Linux Mint 23 wird beim Kernel-Management kräftig aufräumen

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Linux Mint 23 bringt eine grundlegend überarbeitete Kernel-Verwaltung. Nutzer können künftig Kernel-Serien auswählen und deren Bereinigung weitgehend automatisieren.

Bisher erfolgte die Kernel-Verwaltung direkt über den Update Manager. Dort konnten Nutzer einzelne Kernel auswählen, installieren oder entfernen. Mit Linux Mint 23 wandert diese Funktion in die Systemverwaltung. Die neue Lösung funktioniert außerdem mit Linux Mint und LMDE. Statt einzelner Kernel steht künftig die jeweilige Kernel-Serie im Mittelpunkt.

Nutzer legen fest, welcher Kernel-Serie sie folgen möchten. Zusätzlich bestimmen sie, wie viele ältere Kernel erhalten bleiben. Neue Versionen erscheinen weiterhin über den Update Manager. Ältere Kernel entfernt das System anschließend automatisch. Diese Bereinigung findet standardmäßig einmal pro Woche statt.

Wer sofort Speicherplatz benötigt, kann eine Bereinigung manuell starten. Einzelne Kernel lassen sich außerdem vor dem Entfernen schützen. Eine neue Historie zeigt zusätzlich, welche Kernel wann gelöscht wurden. Auch eigene Kernel-Serien können installiert und anschließend überwacht werden. Bei bekannten Serien übernimmt das System die Aktualisierung über passende Metapakete.

Daneben arbeitet das Cinnamon-Team an weiteren Verbesserungen. Fcitx5 soll künftig mit vollständiger Wayland- und X11-Unterstützung funktionieren. Außerdem ersetzt ein neuer Tastatur-Layout-Betrachter das eingestellte gnome-kbd-Werkzeug.

Die neue Kernel-Verwaltung wirkt deutlich aufgeräumter. Besonders automatische Bereinigung und Kernel-Schutz dürften den Alltag angenehmer machen. Gleichzeitig verlangt die größere Freiheit etwas mehr Aufmerksamkeit. Weiterführende Details finden sich im Juli-Newsletter von Linux Mint.

4 Kommentare zu „Linux Mint 23 wird beim Kernel-Management kräftig aufräumen“

  1. Uwe

    Schauen wir mal. Gestern kam hier z.B. ein Update auf die Kernelversion 7.0 unter Linux Mint 22.3 herraus. Die aktuelle Linux Mint 22.3 ISO mit HWE-Kernel (6.xx 7.x) steht zum separaten Download hier zur Verfügung .

    Kernel in HWE ISO 7.0

    https://www.linuxmint.com/hwe.php

    Server anklicken, ISO auswählen ,downloaden….

    Allerdings, Hauptsache der Grafikfehler in Verbindung mit dem NVIDIA-Treiber und gddm oder so ähnlich, wird bei LMDE 7 entlich behoben! Da macht sich bei LMDE, nach meinem Empfinden, die fehlende Treiberverwaltung eklatant bemerkbar.

  2. AH

    Ich frage mich, was daran neu sein soll:

    Schon vor über 10 Jahren konnte man einfach linux-generic-hwe installieren und bekam ab dann automatisch den HWE-Kernel. apt autoremove hat auch damals schon alle älteren Kernel außer dem jeweils vorherigen, automatisch deinstalliert. – Wollte man einen alten Kernel behalten, hat man ihn einfach auf manuell installiert gesetzt.

    Wie lange es das schon vorher möglich war, weiß ich nicht, da ich erst 2015 mit LinuxMint 17.1 von Windows XP zu Linux wechselte.

    Die Treiberverwaltung habe ich nicht viel später als großen Nachteil erkannt, weil man damit nur die dort vorgegebenen Treiber installieren kann.

    Bei LMDE 2 ließ sich dagegen einfach der direkt von nvidia.com geladene Treiber installiert, egal welche Version man brauchte (z. B. für eine GeForce 8 IGP den 304er, neuere haben die IGP nicht mehr unterstützt – die Treiberverwaltung wollte den 340er installieren…). – Versuchte man das gleiche beim regulären LinuxMint, wurde es bei der Installation irreparabel zerschossen.

    Wegen solche Probleme und der schlechten Unterstützung älterer GraKas sage ich schon lange: Wer Nvidia trotz allem immer noch nutzt, hat selbst schuld. – M. E. gehören solche Läden schon aus Prinzip boykottiert. – Auch von Ubuntu halte ich nicht zuletzt deswegen schon lange nichts mehr.

  3. Airwave

    Hoffentlich, ich hatte leider oft Bugs mit der NVIDIA und Steam /Proton. Es startet einiges nicht.

  4. Uwe

    @AH
    weil man damit nur die dort vorgegebenen Treiber installieren kann.

    Genau das erwarte ich auch davon. Und, unter nomalen Umständen ,gibts da keine Propleme. Diesmal ist jedoch ein Teil des Displaymanagers (wenn ich das richtig verstanden habe) auf Linuxseite kaputt. Aber ja, auch ich will demnächst mal eine ältere AMD-Karte kaufen und einsetzen. Warum? Aus Kostengründen!

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