Euro Office als neue souveräne Office Suite präsentiert

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In Berlin wurde eine neue Office Lösung vorgestellt, die Europas digitale Unabhängigkeit stärken soll. Euro Office entsteht durch die Zusammenarbeit zahlreicher Unternehmen und Organisationen aus der europäischen Open Source Szene, darunter IONOS, Nextcloud, EuroStack, XWiki, OpenProject, Soverin, Abilian, bTactic und weitere. Die technische Vorschau steht bereits bereit und die stabile Version soll im Sommer folgen.

Die Initiative reagiert auf den wachsenden Wunsch nach souveränen Alternativen zu Office 365 von Microsoft. Viele Organisationen suchen Werkzeuge, die vertraut wirken und dennoch volle Kontrolle über Daten erlauben. Euro Office setzt genau dort an und verspricht hohe Kompatibilität mit gängigen Dokumentformaten. Die Oberfläche orientiert sich an bekannten Arbeitsabläufen und erleichtert so den Umstieg.

Ein zentrales Ziel ist die Unabhängigkeit von ausländischen Anbietern. Die Suite wird offen entwickelt und unter freien Lizenzen veröffentlicht. Dadurch entfällt das Risiko rechtlicher Einschränkungen durch Markenrechte. Die Community kann den Entwicklungsprozess einsehen und aktiv mitgestalten. Das schafft Vertrauen in eine langfristige und stabile Plattform.

Die beteiligten Unternehmen bringen breite Erfahrung aus dem europäischen Technologiebereich ein. Dazu gehören IONOS, Nextcloud, Eurostack, XWiki, Soverin und OpenProject. Sie stellen Ressourcen bereit und rufen weitere Akteure zur Mitarbeit auf. Die Initiative richtet sich an Verwaltungen, Unternehmen und engagierte Nutzer, die offene Standards fördern wollen.

Die technische Vorschau auf GitHub erlaubt erste Tests. Interessierte können Funktionen prüfen und Rückmeldungen geben. So fließt praktisches Feedback direkt in die Entwicklung ein. Euro Office soll damit zu einer Suite heranwachsen, die Europas Anforderungen an Transparenz und Souveränität erfüllt.

9 Kommentare zu „Euro Office als neue souveräne Office Suite präsentiert“

  1. AH

    https://github.com/Euro-Office#euro-office-liberates-the-onlyoffice-code-base

    > Euro-Office is based on the ONLYOFFICE Open Source, an AGPL codebase. This code base is being extensively reviewed and cleaned up, with the goal of making it easy to build and contribute to. Why did we resort to a fork, rather than collaborate? Of course, forking should be a last resort. Unfortunately, open collaboration with ONLYOFFICE was not possible, for a number of reasons:

    Bei den dort genannten Gründen frage ich mich, weshalb die das überhaupt gewählt haben.

    Eigentlich hatte ich schon länger darüber nachgedacht, mir OnlyOffice als mögliche Alternative zu LibreOffice mal anzusehen. Aber nachdem das gelesen habe, lasse ich das besser… 🤔

  2. Horst Schüßler

    Ich bin sehr interessiert

  3. Kiesi

    Habe mehrere OnlyOffice Versionen immer wieder ausprobiert bevor ich final Softmaker Office 2024 einmalig gekauft habe.
    OnlyOffice ist vom Design und der Kompatibilität zu MS-Dateiformaten top. Hat aber einige Einschränkungen, die mich schlussendlich von einer Nutzung abgehalten haben. Hier nur 2 Beispiele aus dem Spreadsheetbereich. Bei Liniendiagrammen lassen sich keine Trendlinien erzeugen. In der Kopf-/Fußzeile lassen sich nur Dateiname eintragen, kein kompletter Dateipfad. Das sind vielleicht nicht die Superkracher, die jeder braucht. Ich aber schon. Wer weiß, was sonst noch alles im Vergleich zu MS-Office & Co. nicht vorhanden ist, was man irgendwann braucht.
    Vielleicht wird für Software aus dem früheren Ostblock bewusst auch etwas Angst geschürt.
    Nutze auch Master PDF Editor aus Russland ohne Probleme. Jedes neue deb-Paket wird vor der Installation bei virustotal.com und jotti.org geprüft. Nie Probleme gehabt. Von daher meinerseits generell keine Vorbehalte gegen Software aus Sowjetland.

  4. tclinux

    Wettbewerb ist immer gut, aber: ein Konglomerat aus so vielen Teilnehmern, kann kaum funktionieren. Viele Köche verderben den Brei. Es gibt genug existierende Suiten, warum also eine „Euro Suite“? Zumal mit dem Zendis, dem Deutschland Stack, Linux+1 zumindest für die Verwaltung schon etwas da ist, was funktioniert. Warum noch etwas von „oben“ kreieren, drüber stülpen mit dem „Euro“ Zusatz?
    Soll das Vertrauen schaffen? Bei mir eher Ablehnung. Das ist am Ende mehr Marketing als Inhalt.

  5. Solux

    Das ist wieder eine typische Idee der Europäischen Union… „Ein eigenes Süppchen kochen“! Vermutlich benötigt die EU nun deshalb auch jedes Jahr 2 Mrd. € mehr von den Ländern… die WIR bezahlen. Über 30.000 Angestellte in Brüssel haben nur Pudding im Kopf! Mit „Weru“ versucht die EU ein Netz zu spannen, zwischen den Anwendern, die Geld per Handynummer versenden möchten – Ach ja… da war ja noch was mit DSGVO… Wieder die Totgeburt eines EU-Projektes. Das ‚altrussiche Office‘ soll nun gerade biegen was Libreoffice mit 2 Mrd. jährlich hätte längst bewältigen können! Über Russland lacht die Sonne, über die EU der Rest der Welt…

  6. Jo Herrmann

    Interessante Entscheidung, Onlyoffice zu forken. Libreoffice bzw. Collabora schiene mir näher zu liegen.

  7. Stickoxyd

    Warum was Neues?
    Anstatt den Open Source Gedanken konsequent weiterzuverfolgen und bestehendes zu Verbessern? Brauchen wir tatsächlich ebnsoviele Officesysteme wie wir Linuxvarianten haben? Wahrscheinlich fließen die 2% Mehrwertsteuererhöhung in dieses Projekt…..

  8. AH

    Hier begründen sie, weshalb weshalb OO gegenüber LO bevorzugt wurde und was sie bei OO gestört hat:

    https://heise.de/-11227544

  9. AH

    Das macht die auch nicht gerade sympathischer:

    ONLYOFFICE flags license violations in “Euro-Office” project by Nextcloud and IONOS

    https://www.onlyoffice.com/blog/2026/03/onlyoffice-flags-license-violations-in-euro-office-project-by-nextcloud-and-ionos

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