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Das Linux Projekt erhält erstmals einen klar geregelten Plan für den Fall, dass Linus Torvalds oder zentrale Maintainer ihre Aufgaben nicht mehr ausführen können. Das “Linux Kernel Project Continuity” Dokument beschreibt nun, wie die Weiterführung des Kernel Repositories organisiert wird und wer im Ernstfall Verantwortung übernimmt.
Sollte die Arbeit am torvalds/linux.git Hauptrepository ins Stocken geraten, muss innerhalb von 72 Stunden eine verantwortliche Person handeln. Diese Rolle übernimmt entweder der Organisator des letzten Maintainer Treffens oder der Vorsitzende des technischen Beirats der Linux Foundation (Technical Advisory Board). Beide sollen schnell ein geeignetes Team zusammenrufen und die nächsten Schritte abstimmen.
Zu diesem Kreis gehören die Teilnehmenden des letzten Summits sowie Mitglieder des Beirats. Falls ein Treffen länger als 15 Monate zurückliegt, entscheidet der Beirat über die Einladungen. Bei Bedarf können weitere Maintainer hinzukommen, wenn spezielles Fachwissen nötig ist. Das Ziel bleibt eine stabile Verwaltung des zentralen Kernel Baums im Sinne der Gemeinschaft.
Nach der ersten Beratung hat die Gruppe zwei Wochen Zeit, um die Community über den Stand zu informieren. Die Richtlinie entstand nach dem Maintainer Summit 2025 in Tokio und wurde von Dan Williams ausgearbeitet, der seit Jahren am Kernel mitarbeitet.
Viele sehen Greg Kroah Hartman als möglichen Nachfolger für die Leitung des Projekts. Bemerkenswert ist vor allem, dass dies der erste formelle Nachfolgeplan in der langen Geschichte des Kernels ist. Linus Torvalds bestätigte die Regelung persönlich mit seiner Unterschrift.


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