KDE Plasma 6.8 verabschiedet sich von X11 und setzt auf Wayland

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Das KDE Projekt hat einen historischen Schritt angekündigt. Mit der kommenden Version Plasma 6.8 wird die Desktopumgebung ausschließlich auf Wayland laufen. Damit endet nach fast drei Jahrzehnten die Ära von X11 im KDE Umfeld.

Die Entscheidung folgt einem Trend, den auch GNOME und Budgie bereits eingeschlagen haben. Entwickler sehen darin die Chance für neue Funktionen, bessere Optimierungen und schnellere Weiterentwicklung. Wayland gilt als moderner und flexibler Standard für grafische Sitzungen.

Viele Distributionen liefern Plasma bereits standardmäßig mit Wayland aus. Dennoch war die X11 Sitzung bisher für Nutzer verfügbar, die sie benötigten. Ab Oktober 2026 entfällt diese Option endgültig. Anwendungen mit X11 Unterstützung laufen dann über Xwayland.

Für die meisten Anwender wird sich wenig ändern. Laut KDE Projekt nutzen die meisten ohnehin schon Wayland. Einige Distributionen haben X11 bereits entfernt oder planen dies unabhängig von KDE.

Die Entwickler versprechen dennoch eine Übergangsphase. Plasma 6.7, das im Juni 2026 erscheint, wird X11 noch bis Anfang 2027 unterstützen. Zudem bleibt X11 Unterstützung in KDE Anwendungen außerhalb von Plasma bestehen.

Bereits mit Plasma 6.4 wurde der Weg vorbereitet. Der KWin Manager erhielt getrennte Versionen für X11 und Wayland. Auch Nutzer von NVIDIA Grafikkarten und Linux Spieler sollen laut KDE keine größeren Probleme erwarten. Die offizielle Ankündigung vom KDE Projekt gibt es hier.

Der Einsatz von X11 wird zunehmend riskanter. Neue Funktionen bleiben aus und die Zahl der Entwickler, die sich noch mit X11 beschäftigen, schrumpft stetig. Damit sinkt auch die Wahrscheinlichkeit für zeitnahe Korrekturen oder Sicherheitsupdates. Anwender sollten den Wechsel zu Wayland daher schrittweise einplanen, um langfristig sicher und modern arbeiten zu können.

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