![]()
IT Security Forscher haben eine schwere Schwachstelle im Linux Kernel offengelegt (CVE-2026-31431). Die Lücke trägt den Namen Copy Fail und erlaubt lokalen Nutzern den Zugriff auf höchste Systemrechte (root). Angreifer können gezielt vier Bytes in den Seitencache beliebiger Dateien schreiben und so die Kontrolle über ein System übernehmen.
Die Sicherheitsstufe gilt als hoch, da ein einfacher Nutzerzugang genügt. Besonders gefährdet sind Serverumgebungen, Container Hosts und Cloud Plattformen. Auch Entwicklungsmaschinen und geteilte Systeme stehen im Fokus. Auf normalen Desktop Rechnern ist das Risiko geringer, bleibt aber relevant bei lokaler Schadsoftware.
Die Lücke betrifft viele aktuelle Distributionen. Bestätigt sind unter anderem Ubuntu 24.04 LTS, Red Hat Enterprise Linux 10.1 und SUSE Linux Enterprise Server 16. Ein öffentliches Proof of Concept erhöht den Druck auf Administratoren und Anbieter.
Die Ursache reicht bis zu einer Änderung im Linux Kernel aus dem Jahr 2017 zurück. Damit war der fehlerhafte Code jahrelang aktiv, bevor er entdeckt wurde. Die Veröffentlichung erfolgte am 29. April 2026 und löste sofortige Reaktionen in der Community aus.
Ein Patch steht inzwischen bereit. Nutzer sollten zeitnah die neuesten Kernel Updates installieren und das System neu starten. Bis dahin ist das Abschalten des betroffenen Moduls die empfohlene Übergangslösung.


Schreibe einen Kommentar