Debian 13 Trixie ist veröffentlicht – Mein erster Eindruck im Test!

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Mit Debian 13 „Trixie“ liefert das Debian-Projekt eine gewohnt solide Weiterentwicklung seiner populären Linux-Distribution. Wie von einem Stable-Release zu erwarten, stehen nicht spektakuläre Neuerungen im Vordergrund, sondern vielmehr ein zuverlässiges System, das durch Stabilität, saubere Integration und Aktualität innerhalb des Debian-Kosmos überzeugt.

Für diesen Test kam die KDE-Variante mit KDE Plasma 6.3 zum Einsatz. Die Desktop-Umgebung läuft flüssig, wirkt aufgeräumt und ist systemweit stabil. Auffällige Fehler oder unerwartetes Verhalten traten im Alltagstest nicht auf. Das System macht insgesamt einen sehr ausgereiften Eindruck ohne sich dabei in den Vordergrund zu drängen. Genau das erwartet man von einem Debian Stable, und genau das liefert „Trixie“.

Im Hintergrund arbeitet der Linux Kernel 6.12, der eine moderne Hardwareunterstützung mitbringt und für ein stabiles Grundsystem sorgt. Bei den Anwendungen fällt die Aktualität positiv auf: LibreOffice 25, GIMP 3.0.4, Python 3.13, PHP 8.4 und Perl 5.40 sind in aktuellen Versionen enthalten, ohne sich zu weit vom Upstream-Stand entfernt zu haben. Wer ein konservatives, aber dennoch aktuelles Linux-System sucht, wird hier gut bedient.

Neben dem Desktop-Einsatz eignet sich Debian 13 auch für Server und Cloud-Umgebungen. Debian 13 „Trixie“ unterstützt eine breite Auswahl an Hardware-Architekturen was den Einsatz auf klassischen PCs ebenso wie auf Servern, Workstations und Embedded-Systemen ermöglicht.

Folgende Architekturen werden von Debian 13 Trixie offiziell unterstützt:

  • 64-Bit PC (amd64)
  • 64-Bit ARM (arm64)
  • ARM EABI (armel)
  • ARMv7 (EABI hard-float ABI, armhf)
  • 64-Bit Little-Endian PowerPC (ppc64el)
  • 64-Bit Little-Endian RISC-V (riscv64)
  • IBM System z (s390x)

Dem geschulten Auge fällt auf, dass Debian 13 die Unterstützung für klassische 32-bit Hardware eingestellt hat.

Offizielle Abbilder für AWS, Azure, OpenStack und generische VMs stehen bereit. Die Distribution lässt sich damit unkompliziert in moderne Infrastruktur integrieren.

Ein direktes Upgrade von Debian 12 empfiehlt sich meiner Erfahrung nach auf dem Desktop frühestens ab dem zweiten Point-Release, auf Servern besser ab dem dritten, sobald sich auch in produktionsnahen Umgebungen die Lage als absolut stabil erwiesen hat. Bis dahin ist ein ausgiebiger Test in einer praxisnahen Testumgebung sinnvoll.

Insgesamt zeigt sich Debian 13 als gelungene Weiterentwicklung, die nicht durch große Veränderungen auffällt, sondern durch das, was Debian ausmacht: Verlässlichkeit, Klarheit und eine starke Gemeinschaft im Hintergrund.

12 Kommentare zu „Debian 13 Trixie ist veröffentlicht – Mein erster Eindruck im Test!“

  1. AH

    Dazu habe ich gerade das gelesen:

    https://9to5linux.com/debian-13-trixie-is-now-available-for-download-heres-whats-new

    Es endet mit “Upgrading from Debian 12 “Bookworm” to Debian 13 “Trixie” is also possible and *rather easy* by following the official upgrade instructions .”:

    https://www.debian.org/releases/trixie/release-notes/upgrading.en.html

    Was ist daran “ziemlich einfach”?

    Interessant aber:

    “The upgrade process itself does not modify anything in the /home directory. However, some applications (e.g. parts of the Mozilla suite, and the GNOME and KDE desktop environments) are known to overwrite existing user settings with new defaults when a new version of the application is first started by a user.”

    Mozilla, GNOME und KDE stehen aus div. Gründen schon lange auf meiner “schwarzen Liste”, was sich wieder einmal bestätigt hat.

  2. Anonym

    Ich habe mir sowohl Cinnamon, als auch KDE als Live System herunter geladen.
    Während das Cinnamon Live System nicht über den Startbildschirm hinaus anwendbar war, konnte ich wenigstens KDE zum laufen bekommen – als ich aber dann auf “installieren” ging, kam von Debian 13 nur die lapidare Meldung, ich sollte ein Installationsmedium (CD/DVD) einlegen. Mein USB Stick wurde als Installationsmedium gar nicht akzeptiert! Die Installationsroutine blieb einfach stehen und ich konnte meinen PC nur noch mit dem “AUS” Knopf ausschalten und neu starten.
    Da ist doch eindeutig noch nicht alles in trockenen Tüchern. Ich werde also noch warten, bis Debian 13 soweit ist, das man es auch nutzen kann. Bis jetzt ging (zumindestens bei mir) gar nichts.
    KDE konnte ich im Live Modus ausprobieren – ließ sich aber nicht installieren.
    Cinnamon verweigerte schon das ausprobieren als Live-System. Es erschien lediglich eine nichtssagende Fehlermeldung, das irgendein Gerät nicht gefunden wurde. Aber Welches und/oder irgend welche, weiter führende Informationen – FEHLANZEIGE!
    Um meinen PC als Fehlerquelle auszuschließen, habe ich das ganze Prozedere mit Debian 12.11 (Cinnamon Live Version) wiederholt. Hier gab es überhaupt keine Probleme. Was für mich eindeutig den Schluß darlegt – Debian 13 ist doch (noch) nicht so toll, wie es angepriesen wurde.

  3. Uwe

    Debian 13-Trixi :
    ———–
    uwe@intel:~$ inxi -F
    System:
    Host: intel Kernel: 6.12.38+deb13-amd64 arch: x86_64 bits: 64
    Desktop: LXDE v: 0.11.1 Distro: Debian GNU/Linux 13 (trixie)
    Machine:
    Type: Desktop Mobo: ASRock model: A320M-DVS R4.0
    serial: UEFI: American Megatrends v: P4.00
    date: 07/16/2020
    CPU:
    Info: quad core model: AMD Athlon X4 950 bits: 64 type: MCP cache: L2: 2 MiB
    Speed (MHz): avg: 1400 min/max: 1400/3500 cores: 1: 1400 2: 1400 3: 1400
    4: 1400
    Graphics:
    Device-1: NVIDIA GM107 [GeForce GTX 750 Ti] driver: nouveau v: kernel …..
    ———-
    Läuft auf diesem Test PC-system erstaunlich flott, aber ich musste sämtliche für mich wichtigen Anwendungen wieder einmal nach installieren.
    Nicht mal hardinfo2, baobab, gdebi oder gparted ist in der
    Liveversion (debian-live-13.0.0-amd64-lxde.iso) mit drin .
    Auch von Brasero oder einem USB-ISO tool war nicht zu finden.
    Und auch etliche Themes fehlen!

    Da kann man ja direkt froh sein, das synaptic noch da ist!

    Liebe Debian-Macher, das habe ich früher in anderen Debian-Versionen schon weit besser gesehen. Und dafür eine fast 3.5GB große ISO? Was macht die so fett?

    So nun will ich mir entlich das Video von Dir anschauen, werter MK!

  4. Uwe

    Einem Windows 10 Umsteiger hätte ich definitiv Debian mit Cinnamon gezeigt und angeboten, statt dem umständlichen KDE. Ich hätte auch zumindest
    das “Linux-Mint-Debian” erwähnt. Denn das kommt ja nun, was mich freut, auch bald.

  5. Uwe

    @Uwe
    10. August 2025
    Habe hier noch zusätzlich als 2. GUI Cinnamon installiert.
    Funzt!
    ———-
    uwe@intel:~$ inxi -F
    System:
    Host: intel Kernel: 6.12.38+deb13-amd64 arch: x86_64 bits: 64
    Desktop: Cinnamon v: 6.4.10 Distro: Debian GNU/Linux 13 (trixie)
    Machine:
    Type: Desktop Mobo: ASRock model: A320M-DVS R4.0
    serial: UEFI: American Megatrends v: P4.00
    date: 07/16/2020
    CPU:
    Info: quad core model: AMD Athlon X4 950 bits: 64 type: MCP cache: L2: 2 MiB
    Speed (MHz): avg: 3500 min/max: 1400/3500 cores: 1: 3500 2: 3500 3: 3500
    4: 3500
    Graphics:
    Device-1: NVIDIA GM107 [GeForce GTX 750 Ti] driver: nouveau v: kernel
    Display: x11 server: X.Org v: 21.1.16 driver: X: loaded: modesetting
    unloaded: fbdev,vesa dri: nouveau gpu: nouveau resolution: 1920×1080~60Hz

  6. AH

    Das Video und die Auslegung als KDE-Appetizer für Windows-Nutzer gefällt mir aber sehr: Ich habe es gleich weiterempfohlen. 🙂

    Für Einsteiger halte ich LinuxMint Cinnamon auch für die beste Wahl (das war schon 2015 mein Einstieg), Inzwischen aber LMDE, da ich von Ubuntu gar nichts mehr halte:

    Schon Ubuntu 18.04 wurde für mich als Basis von LinuxMint inakzeptabel und mittlerweile haben die unter der Haube so viel vermurkst, dass Ubuntu (und damit auch sämtliche Derivate) für mich gar kein richtiges Linux mehr ist: Finger weg! 🙂

  7. Stephan

    Wie war das nochmal seitens von Debian?. Eine neue Version von Debian wird veröffentlicht wenn sie eben fertig ist. Dann sollte man auch erwarten können, das eine neue Version auch funktioniert. Gerade Debian sollte das vielleicht mal überdenken mit dieser Philosophie. Fertig sieht anders aus. Dann auch noch warten bei einer neuen Version bis 1-2 Updates fertig sind, um ein einigermaßen gut funktionierendes Debian zu erhalten?

    Lächerlich, einfach nur lächerlich….

  8. Uwe

    Zufallsfund… 😉
    Teil-Zitat
    ——-
    30. Juli 2025
    Debian: 22 Jahre alter Bug behoben

    Einige der GNU/Linux-Distributionen der ersten Stunde wie Debian, Slackware oder FreeBSD, gibt es bereits seit mehr als dreißig Jahren. In derart langen Entwicklungsprozessen kommt es manchmal zu recht illustren Entdeckungen. Zum Beispiel ist Carlos Henrique Lima Melara vom Debian-Projekt kürzlich auf einen Bug gestoßen, der seit 22 Jahren als “nicht behoben” markiert ist.

    Carlos schreibt in den Debian Micronews : “Manchmal beheben wir einfache Bugs, manchmal schwierige und manchmal beheben wir Bugs, die so alt sind, dass sie einen Führerschein haben könnten: Der Bugreport #186085 wurde im Jahr 2003 eröffnet, 2004 geschlossen, aber tatsächlich erst jetzt – 2025 – behoben”. ….

    die ganze Meldung hier
    Quelle
    http://www.openos.at/pages/news/reports.php
    —–
    Und trotzdem-> Linux Debian ,stabil und standfest wie ein altägyptische Obelisk.
    🙂

  9. Stephan

    Keine Frage, Debian ist eine gute Linux Distribution, aber wenn eine neue Version veröffentlicht wird, sollten die meisten Fehler bereits beseitigt sein. Nacharbeiten sind immer von Nöten, das ist auch klar. Eine neue Version sollte aber für den Endanwender bei erscheinen einer neuen Version nutzbar sein. Sonst kann man ja gleich ein Rolling Release nutzen. Und das was man im Moment im Netz so ließt, läßt doch Fragen zu Trixie aufkommen. Ich werde aber mit dem neuen Debian noch warten. Mindestens bis das erste offizielle Update zu Trixie erscheint.
    Erscheint mir die bessere Wahl zu sein. 😉

  10. WolliD.

    Ich habe nach Lesen der Aktualisierungsanleitung beim linuxnews-Ferdi jetzt beschlossen, keinem Altkunden (bin ja Frührentner) eine Linuxdistribution auf den alten W10 Notebooks oder PCs zu installieren.

    Entweder die kaufen sich neue Windosen, wechseln auf Android Tablets, oder bekommen ChromeOS Flex (ist ohne Play Store) als minimales Linux auf der alten Büchse verpasst. Damit können die immer noch ihre Papier-Briefe schreiben, ausdrucken, E-Mails im Browser schauen und surfen zur Urlaubsplanung. Apple mögen die alle aus irgendwelchen Gründen nicht, lach.

  11. Björn E. Kevalonen

    Das Upgrade von Debian 12 auf 13 hat bei mir reibungslos geklappt, auf einem zweiten Rechner habe ich eine komplette Neuinstallation vorgenommen.

    Was mir bislang auffiel:

    a) Der GNU Privacy Assistant (GPA) ist nicht mehr Bestandteil des Debian-Repositorys, bleibt aber bei einem Upgrade auf dem Rechner enthalten. Ver- und Entschlüsselung geht aber mit Kleopatra einwandfrei.

    b) XnView MP scheitert bei der Neuinstallation mit Abhängigkeitsfehler “libgdk-pixbuf2.0-0 (>=2.22.0)”, bleibt aber bei einem Upgrade ebenfalls auf dem Rechner erhalten und kann dort weiterhin verwendet werden.

    c) Der gravierendste Mangel ist m.E., dass unverschlüsselte USB-Sticks (LUKS) nicht mehr automatisch gemountet werden. Bei der Desktop-Umgebung Cinnamon scheitert auch der Auswurf über das Wechseldatenträger-Symbol in der Leiste, ebenso fehlt die Meldung “Gerät kann sicher entfernt werden”, weshalb man verunsichert ist, ob es beim Abziehen des Sticks nicht zu einem Datenverlust bei kopierten Dateien kommt. Dieser Fehler kommt sowohl bei dem geupgradeten als auch beim neuinstallierten Rechner vor.

    Ansonsten scheint Debian auch in der neuen Version wie gewohnt zuverlässig seinen Dienst zu verrichten.

  12. Mike Nixda

    Ich kann die Probleme, von denen andere Kommentatoren hier berichten, nicht bestätigen.

    Ich habe mir Debian 13 testweise auf meinem Laptop (Dell Latitude 7480 mit 14″ WQHD-Multitouch) installiert und ja, ich bin begeistert. Installation problemlos und alles funktionierte auf Anhieb. Auch die Installation eines (in Deutschland) eher exotischen Multifunktionsdruckers (Pantum M6500MW) ging problemlos, der Hersteller bietet Treiber für ‘Ubuntu’ an.

    Zwei Dinge sind mir aufgefallen, wobei ich das nicht als ‘echte’ Probleme bezeichnen würde:
    1. Wenn man sich für eine Vollverschlüsselung entscheidet, gibt man das Passwort in Calamares mit einer QWERTZ-Tastaturbelegung ein. Grub fragt das Passwort aber mit QWERTY ab. Tricky, da muss man erst einmal drauf kommen…
    2. Calamares kennt nicht die Option, ein Minimalsystem zu installieren. Es wird grundsätzlich eine Komplettinstallation durchgezogen und den ganzen Rotz, den man nicht haben will, muss man händisch wieder deinstallieren. Das kommt denen, die z.B. lieber Vivaldi, Betterbird und OnlyOffice benutzen wollen, nicht sehr entgegen.

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