Linux Kernel 6.18 ist da. Das sind die Neuerungen

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Linus Torvalds hat die Veröffentlichung von Linux Kernel 6.18 bestätigt. Trotz einiger zusätzlicher Fehlerkorrekturen in der letzten Woche sieht er die Version als stabil und bereit für den Einsatz. Damit öffnet sich die Tür für eine Vielzahl neuer Funktionen, die Entwickler und Anwender gleichermaßen begeistern dürften.

Besonders auffällig sind die Verbesserungen im Speicher und Netzwerkbereich. Der SLUB Allocator erhält sogenannte Sheaves, die kleine Objekte direkt pro CPU verwalten. Das reduziert Synchronisationslast und beschleunigt kritische Abläufe. Gleichzeitig startet die erste Phase der neuen Swap Table Architektur, die Speicherverwaltung unter Druck effizienter gestaltet.

Auch die Netzwerkleistung profitiert deutlich. UDP Empfangspfade wurden überarbeitet und zeigen bis zu fünfzig Prozent mehr Durchsatz. TCP erhält Unterstützung für Accurate ECN, wodurch Rückmeldungen über Netzlast präziser werden. Zudem steigt die Standardgröße des Empfangspuffers auf vier Megabyte, was hochvolumige Anwendungen spürbar entlastet.

Im Bereich Sicherheit und Verschlüsselung setzt Linux 6.18 neue Akzente. TCP Verbindungen können nun mit PSP abgesichert werden, einem von Google entwickelten Protokoll mit starker Hardware Offload Unterstützung. Darüber hinaus akzeptiert das BPF Subsystem erstmals signierte Programme, was die Integrität von Erweiterungen stärkt.

Speicher und Dateisysteme erhalten ebenfalls wichtige Neuerungen. Das neue dm-pcache Ziel erlaubt den Einsatz persistenter Speichertechnologien als Cache vor langsameren Geräten. Ext4 gewinnt zusätzliche Verwaltungsfunktionen, während alte Optionen in XFS und andere überholte Strukturen entfernt werden. OverlayFS und FUSE erweitern ihre Fähigkeiten für moderne Workloads.

Schließlich bringt die Version breitere Hardwareunterstützung. Zahlreiche Treiber für Grafik, Netzwerk, Audio und Sensoren wurden ergänzt oder verbessert. Damit zeigt Linux Kernel 6.18 erneut, wie kontinuierliche Entwicklung das Fundament für stabile und leistungsfähige Systeme legt. Die Quellen stehen wie gewohnt auf kernel.org bereit.

Eine Antwort zu „Linux Kernel 6.18 ist da. Das sind die Neuerungen“

  1. Uwe

    Was mich interessiert ist:

    Wie werden die E-Cores bei Intel-Prozessoren unter Linux “angesprochen” ?
    Und, bringen diese E-cores überhaupt einen Mehrwert unter Linux?
    Sowas erklärt einem immer keiner.
    Nun als einfacher Anwender habe ich da keinen Plan.

    Ich will für mich nächstes Jahr nun auch mal nen neuen PC bauen und da stellt sich für mich die P-Core/E-Core Frage. Momentan denke ich an den hier:

    Intel Core Ultra 5 Prozessor 225

    https://www.intel.de/content/www/de/de/products/sku/241070/intel-core-ultra-5-processor-225-20m-cache-up-to-4-90-ghz/specifications.html

    Da ist wenigstens das elende HT nicht mehr vorhanden.
    Aber erst mal sehen wie sich die (RAM/Mobo/CPU) Preise entwickeln.

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