Ich habe schon die Beta von LMDE 7 installiert. Lief stabil und problemlos.
    Machst du, Michl, wie schon im letzten Coffee Talk angedeutet, noch ein Video dazu?

  2. Uwe

    Hab Dank für die Info.
    “Die offizielle Ankündigung von LMDE 7 lag zum Zeitpunkt der Beitragserstellung noch nicht vor.”

    Nun, ich warte auf die eingedeutschte und angepasste (mit gparted und anderen zusätzlichen Tools) ISO-Version . Die wird hier erscheinen.

    https://www.linuxmintusers.de/index.php

    Die Programierer, ganz besonders Devil-i386, gucken da nochmal drüber, ob wirklich alles funzt!

  3. Janosch

    Wo liegen die Vor- und Nachteile zwischen LMDE7 und MX-Linux?
    Kann mich nicht entscheiden.

  4. Ronny

    Problem geht schon beim Installationsvorgang los. Bei der Frage wo denn der Bootloader installiert werden soll, ist doch jeder Laie überfordert. Warum kann hier nicht automatisch die zuständige Teilpartition ausgewählt werden, auf die auch das System installiert wird. Für Spezialisten ist doch ein “Expertenmodus” möglich, bei dem alle Varianten angeboten werden können. Neulingen kann ich nur raten, die Ubuntu Linux Mint Variante zu installieren, hier läuft alles perfekt fast automatisch durch.

  5. Aktualisierung auf Thinkpad T420 ohne Probleme, aber ich vermisse den Synaptic Paket Manger.
    Es war immer ein Plan B für mich, wenn was nicht so ganz funktierte mit den Paketen. Aber auch wertvoll für Infos über Pakete zu bekommen.

    Ist es möglich diesen auf LMDE 7 manuell zu instalieren. Oder wird er für Gigi nicht mehr unterstützt.

    Grüße aus Mittelhessen, nahe aus dem “Herzen der Natur”

  6. AH

    Hi!

    Ich habe vorhin versucht, meine “saubere” (installiert, etwas ausgemistet und dann nur aktuell gehalten, ohne groß etwas zu ändern: als LMDE Referenz-System) LMDE 6 Testinstallation per mintupgrade auf LMDE 7 zu aktualisieren, aber das ist m. E. ziemlich dilettantischer Schrott:

    https://www.computerbase.de/forum/threads/linux-mint-debian-cinnamon-installation-netto.2228694/post-31002202

    Auch der andere dort konnte seine Referenzen-Installation in vBox in stundenlangen Versuchen nicht aktualisieren, da es offenbar immer an der Gasterweiterung scheiterte, worauf anscheinend nicht mal hingewiesen wurde: Eine Installation in vBox ist doch wohl das normalste auf der Welt! Wieso wurde das nicht berücksichtigt?

    Ich bin so froh, schon vor fast 6 Jahren mein Produktivsystem auf Artixlinux umgestellt zu haben: Da das ein auf Arch basierendes rolling Release ist, habe ich immer das aktuelle System und bekomme mit solchem Mist nie zu tun.

    Es läuft schon die ganze Zeit zuverlässig und stabil, obwohl ich sehr viel experimentiere und daran herum bastle: Neulich erst habe ich xorg durch xlibre ersetzt, was auf Anhieb funktionierte.

    Wobei LMDE und Cinnamon an sich sehr gut sind. Nur diese Versionswechselei und die dazwischen immer älter werdende Paketbasis widern mich an. – Ich hatte gedacht, durch die Backports könnte man das abfangen, aber auch bei denen hörten vor ca. einem halben Jahr die Aktualisierungen plötzlich auf und es kamen keine neuen Versionen mehr.

    Mein Fazit:

    LTS ist auf Dauer weder stabil noch zuverlässig, sondern über kurz oder lang eine einzige Enttäuschung mit immer gravierenderen Ärgernissen.

  7. AH

    Nachdem ich alles akzeptiert habe, lief das Upgrade zwar sehr lahm, aber letztendlich erfolgreich (unter Vorbehalt, ich muss es mir erst noch genau ansehen) durch.

    Hier mein bebildeter Bericht:

    https://www.computerbase.de/forum/threads/linux-mint-debian-cinnamon-installation-netto.2228694/post-31004033

  8. TC

    Den Synaptic Paketmanager gibts unter Mint (Ubuntu) auch nicht mehr mitgeliefert.
    Kannst du über die Anwendungsverwaltung nach installieren. Oder via Terminal.
    Habe den immer als Ersatz mit an Bord.
    Ist mir unverständlich, warum der nicht dabei ist…

  9. Uwe

    @TC
    19. Oktober 2025

    Bei dieser Version

    https://www.computerbase.de/downloads/betriebssysteme/lmde-linux-mint-debian-edition/

    war Synaptic auch nicht dabei. Unverständlich. Ansonsten läuft das System klaglos.
    —-
    uwe@intel:~$ inxi -F
    System:
    Host: intel Kernel: 6.12.48+deb13-amd64 arch: x86_64 bits: 64
    Desktop: Cinnamon v: 6.4.13 Distro: LMDE 7 Gigi
    Machine: Type: Laptop System: Wortmann_AG product

  10. Uwe

    @AH
    18. Oktober 2025

    Danke Dir im Namen aller interessierten User.

  11. AH

    Auch später lief alles überraschend gut, sogar das bei LMDE-6 als Backports installierte QEMU/KVM wurde von mintupgrade übernommen und aktualisiert, nur Celluloid lässt sich nicht mehr starten: Offenbar eine der Kinderkrankheiten, wegen der immer empfohlen wird, 1-2 Monate zu warten, bevor man eine neue Hauptversion aktualisiert. – Auch etwas, dass es bei rolling Releases nicht gibt. 😉

    Im CB-Thread habe ich das genauer beschrieben, auch am Beispiel von yt-dlp weshalb LMDE-7 jetzt schon veraltet ist und man die Backports braucht, und u. a. auch ein Screenshot wie ich mein Produktivsystem unter LMDE-7 per KVM gebootet habe, um von dort aus einen CB-Beitrag zu schreiben.

    Für mich ist LMDE zwar nichts, da ich gerne Kontrolle habe, aber für jemanden, der/die/das seinen/ihren PC einfach nur nutzen möchte, halte ich es weiterhin für eine sehr gute Wahl und M. E. ist der bestmögliche Einstieg in Linux.

    Auch wenn die Installation leicht anspruchsvoller sein kann als bei der Ubuntu-Editon. Dafür ist man dann aber unabhängig von den Planungen und Machenschaften von Canonical, wodurch sich das mehr als auszahlt und man muss nur alle zwei Jahre eine neue Version installieren, statt alle 6 Monate, wenn man bei der Ubuntu-Edition u. a. den aktuellen Cinnamon nutzen möchte.

  12. Olli

    Wir funktionieren die Backports bei LMDE?
    Gibt es da eine Art „Anleitung „?
    Und welche Vorteile habe ich durch die Backports?
    Mein LMDE läuft perfekt rund Programme laufen wie gewünscht…
    Muss ich denn immer das aktuellste Paket haben ?

  13. Nach wievor kommt LMDE nicht an das normale Linux Mint (Ubuntu) dran, leider handelt es sich bei dem Installer immer noch um das uralte Teil von LMDE5, keine Neuerung seitdem. Der Installer kann nicht einmal automatisch ein installiertes System erkennen und anbieten daneben installiert zu werden, es wird immer nur angeboten die Festplatte/SSD komplett zu löschen. Eine Funktion die der Installer von Linux Mint (Ubuntu) schon seit Ewigkeiten kann. Man muss definitiv manuell Partitionieren wenn man sein installiertes System behalten will.

    Desweitern kann der Installer auch keine Multimedia Codecs und Sprachpakete von Software installieren, auch das kann natürlich der Installer von Linux Mint (Ubuntu) schon längst.

    Selbst installiert haben Programme nicht den gleichen Funktionsumfang, man kann z.b. in der Aktualisierungsverwaltung keine veralteten Kernel entfernen, auch dies geht natürlich bei Linux Mint (Ubuntu).

    Man merkt deutlich das LMDE weiterhin nur das 5. Rad am Wagen ist und Linux Mint (Ubuntu) deutlich bessere Unterstützung hat. Man schafft es bis heute nicht den Installer oder die Software zumindest gleichzuziehen. Es wäre sicher wünschenswert das beide Systeme gleich gut gepflegt werden, leider bleibt so weiterhin, Linux Mint auf Ubuntu-Basis ist das deutlich einsteigerfreundlichere System. Bei LMDE muss man zum Teil schon echt wissen was man tut.

  14. AH

    @dancle: Blindes Vertrauen ist keine gute Strategie.

    Hier habe ich gezeigt, was wirklich vom Installer der regulären Version (= Ubiquity von Ubuntu) zu halten ist:

    https://www.computerbase.de/forum/threads/linux-mint-debian-cinnamon-installation-netto.2228694/post-31043452

    Der ist immer noch so zäh, unergonomisch und macht immer noch den gleichen Murks wie vor 10 Jahren, als ich von Windows XP auf LinuxMint 17.1 umgestiegen bin.

    Aber andere Installer (egal ob Windows oder Linux) taugen oft auch nichts für die Partitionierung (nur kontrolliert das offenbar fast niemand): Ich habe schon erlebt, dass nicht mal das Alignment passte! Das ist erst ein paar Jahre her, als SSDs und HDDs mit 4k Sektoren schon lange Standard waren.

    Soll es vernünftig werden, nimm ein Partitionierungstool und mach es selbst.

    Auch was du zur Aktualisierungsverwaltung von LMDE geschrieben hast, stimmt nicht: Das ist die gleiche wie beim regulären LinuxMint.

    Die Codecs kann man beim Willkommensassistent nachinstallieren. – Wobei ich mich frage wozu die gut sind: Ich habe die nie installiert und kann trotzdem alles abspielen. Egal ob LinuxMint oder LMDE.

  15. Armin

    Ich gehöre schon zu den älteren Semestern und nutze immer noch CD und DVD Brenner. In LMDE 7 werden eingelegte Rohlinge nicht angezeigt. Bespielte CD’s und DVD’s aber doch. Bei LMDE 6 gabs keine Probleme. Ist hier bei LMDE 7 eine baldige Lösung in Sicht.

  16. AH

    @Armin: Das fragst du besser hier: https://www.linuxmintusers.de oder hier: https://forum.linuxguides.de

    Da kennt man sich besonders gut mit den LinuxMint -Versionen aus und du bekommst auch schneller Antwort.

    *Wichtig:*

    Zuerst die Suchfunktion nutzen! Wenn immer wieder das selbe gefragt wird, weil derjenige zu faul ist vorher nachzusehen, ob das schon gefragt/gelöst wurde, nervt es.

    *Und generell Wichtig:*

    Mach regelmäßig Sicherungen: No backup, no mercy. 😉

  17. AH

    Mir ist heute aufgefallen, dass LMDE 7 kein ntfs3 mehr unterstützt: Egal ob neu installiert, oder die von LMDE 6 (wo es ntfs3 noch gab) “upgegradete” (schreckliches Wort) Version, oder ob normaler oder Backport-Kernel.

    Eine weitere Bevormundung, anstatt dem Nutzer die Wahl zu lassen.

    Bei der “Ubuntu-Edition” hat das übrigens noch nie funktioniert: Einer der Gründe, weshalb ich von Ubuntu-Derivaten abrate. Dort wird man noch viel mehr eingeschränkt.

    Hier mit Screenshots:

    https://www.computerbase.de/forum/threads/linux-mint-debian-cinnamon-installation-netto.2228694/post-31057424

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