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Der Linux-Kernel 6.17 ist offiziell erschienen. Linus Torvalds selbst hat die Veröffentlichung angekündigt. Das neue Release bringt zahlreiche Neuerungen mit sich. Besonders im Bereich Hardware-Unterstützung wurde viel getan.
Zu den technischen Highlights zählt unter anderem der Support für ARM BRBE. Auch AMDs Hardware Feedback Interface wird jetzt unterstützt. Intel-Prozessoren wie Wildcat Lake und Bartlett Lake-S erhalten ebenfalls erstmals Kernel-Support. Der Qualcomm Iris Decoder kann nun mit den HEVC und VP9 Codecs umgehen.
Im Bereich Dateisysteme tut sich einiges. Btrfs erhält Unterstützung für große Folios. EXT4 bietet bessere Skalierbarkeit bei Block-Allokation und I/O. Auch EROFS wurde erweitert und kann jetzt Metadaten komprimieren. Für Intel-Grafik auf NVM-Geräten steht ein neuer Treiber bereit.
Der Kernel 6.17 führt zudem neue Sicherheits- und Virtualisierungsfunktionen ein. AppArmor kontrolliert jetzt AF_UNIX-Socketzugriffe. Für ARM-Systeme gibt es Support für GICv5 in KVM. Der Kernel unterstützt auch Live-Patching auf AArch64-Systemen. Außerdem wurde eine Proxy-Execution-Funktion eingeführt.
Im Netzwerkbereich wurden Protokolle und Optionen erweitert. Der Kernel unterstützt DualPI2 zur Staukontrolle und MCTP-Gateway-Routing. IPv6 erhält mit force_forwarding eine wichtige Sysctl-Option. Auch Multipath TCP kann jetzt TCP_MAXSEG nutzen.
Hardware-Support wurde deutlich ausgebaut. Neu ist etwa Unterstützung für das Framework Laptop 13 mit AMD Ryzen AI. Auch aktuelle Modelle von HP und ASUS profitieren. Der Kernel erkennt Touch Bars auf MacBooks sowie Forcepad-Geräte. Auch Raspberry-Pi-Displays und Lüfter erhalten eigene Treiber.
Linux 6.17 kann ab sofort über kernel.org heruntergeladen werden. Wer jedoch keine eigene Kompilierung wünscht, sollte auf stabile Paketquellen seiner Distribution warten. Der nächste Kernel 6.18 steht bereits in den Startlöchern. Die erste Testversion erscheint planmäßig am 12. Oktober.


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