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Die Linux-Distribution Fedora steht vor Veränderungen im Bereich Qualitätssicherung. Hintergrund ist der Abgang zahlreicher Mitglieder aus dem internen QA-Team von Red Hat. Einige wechselten zu anderen Abteilungen, etwa in Projekte rund um Künstliche Intelligenz. Dadurch steht nun weniger Personal für klassische Qualitätstests bereit.
Besonders betroffen ist die ARM-Version von Fedora. Noch im Juli kündigte das Fedora QA-Team an, den Umfang der eigenen Aufgaben deutlich reduzieren zu müssen. Eine erste Reaktion war der Vorschlag, bestimmte ARM-Varianten von der Liste der releasekritischen Abbilder zu streichen. Gemeint waren die Fedora Workstation AArch64 sowie KDE AArch64 Spins.
Bei einem Treffen des Fedora Engineering and Steering Committee blieb AArch64 dennoch releasekritisch. Allerdings nur unter der Bedingung, dass Community-Mitglieder die Verantwortung übernehmen. Für Fedora Workstation soll sich Jeremy Linton kümmern. Für KDE AArch64 übernimmt die KDE Special Interest Group. Red Hat selbst stellt dafür keine Ressourcen mehr bereit.
Auch bei der Hardware-Unterstützung wird künftig selektiver geprüft. Statt einer festen Kompatibilitätsliste entscheidet Fedora bei ARM nun je nach Einzelfall, ob ein Fehler blockierend ist. So verfährt man bereits seit längerem im x86_64-Bereich. Ziel ist eine flexiblere und weniger aufwendige QA-Praxis. Mehr dazu hier.
Darüber hinaus plant Fedora weitere Kürzungen bei Testkriterien. Optische Medien wie CDs und DVDs sollen keine Rolle mehr spielen. Auch das Dual-Boot mit Intel-basierten MacBooks ist künftig kein Pflichtbestandteil. Ebenso wird die Unterstützung von BIOS-Systemen ohne UEFI reduziert.
Diese Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Neuorientierung. Mit begrenzten Ressourcen konzentriert sich Fedora auf Bereiche mit hoher Relevanz. Ob Formate wie Fedora IoT noch zeitgemäß sind, wird aktuell ebenfalls diskutiert.


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