Linux Mint bereitet großen Kurswechsel für Linux Mint 23 vor

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Linux Mint steht vor einer wichtigen Neuausrichtung. Das Team möchte sich mehr Zeit für Entwicklung nehmen und plant die nächste große Ausgabe erst für Weihnachten 2026. Ein gemeinsamer Installer mit LMDE soll künftig die Installation vereinheitlichen und den Einstieg erleichtern.

Noch ist vieles offen. Das Projekt prüft längere Zyklen und überlegt, wie kleinere Ausgaben künftig gepflegt werden. Auch frühe Testversionen stehen im Raum. Die Entwickler wollen flexibel bleiben und dennoch klare Ziele verfolgen.

Trotz offener Fragen musste die Arbeit beginnen. Die kommende Version trägt daher vorläufig den Namen Alfa und die Nummer 23. Diese Bezeichnung dient nur als Übergang, doch die ersten Ergebnisse wirken vielversprechend.

Alfa nutzt Ubuntu 26.04 LTS und Kernel 7.0. Dazu kommen Cinnamon 6.7 in einer frühen Wayland‑Variante, CJS 140 und der neue Installer. Dieser unterstützt moderne Firmware, verschlüsselte Setups und OEM‑Installationen. Wayland und der gemeinsame Installer gelten als wichtige Schritte für die Zukunft.

Der Fokus liegt derzeit auf Basis und Installation. Desktop und Anwendungen folgen später. Durch den längeren Zyklus entsteht spürbar mehr Raum für gründliche Arbeit. Das Team wirkt entschlossen und sieht keine Grenzen für kommende Ideen. Weiterführende Informationen gibts im März 2026 Newsletter.

10 Kommentare zu „Linux Mint bereitet großen Kurswechsel für Linux Mint 23 vor“

  1. Phillip

    Wie bereits in anderen Beiträgen geschrieben. Das Mint-Team muss sich verändern und neu aufstellen, was die Weiterentwicklung von Mint und Cinnamon betrifft, sonst werden sie über kurz oder lang technologisch von anderen Oberflächen abgegangen.
    Sie müssen schauen, wie mit der Abhängigkeit zu Ubuntu und noch viel schlimmer mit der Abhängigkeit zu GTK umgehen, den Beide Abhängigkeiten gehen in eine Richtung, die es dem Mint Team immer aufwendiger macht, dagegen zu steuern.
    Ich denke die Programmierer von dem Cosmic Desktop haben es richtig gemacht, gleich auf ein anderes programmierbares Gerüst mit Rust zu setzen, als wie Mit den Ast anzusagen, auf welchen sie sitzen.

  2. PeterK.

    Wenn Linux Mint 23 erst an Weihnachten kommen soll, dann ist Ubuntu 26.04 auch schon schon etwas älter! Ist LTS überhaupt noch zeitgemäß?
    Ich nutze seit vielen Jahren LMDE. Problemlos, mir fehlt nichts, trotz einem etwas “abgehangenem” Softwarestand.

  3. MK

    @PeterK: Du hast Deine Frage doch selbst beantwortet. Wer hohen Wert auf feinabgestimmte Paketzusammenstellung legt, wird mit LTS zufrieden sein. Wer was Neues will, kann Fedora oder Cachy oder EndeavourOS nehmen.

  4. DasCA

    Ich hätte damit gerechnet, dass man die Ubuntubasis fallen lässt. Zumindest hätte ich mir das gewünscht, damit entsprechend Ressourcen für die großen Baustellen frei werden.
    Nun ist vermutlich mit einer weiteren Verlangsamung der Entwicklung zu rechnen.

    Aber grundsätzlich rocken die das schon nach eigenen Vorstellungen.

  5. AH

    @MK:

    Fedora galt, als ich mich 2008 zum erstem Mal damit beschäftigt habe, als bleeding edge und bei dem wie Redhat spätesten seit CentOS agiert (und man nicht weiß in wie weit das vielleicht auch Fedora vielleicht betreffen kann, würde ich mich nicht davon abhängig machen wollen.

    Cachy scheint mir auch etwas mit der heißen Nadel gestrickt zu sein (nur ein aktuelles Beispiel): https://www.phoronix.com/news/CachyOS-Super-Charged-Linux-7.0

    EndeavourOS erscheint mir davon die beste Wahl zu sein, da ich schon viel gutes dazu gelesen habe (u. a. Unterstützung nach der Installation, z. B. bei spezieller Hardware), aber noch nie was negatives.

    Kennen tue ich keine der drei Distributionen (mehr) und ich würde sowie nicht von Artix wechseln: Ein Arch-Derivat ohne Krebsgeschwür – aka systemd. 😉

  6. Tm

    LMDE mit Backports wäre neben der regulären LMDE-Version auch noch möglich.
    Da ist auch kein großer Wechsel angesagt. APT nutzen beide (Debian & *buntu).
    Unterschiede gibt es natürlich auch.

    Man hätte z.B. keine klaren Upgrade-Zyklen -> 1/4- oder 2-jährig (LTS).
    Aber die Versionswechsel werden ja trotzdem einige Monate vorher mitgeteilt.

    EndeavourOS nutze ich selbst. Ist toll … aber eben eine Rolling Release Distro.
    Das wäre für die Linux Mint Nutzer sehr wahrscheinlich ungeeignet.
    Müsste man schauen, ob eine Slow-Roll-Version möglich ist.

    Die Debian-Version von Mint, also LMDE ist schon das Naheliegendste.

    COSMIC ist mir in dem Zusammenhang auch eingefallen, zumal ich das selbt einige Jahre nutzte. Aber Linux Mint mit COSMIC mach kaum ein Alleinstellungsmerkmal. Klar, die Tools von Linux Mint sind hilfreich & unique.

    Eine eigene DE wäre schon wünschenswert. Zur Not könnte man immer Xfce als DE nutzen, da es schlank, (technisch) modern und grafisch anpassbar ist.
    Wayland-Support ist bald nutzbar.

    Cinnamon auf COSMIC-Basis wäre ggf. auch möglich.
    Aber lassen wir uns überraschen, wie es mit Linux Mint 23 Alpha weitergeht.

  7. Jens

    @AH:
    Deshalb bin ich absolut kein Fan von Derivaten: jeder glaubt, das ist besser, als alles andere. Wenn ich was Debian-basierendes will, nehme ich ein Debian und passe es meinem Workflow an. Genauso bei Ubuntu, Fedora, openSUSE. Arch fällt bei mir ganz raus. Genauso diese ganzen One-Men-Partys. Ich weiß nicht, was am SystemD auszusetzen ist. Zum Schluss: Nutzer sollten meiner Meinung nach gar nicht im System rumfuhrwerken dürfen. Andere Nutzer schauen sich das ab und kommunizieren dann nur Mist. “Ach mein Linux Mint ist nach drei Tagen kaputt. Linux Mint ist Mist”, u.s.w.

  8. AH

    > Nutzer sollten meiner Meinung nach gar nicht im System rumfuhrwerken dürfen.

    Wer sich vom Hersteller vorschreiben lassen will, wie man seinen/ihren PC zu nutzen hat, kann auch gleich bei Windows bleiben.

    Ich nutze Linux um zu lernen und neues zu entdecken. Dafür ist es toll. von Anfang an hatte ich ein Erfolgserlebnis nach dem anderen und ich kann vieles optimal für mich anpassen/vereinfachen/automatisieren.

    Ich passe OS und GUI an mich an, nicht umgekehrt.

    Auf diese Freiheit und Flexibilität werde ich nicht mehr verzichten.

  9. Jens

    @AH:
    Ich denke, immer mehr, der großen Distributionen werden auf unveränderliche Systempartitionen umsteigen und Nutzersoftware nur als Containerformate und App-Dateien zulassen.

  10. AH

    @Jens: Das ist mir egal. Ich nutze Artix-Xfce-Runit mit Xlibre und spende regelmäßig als Anerkennung und weil ich es weiter nutzen können möchte.

    Anderen empfehle ich LMDE, da eine langjährige Testinstallation (ab LMDE 6) einen guten Eindruck machte und das Versionsupgrade auf LMDE 7 trotz meiner Optimierungen (zRAM, keine Swsp, backports, btrfs ohne @-Kram, dafür mit aktivierter zStd-Kompression, usw.) zwar nicht besonders effizient, aber zuverlässig durch lief.

    Bis Debian auch mal auf so ein Immudingsbums umstellen (falls überhaupt), wird es noch etwas dauern. Über ungelegte Eier denke ich nicht nach.

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