EU OS: Neue Linux-Distribution für den öffentlichen Sektor

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Ein neues Community-Projekt namens „EU OS“ plant eine kostenlose, Fedora-basierte Linux Distribution für Europas Behörden. Das Vorhaben befindet sich jedoch noch in einem sehr frühen Stadium. Bisher gibt es weder eine Testversion noch technische Details – nur eine Idee und erste Dokumentationen.

Geplant ist eine modulare Architektur auf Basis von Fedora Linux und KDE Plasma. Länder, Regionen und Organisationen sollen eigene Anpassungen vornehmen können, während Kernfunktionen wie Nutzerverwaltung und Softwareverteilung einheitlich bleiben. So sollen lokale Bedürfnisse berücksichtigt werden ohne das Gesamtprojekt aus den Augen zu verlieren.

EU OS folgt dem Prinzip „Public Money, Public Code“: Staatlich finanzierte Software soll allen offenstehen, weiterentwickelt und geteilt werden können. Dies könnte Innovationen vorantreiben und durch den Wegfall von Lizenzgebühren auch Unternehmen anlocken. Erste Testläufe mit verschiedenen Hardware-Konfigurationen sind in Planung.

Offizielle Unterstützung seitens der EU gibt es bislang nicht obwohl Name und Logo dies nahelegen könnten. Immerhin wäre eine Plattform verfügbar. Kritiker halten den Namen für irreführend und sehen Verbesserungspotenzial im Design. Auch die Wahl von Fedora als Basis stößt auf Verwunderung, da es von Red Hat (IBM) stammt und keine direkte europäische Verbindung hat.

Ob sich EU OS langfristig etabliert, bleibt abzuwarten. Mehr Informationen gibt es auf der offiziellen Projektseite. Was meint Ihr? Wären Debian oder openSUSE nicht eine besser geeignete Basis, sofern das Projekt ernsthafte Absichten verfolgt?

37 Antworten zu „EU OS: Neue Linux-Distribution für den öffentlichen Sektor“

  1. Anonym

    Gute Idee!
    Warum nicht openSuse als Basis? Das wäre europäisch.

  2. Ponce-De-Leon

    Ich weiß ja nicht, ob fedora da das Richtige für ist. Ich meine, fedora mag ein ordentliches OS sein. Aber wenn man es schon EU OS nennt, dann sollte man wohl auch sehen, dass man da als Basis ein europäisches System hat. Oder zumindest ein freies System; da könnte man sicherlich auch zu Debian greifen.

  3. Jens

    Für ein Projekt wäre Debian wohl die bessere Wahl. Im Unternehmen, wie auch Behörden, ist der Fokus auf Stabilität. Im Projektmanagement möchte man Flexibel sein, was bei openSUSE durch seine Nutzungsbedingungen erschwert würden. Wahrscheinlich war deshalb beim LiMux Projekt Debian die erste Wahl. Die sind zwar dann auf Ubuntu umgestiegen, aber ob München heute noch Ubuntu als Basis verwenden würde, wage ich zu bezweifeln. Aber ich finde es gut, dass Behörden über sich über offene Software Gedanken machen.

  4. Uwe

    Die Welt ist in Deutschland zu Hause!
    Besser es ist, Debian + Trinity, Cinnamon, Budgie oder Gnome zu nutzen!

    …meine Meinung.

  5. Palace4Software

    Also eine Debian Linux Basis fände ich deutlich besser.

  6. Anonym

    Ich könnte mir auch gut eine RHEL Alternative wie AlmaLinux oder RockyLinux als Behörden Linux vorstellen. Da hier direkt viele Enterprise Funktionen mit integriert sind.

  7. Werner

    bei der Entscheidung für Fedora ahne ich Lobbyarbeit. ein Schelm wer Böses dabei denkt

  8. Kiesi

    Was ist mit EuroLinux aus Polen?
    Ist zumindestens schonmal ein Ansatz und lässt den europäischen Gedanken erkennen.
    Die Distribution ist für Unternehmen gedacht, kann aber lizenzfrei von jedem ohne Support genutzt werden.

  9. Alpha

    DLD als Basis wäre dann wohl am konsequentesten Deutsch

  10. Lars

    Ein EuroLinux sollte besser ausschließlich aus Europa sein, auch die Sicherheit sollte rein europäisch sein.
    Ob nun der Name EU OS oder EuroLinux heißen soll ist dabei gleichgültig, auch vom Aufbau ist es nicht wichtig, wer es nun von den 3 Linuxen, RedHat, SuSe oder Debian, sein soll.
    Wichtig ist vorallem, daß es resourcenschonend, sicher gegen Spionage und komfortabel ist.

    Lars

  11. Technixmixer

    EU OS klingt sehr nach EU und nicht nach U.S.A. Da es offenkundig ein modulares System werden soll, warum nimmt man dann nicht als Grundlage den bald erscheinenden openSUSE Leap 16 oder eine der beiden openSUSE Micro OS Versionen?
    ich bezweifle, dass die Aktualität der Software bei der Auswahl der Grundlage der Stabilität vorgezogen wurde. Andernfalls kann man schon jetzt sagen, dass das Projekt floppen wird.

  12. Klaus

    Ich schließ mich der Mehrheit an. Fedora hat eine sehr kurze security maintenanc. Im Hinterkopf steckt mir immer noch der Wechsel von Redhat zu einer firmengebundenen Bezahltversion und die Probleme aller daraus entstandenen Distros. Debianbasiert wäre in meinen Augen die bessere Lösung … und davon gibt es viel brauchbare Ableger, die in Europa entwickelt werden.

  13. Anonym

    ich finde man sollte europäisches Betriebssystem nehmen, OpenSuse finde ich für richtig und selbstverständlich mit KDE

  14. Tino

    Eine sehr gute Entscheidung, sich für Fedora zu entscheiden, insbesondere aus Sicherheitsgründen. Das könnte auch der Grund sein, warum man sich für Fedora entschieden hat. Da es durch SELinux und moderne Technologien eher stärkere Sicherheitsfunktionen hat.

  15. Florian Reichl

    Debian, einfach weil KEIN einzelnes Unternehmen dahinter steht.

    Gleichzeitig ist Debian so gut, dass es die Basis für viele Distributionen von technisch kompetenten Unternehmen ist:

    Google arbeitet intern mit gLinux basierend auf Debian.
    Raspberry Pi Computer nutzen Raspbian, welches von Debian abstammt.
    Ubuntu ist sehr weit verbreitet und stammt von Debian ab.
    Nvidia und AMD entwickeln ihre KI-Beschleuniger Software zuerst für Ubuntu, was ja auf Debian basiert.

    Für Fedora spricht in meinen Augen eigentlich nur, dass Behörden ihre Verantwortung bei Unternehmen gegen Bezahlung abgeben können.

  16. Andre

    hmm, dld ist vor 25 Jahren von Red Hat geschluckt worden und die Polen nutzen Red Hat.

  17. Alfred

    hauptsache, es wird mal wieder Steuergeld verbrannt.

  18. Joe2

    >>DLD als Basis wäre dann wohl am
    >> konsequentesten Deutsch

    Lustig, ich hatte mir die letzte CD vom Ende der Neunziger aufgehoben.

    Aber im Ernst. eine DB-basierende wäre die beste Lösung, schaue ich mir die Unterstützung auf Github an. Auch Plama setzt darauf. Außerdem ist der Weiterbetrieb von Fedora nicht gesichert. Für Red Hat sprechen lediglich eigene Cluster-Lösungen.

  19. Manfred

    Ich habe jahrelang in einer Bundesoberbehörde an IT Projekten gearbeitet. Dort setzten wir ca. 200 Linux-Server mit dem OS Debian ein. Die Server liefen teilweise auf VMWare und testweise auf KVM als Virtualisierungsplattformen. Der Anwendungsbereich erstreckte sich vornehmlich in der Modellierung von komplexen Systemen wie z.B. Meteorologie und Ozeanographie. Ich würde aus Erfahrung immer Debian als Ausgangsbasis für eigene Anpassungen empfehlen.

  20. AH

    Gegen Fedora spricht für mich abgesehen von der US-Basis auch, was Redhat mit CentOS über die Köpfe aller Nutzer hinweg gemacht hat und auch andere vergleichbare Aktionen: Eine stabile Basis stelle ich mir anders vor.

    Auch bei Suse ist momentan viel in Bewegung und es gab auch einige nutzerunfreundliche Entscheidungen (mir fällt nur gerade nichts konkretes ein), so das mir auch das zu unsicher erscheint.

    Debian wäre deshalb auch meine Empfehlung.

    Aber auch KDE halte ich für fragwürdig: Wenn ich von merkwürdigen GUI-Problemen lese (z. B. LibreOffice öffnet sich nur in einem winzigen Fenster und lässt sich nicht größer ziehen), wird KDE genutzt: Egal ob Ubuntu, Arch, oder sonst eine Distribution: KDE ist immer der gemeinsame Nenner.

    Das Projekt erscheint mir auch generell ziemlich unausgegoren: Es würde mich überraschen, sollte es sich nicht als Totgeburt herausstellen.

  21. Matthias

    erstmal: gute Idee! Die Chinesen machen das ja auch. Ich hätte da aber auch eher Debian als Basis gesehen

  22. Peter

    Was hat Gates vor vielen Jahren zu Linux gesagt? “Linux ist ein Krebsgeschwür”. Jetzt kann man das von Windows mit gutem Gewissen behaupten.

  23. Anonym

    bitte was? fedora? warum greift man nicht gleich auch noch auf eine europäische distro zurück, z.b. debian oder wenn man es rpm-basiert haben möchte eben opensuse?
    sehe ich aber als entwicklung in die richtige richtung

  24. Anonym

    Im Sinne der digitalen Souveränität eine gute Initiative. Und wir haben bereits gute europäische/deutsche Distributionen, die aber allesamt am selben Problem leiden. Die “Betreiber” sind alle samt zu klein um den Support und das Hosting von Cloud-Diensten inkl. der dazugehörigen Sicherheitskonzeptionen/-mechanismen zu für die Bundes-/Landesbehörden zu stemmen. Da sind wir noch lange nicht bei dem Volumen der IT-Infrastruktur europäischer Behörden. Also nicht noch mehr ist hier gut sondern endlich mehr richtig große Unternehmen, die Netzwerke mir mehreren hundertausen/millionen Arbeitsplätzen betreuen können, um einen möglichst hohen Grad der digitalen Integration von Arbeitsabläufen zu erzielen.

  25. Grorud54

    Fedora ist doch ein top Linux, ich benutze das schon jahren, kann ich es nur empfehlen

  26. Kopp

    Gerade in Deutschland wo noch Rechner mit Windows 7 laufen, besonders auf Intensivstationen und Kritischen Systemen, sollte das mal langsam ein Thema werden um den “Internet ist Neuland” Stau zu beseitigen. Keine Ahnung wie es in anderen Ländern aussieht aber die Situation in Deutschland ist erbärmlich… wird also langsam höchste Eisenbahn bevor die Bundesregierung wieder rumjammert dass die bösen bösen russischen Grundschüler uns mal wieder hacken.

  27. Mike Körber

    Das Euro Linux aus Polen ist laut Distrowatch eingestellt worden ,letzte Version bekommt noch bis Juni 2032 Updates so wie ich es interpretiere. und hat ca 350€ gekostet. Die vorletzte Version hat noch eine Laufzeit bis 2029.
    Fedora finde ich nicht spannend, jedesmal wenn ich sie installiert hatte blieb die distro hängen und fror ein.
    Wäre es nicht besser Programme zu entwickeln die einen Europäischen Standard entsprechen,den Ämtern sowie Bürgern das bearbeiten von Anträgen,Dokumenten erleichtern sollte. Und wer sagt uns denn am Ende das da nicht ein paar Hintertüren eingebaut sind. Bei Programmen /Software sollte man ja selbst entscheiden. Denke da nur xz Problem oder anderen kleinen Schelmereien .

  28. AH

    @Peter: Das war nicht Gates sondern Ballmer:

    https://www.theregister.com/2001/06/02/ballmer_linux_is_a_cancer/

    Gates ist ruhig, Ballmer vom Typ her wie Trump.

  29. Olaf

    Ich warte schon lange darauf, dass Windoofs auf Firmen und Behördenrechnern durch eine Linuxdistribution ersetzt wird. Schon alleine wegen der Lizenzgebühren und der Abhängigkeit von den USA.

  30. Ehem. IBM Consultant

    Das SELinux wird von der NSA entwickelt, haben sich die Entscheider von EU OS den Quellcode angesehen und können verifizieren, dass darin keine Backdoors existieren? Selbst “Fehler” wie bei OpenSSL könnten dies bedeuten. Will man sicherstellen ein eigenes EU Betriebssystem zu schaffen, dann muss man beim Kernel anfangen. Aber es geht noch weiter: Wie kann sichergestellt werden, dass in US Produkten keine Hardware-Trojaner verbaut sind? Die Produktion sicherheitskritischer Teile und Software muss daher in der EU erfolgen, gerne als Open Source Projekt, aber unter der Kontrolle der EU.

  31. Tino

    @Ehem. IBM Consultant SELinux ist ein Open-Source-Projekt. Der Quellcode ist öffentlich zugänglich, was bedeutet, dass er von unabhängigen Experten und Organisationen überprüft werden kann. Es gibt auch eine aktive Community, die den Code regelmäßig prüft.

  32. Henrik Pantle

    Notwendig ist eine gesamteuropäische Initiative. Im Blick auf die Trump-USA-Regierung scheinen mir die technischen Bemerkungen allesamt sehr berücksichtigungswürdig.
    Warum werden Behörden z.B. in München, Schwäbisch Hall https://www.schwaebischhall.de/de/rathaus-service/aktuelles-presse/aktuelles/presse-aktuell/2455/it-struktur-die-zukunft-ist-open-source und in Schleswig Holstein https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/themen/digitalisierung/linux-plus1/Projekt nicht offiziel unterstützt?!

    Und warum sollte die EU nicht ein wenig Geld in die Hand nehmen und ein EurOS aus der Taufe heben? Nicht langwierig wie sonst technische EU Projekte, sondern als Initiative und dann gesamteuropäisch, über die EU hinaus. Und schnell.

  33. Anonym

    Die EU tickt nicht richtig, ausgerechnet Fedora. Wo bleibt die Unabhängigkeit von den USA?

  34. Christian

    Entwarnung bezüglich der Distribution:

    die faq erhellen,warum Fedora zum Start gewählt wurde, und dass die Wahl nicht in Stein gemeißelt ist …

  35. Hoehenflieger

    Bisher folgte das Konzept eines von MS/Windows weggehenden Betriebssystems vor allem der Vorstellung, dass das OS ein “besseres” OS sein soll, als Windows in allen Varianten.

    Tatsächlich ist Windows inzwischen ein technisches Fossil und ganz bestimmt nicht eine Perspektive für ein zukünftiges OS. Linux wurde in der Absicht geboren, Windows zu übertreffen. Nur was heißt “übertreffen”? Dem Geist nach ist es ein OS, das vor allem technisch affine begeistert, aber ganz bestimmt nicht ein OS, das für den “Normalnutzer” gedacht wurde. Genau deshalb dümpelt es ja auch auf niedrigen Nutzerzahlen dahin. Im Gegensatz zu Android.

    Android ist ein verhältnismäßig auch für Normalnutzer gut einstellbares OS mit einer Nutzerphilosophie, die vor allem auf leichte und intuitive Nutzung abzielt.
    Inzwischen kennt praktisch fast jeder Nutzer von digitalen Geräten Android aus eigener Anschauung und mehr oder minder großer Benutzungstiefe. Was bisher fehlte, war eine Variante, die problemlos auf PCs läuft, oder besser noch, gleich auf allen denkbaren Prozessorplattformen.

    Unbemerkt von der öffentlichen Wahrnehmung hat sich schon seit längerem ein OS etabliert, das anders daher kommt: ChromeOS. Also Debian Linux mit Aufsatz Android. Nur eben wieder mit der Zwangskohabitation zu Google/USA.

    Inzwischen laufen relevante Distributionen wie Debian mit Waydroid als praktikable Desktoplösung. Und öffnen deshalb problemlos den Weg zu einer offenen, EU-konformen Lösung mit grafischer Oberfläche via Android.

    Die meister Anwendungen, die auch im normalen Nutzeralltag benötigt werden, gibt es als Android-Version. Darüber hinaus gehen alle relevanten Apps auch unter Linux. Die Aufgabe ist es, dafür Stores zu schaffen, die sowohl Android- als auch Linux-konforme Apps bereit stellt, die problemlos wie bei den inzwischen etablierten Stores abgerufen werden können. Simpelst!

    Dieses “EU-OS” muss anders organisiert werden, wie die derzeit üblichen privatwirtschaftlichen Softwareangebote. Ein OS ist ein Grundversorgungselement der öffentlichen Vorsorge und muss auch so behandelt werden, wie Strom und Wasser usw.. Helfen kann ein auf Subsidiarität aufgebautes öffentlich und privat initiiertes System, das vor allem Leistungen in Form von “genossenschaftlich” organisierten Teilnehmern erbracht wird.
    Darüber hinaus braucht es eine Verwertungsgesellschaft, die die Leistungen der Teilnehmer entsprechend verwaltet und honoriert.

    Und es muss vor allem von Anfang an europäisch organisiert werden. Kleinstaaterei auf Länderebene funktionieren bei solchen Projekten nicht mehr.
    Der Anfang wäre eine “Stiftung des europäischen Rechts”. das die grundsätzlichen Linien organisiert und überwacht.

    Konzentration auf eine gut ausgebaute und massiv von allen Mitwirkenden getragene Digitale Europäische Software-Initiative ist das Gebot in der aktuellen Situation, anstatt endlose Fraktionierung in wenig erfolgreiche Forks eines am Ende immer gleichen Betriebssystems.

  36. Hoehenflieger

    Nachtrag zu vorher Beschriebenem:

    (Frage an Lumo von Proton)

    “Ja – die aktuelle Fedora‑Version (Stand Jan 2026 ist das stabile Release Fedora 41) enthält Waydroid bereits im offiziellen Paket‑Repository.

    In den Fedora‑Paketen gibt es einen Eintrag waydroid‑1.5.x‑2.fc41, der über dnf installiert werden kann (waydro.id).
    Die Paket‑Seite zeigt, dass Waydroid seit Fedora 41 als reguläres Paket bereitsteht (reddit.com).

    Kurz zur Installation

    sudo dnf install waydroid
    # danach initialisieren
    sudo waydroid init
    # und starten
    waydroid session start

    Damit lässt sich Android in einem Container auf einem Fedora‑System ausführen. Wenn man noch neueres Release (z. B. Fedora 42) nutzt, wird Waydroid voraussichtlich ebenfalls im Repository verfügbar sein – einfach die Paketliste unter https://packages.fedoraproject.org/pkgs/waydroid/waydroid/prüfen.”

    Damit ist Fedora als Basissystem für den Betrieb eines auf AOSP ausgelegten Betriebssystem geeignet.

    Es ist eigentlich alles da, es muss nur neu zusammen gesteckt werden.
    Hauptmaxime: Benutzerfreundlich!

  37. Hoehenflieger

    2. Nachtrag (Anwort auf die Frage an Lumo von Proton):

    “Waydroid ersetzt nicht Fedora. Fedora bleibt das eigentliche Host‑Betriebssystem und läuft im Hintergrund weiter, während Waydroid in einem eigenen Linux‑Container ein Android‑System bereitstellt.
    Wie das funktioniert

    Host‑OS (Fedora)
    Fedora bleibt das aktive Betriebssystem, verwaltet Hardware, Netzwerk, Dateisystem usw.
    Alle normalen Programme, Dienste und dein Desktop‑Umfeld laufen wie gewohnt.

    Waydroid‑Container
    Waydroid startet einen Linux‑Namespace‑basierten Container, in dem ein kompletter Android‑Benutzer‑Space läuft.
    Der Container nutzt denselben Kernel wie Fedora, bekommt aber eine eigene Sicht auf Ressourcen (Dateisystem‑Root, Netzwerk‑Stack, cgroups usw.).
    Android‑Apps werden innerhalb dieses Containers ausgeführt, erscheinen aber im Fedora‑Desktop (z. B. über ein eigenes Fenster oder im Anwendungsmenü).

    Wechsel zwischen den Welten
    Man kann jederzeit zu dem regulären Fedora‑Desktop zurückkehren, weil Fedora weiterhin aktiv ist.
    Waydroid kann gestartet, gestoppt oder pausiert werden, ohne das Host‑System zu beeinflussen.

    Was das bedeutet:

    Keine Unterbrechung von Fedora‑Diensten: Terminal, deine Dateien, laufende Server‑ oder Entwicklungsprozesse bleiben unverändert aktiv.
    Ressourcen‑Sharing: Android‑Apps teilen sich CPU, RAM und GPU mit Fedora. Wenn man viele ressourcenintensive Apps nutzt, kann das natürlich die Gesamtleistung des Systems beeinflussen – aber das liegt an der gemeinsamen Nutzung, nicht daran, dass Fedora „im Hintergrund“ läuft.
    Einfaches Starten/Stoppen: Mit Befehlen wie waydroid session start bzw. waydroid session stop kannst man den Android‑Container nach Bedarf ein- oder ausschalten, während Fedora weiterläuft.

    Fazit

    Waydroid ist ein Zusatz‑Layer, kein Ersatz‑OS. Fedora bleibt das zugrunde liegende System und arbeitet im Hintergrund weiter, während Android‑Anwendungen in ihrem eigenen Container ausgeführt werden. So bekommst man das Beste aus beiden Welten: die Stabilität und Flexibilität von Fedora plus die Mobil‑App‑Kompatibilität von Android.”

    Mit dieser Systemkonstellation stößt man das Fenster auf für eine umfassende Gebrauchsfähigkeit, die heutige Systemschranken weit öffnet und kann gleichzeitig alle Systemkomponenten, die Linux ohnehin enthält (im Gegensatz zu AOSP alleine), systemweit nutzen.

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