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Die EU Kommission versucht erneut, eine eigene Cloudlandschaft zu formen. Nach einem Bericht von Security Insider soll ein neues Programm nun zeigen, dass Europa mehr kann als große Worte. Vier frisch vergebene Verträge markieren den Beginn eines Projekts, das echte digitale Unabhängigkeit schaffen soll.
Im Zentrum steht ein europäischer Standard für Datensouveränität. Die meisten beteiligten Firmen erfüllen bereits die strengere Stufe für digitale Resilienz. Diese Vorgaben verlangen robuste Technik und klare Schutzmechanismen gegen Einflüsse von außen. Ziel ist eine Infrastruktur, die nicht von Lieferketten oder ausländischen Anbietern abhängig ist.
Zwei der ausgewählten Unternehmen gehören zu den bekannten Kräften im europäischen Cloudmarkt. Scaleway aus Frankreich und Stackit aus Deutschland sollen große Teile der neuen Plattform stemmen. Ein dritter Vertrag geht an ein Konsortium aus Luxemburg und Frankreich, das auf Lösungen von Post Telecom, OVHcloud und CleverCloud setzt.
Für Diskussionen sorgt der vierte Vertrag. Er wird von einer Gruppe aus Belgien, Frankreich und Luxemburg getragen, die unter anderem Dienste von Mistral AI und Clarence nutzt. Brisant ist der Einsatz von S3NS, einem Gemeinschaftsprojekt von Thales und Google. Damit bleibt ein globaler Anbieter weiterhin im System vertreten, wenn auch in begrenzter Form.
Trotz dieser offenen Flanke wirkt das neue Vorhaben deutlich stabiler als seinerzeit Gaia X. Die Strukturen sind klarer, die Anforderungen strenger und die Auswahl der Partner transparenter. Perfekt ist das Ergebnis nicht, doch es zeigt eine Richtung, die Europa dringend braucht.
Ob der Einfluss von Google über das Joint Venture zu einem echten Risiko wird, bleibt abzuwarten. Die EU Kommission steht nun in der Pflicht, die Entwicklung eng zu begleiten und bei Bedarf nachzuschärfen. Europa hat eine neue Chance erhalten. Jetzt muss es sie nutzen.


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