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Die neue Version von Linux Mint ist veröffentlicht. Mit dem Codenamen „Zara“ steht Linux Mint 22.2 nun auf allen offiziellen Spiegelservern zum Download bereit. Die finalen ISO-Abbilder wurden in dieser Woche ohne Kommentar hochgeladen. Die offizielle Ankündigung ist indes noch nicht erfolgt.
Linux Mint 22.2 basiert auf Ubuntu 24.04 LTS mit dem Namen Noble Numbat. Als Kernel kommt die Version 6.14 zum Einsatz, die verbesserte Hardwareunterstützung verspricht. Die gewohnten Desktop-Varianten Cinnamon, Xfce und MATE sind ebenfalls wieder Teil der Veröffentlichung.

Zu den wichtigsten Neuerungen zählt die Einführung einer Fingerabdruck-Anmeldung. Diese Funktion steht dank der neuen Fingwit-Anwendung in allen Editionen zur Verfügung. Auch der Umgang mit Akzentfarben wurde überarbeitet und unterstützt nun das XDG Desktop Portal.

Im Detail wurden viele kleine Verbesserungen vorgenommen. Die Cinnamon-Version bietet eine optimierte Wayland-Sitzung mit besserer Eingabemethode. Die Notizfunktion hat nun runde Ecken, eine neue D-Bus-Schnittstelle und Wayland-Unterstützung erhalten.

Auch optisch gibt es Neuerungen. Der Loginbildschirm wurde überarbeitet und zeigt nun Unschärfeeffekte sowie Benutzerbilder. Die Mediathek-Anwendung Hypnotix bietet ab sofort einen Kinomodus und eine randlose Ansicht.
Darüber hinaus wurden viele kleine Funktionen angepasst. Die Suche im MATE-Menü liefert genauere Ergebnisse. Im Update-Manager wurde ein eigener Neustartknopf hinzugefügt. WebApps lassen sich jetzt nachträglich beschreiben und ein neuer Vorschaudienst erkennt Coverbilder in AIFF-Dateien.

Die Linux Mint Entwickler werden aller Voraussicht nach das offizielle Release-Statement in Kürze nachzureichen. Anwender von Linux Mint 22.1 „Xia“ müssen sich noch etwas gedulden. Die Upgrade-Funktion wird in den kommenden Tagen freigeschaltet.
Unterdessen wurde bestätigt, dass viele Neuerungen auch für LMDE 7 „Gigi“ übernommen werden. Damit kommen bald auch Debian-Nutzer in den Genuss der neuen Funktionen. Die Linux Mint 22-Serie wird offiziell bis 2029 unterstützt.


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