EU plant neue Altersnachweis App für mehr Schutz im Netz

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Die EU arbeitet an einer eigenen Lösung für den digitalen Altersnachweis. Die App soll online nur bestätigen, ob jemand eine bestimmte Altersgrenze erreicht hat. Persönliche Daten wie Name oder Adresse bleiben dabei verborgen. Die Technik ist laut Kommission fertig, wird aber noch nicht eingesetzt. Eine Testumgebung steht hier bereit.

Hintergrund ist die wachsende Sorge um Kinder im Netz. Viele Plattformen fördern lange Nutzung und zeigen Inhalte, die junge Nutzer überfordern können. Eltern wünschen sich einerseits grundsätzlich verlässliche Werkzeuge und die Mitgliedstaaten drängen andererseits auf gemeinsame gesetzliche Regeln. Ein spezielles Gremium soll im Sommer Empfehlungen vorlegen.

Die App funktioniert ähnlich wie die früheren Corona Zertifikate. Nutzer verknüpfen sie mit ihrem Ausweis und erhalten einen digitalen Nachweis. Plattformen sehen dann nur ein einfaches Ja oder Nein zur Altersgrenze. Der Code soll vollständig offen sein, damit Fachleute ihn prüfen können.

Mehrere Länder wollen die Technik testen. Frankreich, Dänemark, Griechenland, Italien, Spanien, Zypern und Irland planen eine Integration in ihre digitalen Wallets. Die EU hofft, dass weitere Staaten und große Dienste folgen. Ziel ist eine einheitliche Lösung, die sich leicht in den Alltag einfügt.

Ob die App angenommen wird, bleibt offen. Plattformen müssen sie unterstützen und Bürger müssen ihr vertrauen. Die EU setzt auf Transparenz und Datensparsamkeit. Erst mit breiter Nutzung zeigt sich, ob der Ansatz funktioniert und ob die Technik den gewünschten Schutz bietet.

Ein weiterer Punkt betrifft den Datenschutz. Fachleute diskutieren, ob ein solches System später auch für andere Zwecke genutzt werden könnte. Einige Stimmen befürchten, dass eine technische Infrastruktur für Altersnachweise theoretisch auch zur Auswertung von Surf- und Onlineverhalten dienen könnte. Die Kommission betont zwar, dass keine Nachverfolgung möglich sein soll, doch die Frage bleibt, wie streng diese Grenzen in der Praxis eingehalten werden und ob man nicht im zweiten Schritt die Zügel anziehen könnte. Die technische Möglichkeit wäre dann ja schon mal da. Entscheidend wird sein, ob klare Regeln verhindern, dass die Technik eines Tages für Überwachung oder Kontrolle missbraucht wird.

Ansonsten sei an der Stelle einmal auf Artikel 5 des Grundgesetzes hingewiesen: “Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.”

Es kann also vor Verwendung solcher Apps/Dienste nicht schaden den Verstand zu benutzen ob dieser Weg der richtige Weg ist. Viele Wege führen nach Rom und möglicherweise gäbe es bessere Wege als diesen von der EU Kommission gewünschten Weg.

Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit Canva Magic Media erstellt.

5 Kommentare zu „EU plant neue Altersnachweis App für mehr Schutz im Netz“

  1. Olli

    So ein Haufen. Das ganze ist doch ein Fake vor dem Herrn. Es geht doch nur darum, dass Internet und die Leute zu überwachen, weil die Politiker gemerkt haben, dass das Internet die Plattform ist, wo man die Wahrheit untereinander austauschen kann.
    Sie wollen kontrollieren
    Niemals!!!!
    (Hinweis: Moderiert von MK)

  2. MikeNixda

    Ist das etwas, dass nur zur Freigabe auf Handys funktioniert? Ich kann mir im Moment noch nicht vorstellen, wie man damit alterlimitierte Seiten auf Desktop-Rechnern freischalten kann.

  3. Uwe

    Dieser Kontrollwahn.

    Gehackt in 2 Minuten: Der große Bluff mit der EU-Kontroll-App

    https://www.youtube.com/watch?v=hBfVPiWRGRA

    ..kein Kommentar.

  4. AH

    Der gleiche Mist, wie dass man die Verschlüsse von PET-Flaschen jetzt immer mit Gewalt abreißen muss, um sie vernünftig handhaben zu können.

  5. Sebastião Janßen

    Alles kann gehackt werden. Trotzdem ist eine Altersverifikation wichtig. Die einzige Möglichkeit das keine eigenen Daten mehr unterwegs sind, ist der völlige Rückzug ins private OHNE eigene elektronische Geräte die einen Zugang zum Rest der Welt ermöglichen, so wie wir ihn kennen. Und selbst da bin ich mir nicht sicher. Es gibt ein klare Pflicht Kinder und Jugendliche von Alkohol und Drogen fern zuhalten und sie vor den Folgen zu schützen, bis sie alt genug sind das selbst zu übernehmen. Das sollte auch für jugendgefährdende Inhalte und vor allem böswillige Menschen und Strukturen gelten, die leider zu Hauf im Netz anzutreffen sind.

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