End of 10: Linux Mint oder LMDE?

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Linux Mint gehört seit Jahren zu den beliebtesten Desktop Distributionen im Linux Universum. Doch neben der bekannten Ubuntu Variante gibt es mit LMDE (Linux Mint Debian Edition) eine Alternative, die etwas im Schatten steht, aber viele interessante Vorteile bietet. Beide Systeme stammen vom selben Entwicklerteam und sehen auf den ersten Blick fast identisch aus. Der Unterschied liegt im Fundament.


Während Linux Mint auf Ubuntu LTS aufbaut, nutzt LMDE Debian Stable als Grundlage. Damit verfolgt das Projekt das Ziel, Linux Mint unabhängiger von Ubuntu zu machen und trotzdem die gewohnte Benutzererfahrung zu erhalten. In der Praxis bedeutet das, dass LMDE etwas konservativer, stabiler und ressourcenschonender arbeitet, während die Ubuntu Version regelmäßig aktualisiert wird und eine breitere Unterstützung für neue Hardware bietet.

Auch bei der Softwareverwaltung zeigen sich Unterschiede. Beide Systeme verwenden APT, doch nur Linux Mint hat Zugriff auf Ubuntu Pakete und PPAs. Bei LMDE stammen die Updates direkt aus den Debian Quellen, was für Stabilität sorgt, aber oft etwas ältere Paketversionen mit sich bringt.


Für den Alltag ist Linux Mint ideal für Einsteiger oder Umsteiger von Windows, die ein sofort nutzbares System mit viel Komfort suchen. LMDE richtet sich eher an erfahrene Nutzer, die ein zuverlässiges und schlankes System bevorzugen, das unabhängig von Ubuntu funktioniert.

Am Ende bieten beide Varianten das vertraute Mint Erlebnis, unterscheiden sich aber in ihrer Philosophie. Wer auf Einfachheit, Aktualität und eine große Community Wert legt, bleibt bei Linux Mint. Wer Stabilität, Unabhängigkeit und Effizienz bevorzugt, findet in LMDE eine überzeugende Alternative.

5 Antworten zu „End of 10: Linux Mint oder LMDE?“

  1. Onkel Linux

    Für mich kommt nur LMDE in die engere Auswahl. Alles was auf Ubuntu aufbaut führt in eine Sackgasse. Freiwillig lasse ich mir nicht mehr die Freheit nehmen. Veraltete Pakete sind nur vermeidlich ein Nachteil. Nur bei Sicherheitsproblemen sollte zeitnah ein Update eingespielt werden. Auch dafür gibt es bei Debian einen Weg.

  2. Uwe

    Vielen Dank für das Video.
    Linux Mint versus LMDebian , eigentlich eine “Gefühlssache” meine ich.
    Ich für meinen Teil habe mich schon längst für LMDE entschieden, weil ich nicht ständig die neuste Version von der Nutzersoftware brauche.
    Funktionieren muß die Kiste! Deshalb. Lieber Stable und kein Stress.
    Auch Containerformate lehne ich entschieden ab, weil ich mir die Platte nicht mit gb großen Datenschrott (den ich garnicht brauche) zumüllen will.

    Darum also LMDE plus den Repositorys von den Programmierern.
    So und nicht anders.
    Ausser im Notfall, Icons z.B. !
    Da installiere ich einzelne Programmdateien mit gdebi.
    Mehr brauche ich nicht. Einziges Manko bei der Installation von LMDE (ein User hier im Forum wies schon darauf hin) ist die Nachfrage des Installationsortes für Grub (sda) . Das könnte Neulinge verunsichern.

    LMDE, meine Wahl. 👍

  3. Max

    Linux Mint ist auf Ubuntu-LTS basiert, deswegen der Unterschied der Software zwischen Mint und LMDE nicht so groß ist.
    Dazu ist Flatpack in beiden Versionen auch gut unterstützt, falls etwas neues braucht man.

  4. Andre

    Sehr interessanter Beitrag. Jetzt weiß ich, wie ich das besser einordnen kann.

  5. tuxfanmatze

    Danke für deinen Beitrag. du hast die Unterschiede sehr gut erklärt. Im Moment bleibe ich noch bei Mint, weil man dort z.B. PPAs einsetzen kann und die HWE Kernels hat. Aber parallel habe ich schon eine LMDE in einer weiteren Partition mit installiert, was ich zur Beobachtung mitlaufen lasse. Außerdem habe ich bei github das deb-get Programm gefunden, mit dem sich auch aktuelle Software unter Debian installieren lässt und welches auch eine Update Verwaltung hat. ich finde es sehr gut, dass das Mint Team parallel auch eine LMDE Version für alle Fälle parallel mit entwickelt.

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