![]()
Microsofts quelloffene Dokumentendatenbank DocumentDB basiert auf PostgreSQL und ist vollständig kompatibel mit MongoDB. Nun wurde das Projekt der Linux Foundation übergeben, um eine unabhängige Weiterentwicklung sicherzustellen. Dieser Schritt soll der Community eine stabile und offene Grundlage bieten, frei von kommerzieller Kontrolle.
DocumentDB wurde Anfang des Jahres unter einer freien Lizenz veröffentlicht und hat sich schnell zu einem der vielversprechendsten Projekte im Datenbankbereich entwickelt. Nahezu zweitausend Sterne auf GitHub und eine stetig wachsende Entwicklergemeinschaft zeigen das große Interesse. Ursprünglich als Sammlung von PostgreSQL Erweiterungen gestartet, ist DocumentDB heute eine vollwertige Lösung für dokumentenbasierte Daten.
Im Zentrum steht dabei die Freiheit der Entwickler. Sie können zwischen einem klassischen PostgreSQL Ansatz mit erweitertem JSON Support oder einer MongoDB ähnlichen Schnittstelle wählen. Microsoft betont, dass vollständige Kompatibilität mit MongoDB Treibern gewährleistet ist.
Die Implementierung ist bewusst einfach gehalten. Die Datenbank ist in weniger als einer Minute einsatzbereit, Beiträge zum Projekt sind ebenfalls unkompliziert möglich. Dieser niedrigschwellige Zugang soll zur aktiven Mitgestaltung einladen und die Verbreitung weiter fördern.
Mit dem Beitritt zur Linux Foundation erhält DocumentDB eine neutrale Heimat. Ein technisches Steuerungsgremium wird über Ausrichtung und Entwicklungsziele entscheiden. Gleichzeitig sorgt ein Kreis an verantwortlichen Betreuern für gleichbleibende Qualität und nachhaltige Weiterentwicklung.
Mehrere Unternehmen, darunter Anbieter von Managed Services und Mitglieder der PostgreSQL Community, haben bereits Interesse an einer Beteiligung bekundet. Durch die offene Struktur können künftig verschiedenste Anbieter an der Zukunft von DocumentDB mitwirken, ohne auf eine proprietäre Lösung angewiesen zu sein.


Schreibe einen Kommentar