Abschied von Windows 10 – Initiative „End of 10“ ins Leben gerufen

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Am 14. Oktober 2025 endet der offizielle Support für Windows 10. Das bedeutet: Keine Sicherheitsupdates mehr, keine Fehlerbehebungen, kein Support durch Microsoft. Millionen Nutzer weltweit stehen dadurch vor einer schwierigen Entscheidung.

Besonders betroffen sind Geräte, die vor 2017 gekauft wurden. Sie laufen mit Windows 10 meist problemlos, erfüllen aber nicht die Anforderungen für Windows 11 – insbesondere fehlen oft TPM 2.0 oder UEFI Secure Boot. Ein direktes Upgrade ist damit offiziell ausgeschlossen. Wer trotzdem sicher bleiben will, soll laut Microsoft am besten neue Hardware kaufen.

Doch genau das hinterfragt nun eine neue Bewegung: Unter dem Namen End of 10 startet eine breite Initiative, die sich für den Erhalt älterer Hardware starkmacht. Statt funktionstüchtige Rechner auf den Müll zu werfen, setzt die Kampagne auf einen Umstieg zu Linux. Unterstützt wird sie von bekannten Namen wie der Free Software Foundation Europe, den Desktop-Teams von KDE und GNOME und weiteren Open-Source-Projekten.

Das Ziel: Geräte sollen nicht wegen veralteter Software aussortiert werden. Über 75 Prozent des CO₂-Fußabdrucks eines Computers entstehen in der Produktion – das Weiternutzen spart also nicht nur Geld, sondern schont auch Ressourcen. Neben ökologischen Argumenten bietet Linux viele Vorteile: Keine Werbung, keine Zwangsupdates, hohe Stabilität und starke Datenschutzoptionen.

Um den Umstieg leichter zu machen, stellt die Initiative praktische Hilfe bereit. Anleitungen, lokale Unterstützungsnetzwerke, Repair-Cafés und unabhängige PC-Shops helfen dabei, Windows 10 durch Linux zu ersetzen. Damit auch Menschen ohne Technikkenntnisse gut begleitet werden, setzt „End of 10“ bewusst auf niederschwellige Angebote.

Ob das „Aus“ von Windows 10 tatsächlich eine größere Linux-Welle auslöst, bleibt abzuwarten. Doch die Chancen stehen gut, dass sich viele erstmals ernsthaft mit Alternativen beschäftigen und vielleicht entdecken, dass ein freies Betriebssystem mehr bietet, als sie dachten.

Ach ja, eine erste kleine Übersicht zu Linux Distros gibt es hier.

11 Kommentare zu „Abschied von Windows 10 – Initiative „End of 10“ ins Leben gerufen“

  1. Anonym

    Das problem ist, dass Linux instabil ist und keine Software die gebraucht wird drauf läuft. Nach 6 Jahren ist es nicht schlimm sich mal einen neuen laptop zu kaufen.

  2. WolliD.

    Wünsche der Initiative ja das Beste. Leider wird für die meisten Anwender ohne privaten Admin auch dieses Jahr der Linux Desktop kein Gewinner sein. Siehe auch Whatsapp und X Abgänger. Man arbeitet mit der Kiste, es wird das benutzt wo alles nötige an Anwendungen ohne Bastelei vorhanden ist.

    Gerade ‘ne Anfrage hereinbekommen wegen W11 Upgrade. Die Frau kauft sich halt nach zehn Jahren einfach einen neuen PC, da O365 Pflicht.
    Die Geräte vom Vermieter und dessen Bruder hier im Haus sind schon letztes Jahr upgegradet worden, und sie sind zufrieden.
    Vom Kaffeetrinkenkumpel sein Notebook mit Kabelbruch im Bildschirmkabel wurde durch ein Android Tablet ersetzt. Wenn er sein Tomtom Navi aktualisieren will, braucht er allerdings einen PC mit Win/Mac für die Kabeldatenübertragung.

    Andere kauften ein Ipad für Youtube, Mail, Surfen zu ihrem !Android Phone, wegen besserer Mobilität. Einige wechselten zum Mac, passend zum Smartphone.

    Bei mir ist eh Gerätezoo, aber der W10 i7-3770 Arbeits-PC hier läuft einfach weiter, bis zum letzten Defekt. Hatte noch im vergangenen Jahr welche mit W7 und ohne Viren bearbeitet. Dafür ein Gammelnotebook mit uraltem Redhat gegen eins mit Windows aktualisiert (wegen Bedienproblemen und fehlenden Helfern).

  3. Uwe

    Ganz grundsätzlich!
    Ich finde das super!
    —–
    Allerdings….. Übertrieben ausgedrückt:
    „End of 10“
    Ich klicks an und was sehe ich da als:

    – “einfacher nicht technikaffiner Windowsanwender” ?
    -englisches Gesabbel, was womöglich vor Jahren das letzte Mal gesehen wurde.
    -können die nicht in meiner Muttersprache schreiben?
    -irgend was mit Linux und install und old computer und repair und bliblablubb.
    -hähh, was wollen die? Ist das legal? Kostenlos? Oder doch Enkeltrick?

    Ich denke, man versteht was ich meine. Überspitzt:

    Die, die den Text problemlos verstehen, haben fett Geld für neue Technik, legen hier und da mal eben 3000,-€ für ne RTX-5090 auf den Tisch und die sind längst auf Win11 oder im besten aber seltensten Fall mit einem Gaming_linux zu Gange.

    MSI GeForce RTX 5090 32G Suprim SOC, G5090-32SPS, 32GB GDDR7, HDMI, 3x DP
    https://geizhals.de/msi-geforce-rtx-5090-32g-suprim-soc-a3382007.html?hloc=at&nocookie=1&highlight=370538731637&mtm_kwd=3382007&gcsscid=1

    Nun, diejenigen die gut mit Linux klarkommen würden, verstehen zumeist nur Bahnhof und wollen ein Gerät was einfach läuft. In meinem etwas weiteren Umfeld findet gerade wieder ein Run auf Android Tablets statt.
    Amazon ist ja nur ein Klick weit entfernt.

    Guckt euch doch die Verkaufszahlen dort an.
    Ich hoffe End of 10 hat trotzdem Erfolg!

  4. Uwe

    Ach ja, eine erste kleine Übersicht zu Linux Distros gibt es hier.

    Alles Arbeitstiere, wenig fehleranfällig, rockstabile Debianderivate, gut im Handling und im Alltag. Audio, Video, Surfen, Office, … alles fein!
    :
    Frage eines neugierigen eventuellen Nutzers:
    Aber wie bekomme ich z.B. Cyberpunk 2077, Ghost of Tsushima oder Elden Ring zum funktionieren? Oder meine Freundin, Die Sims?
    :
    Da muss auch ich mit den Schultern zucken.

  5. Kurt

    Ich würde mich freuen, wenn Linux wieder etwas mehr Fahrt aufnimmt am Desktop.
    Ich kann mich nur noch wundern, was Microsoft alles so probiert, um Benutzer zu Windows 11 zu bringen. Zuletzt habe ich da wieder von Bannern gelesen, die den Eindruck erwecken, man muss jetzt umsteigen. Erst ganz unten ist ein Button mit Windows 10 fortsetzen Option…. Auch bastelt Microsoft wieder mal am Startmenü rum. Bin echt froh, nix mehr mit Microsoft machen zu müssen und hoffe, es steigen auch andere auf Linux um, auch wenn es eine Lernkurve gibt.

  6. Stephan

    Nun ja, wir leben halt in einer Weg-Werf-Gesellschaft. Microsoft hat sich dem offenbar verschrieben, die User ständig zu gängeln, sich immer wieder neue PC‘c anzuschaffen, in dem sie Systeme die noch wunderbar funktionieren würden mit Software-Updates zu versorgen einfach kalt stellen. Verdienen sie halt nix. So einfach ist das. Was kümmert es Microsoft zum Thema Nachhaltigkeit?

    Wer trotzdem bei Win10 bleiben möchte, muss halt für die Updates zahlen. Wer es ignoriert, sollte sich aber bewusst machen, das der PC vom System her, nicht Optimal geschützt ist. Ein Virenscanner hilft dann auch nicht mehr.

    In meinem Privaten Umfeld hat sich diesbezüglich zu meinem erstaunen etwas getan. Die Frage nach Alternativen, ergo Linux, rückt ins Rampenlicht. Kommenden Herbst darf ich dann wahrscheinlich zwei oder Drei PC‘ auf Linux umrüsten. Wahrscheinlich wird es dann Debian werden.

    Eine große Welle wird es nicht auslösen, dennoch wird sich so mancher ernsthaft überlegen, ob die Alternative „Linux“ doch in Frage kommt.

    Beste Grüße

  7. Jörg

    Mal ne Frage zum Win 10 Ende.
    Wenn ich, aus irgendwelchen Grüden, gezwungen bin, mein Windows 10 nach dem Supportende, neu zu installieren – Bekomme ich dann wenigstens alle Updates die bis dahin erfolgt sind oder ist das Win 10 dann ein Totalausfall?
    bzw. läuft dann nur im ehemaligen “Auslieferungszustand”?

    Gruß. Jörg

  8. Dietmar Anders

    Würde gern vor Ort helfen. Weiß aber noch nicht wie.
    Bin Rentner und habe eine Windows10 Laptop und einen Linux Laptop.

  9. MK

    @Jörg: Dazu habe ich keine Informationen. Ich gehe davon aus, dass man bei Neuinstallation nach Oktober 2025 alle Updates, die bis dahin veröffentlicht wurden, erhalten wird. Der weitere Support mit Sicherheitsaktualisierungen wird dann nur durch das ESU-Abo funktionieren. Nur Vermutung bislang. Vermutlich wird das nur Microsoft sagen können, wie die das dann machen werden.

  10. “Download the operating system you want to install. Search for Linux distributions for beginners to get some suggestions.”

    Da fängt es schon an, die Leute müssen gesagt bekommen was sie ausprobieren und installieren sollen,so wird das nichts.

  11. Matthias

    Alternativ zu ESU kann man auch https://0patch.com nutzen.
    Ist etwas günstiger.

    Ansonsten kann ich nur jedem Windows-Nutzer empfehlen mit Ventoy einen bootbaren USB-Stick zu erstellen und darauf die ISO-Dateien einiger Linux-Distributionen zu kopieren. Und dann alle im Live-System ausgiebig testen.

    Mit einem aktuellen Linux Mint (Cinnamon) oder Kubuntu mit KDE-Plasma fällt der Umstieg so leicht wie nie zuvor. Optisch extrem nah an Windows. Und unter Linux gibt es praktisch sämtliche Anwendungen, die man bisher unter Windows genutzt hat. Und falls nicht, dann installiert man halt Linux parallel und dreht Windows den Internetzugang ab.

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