Debian 11 ist Geschichte: Bullseye erreicht das endgültige Supportende

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Nach fünf Jahren endet die offizielle Reise von Debian 11 „Bullseye“. Seit dem 31. August 2026 befindet sich die 2021 veröffentlichte Linux Distribution außerhalb des regulären Supportzyklus, ab September stellt das Debian Projekt keine weiteren Sicherheitsupdates mehr bereit. Für Systeme, die noch mit Bullseye laufen, wird ein Wechsel auf eine unterstützte Version damit zunehmend dringend.

Bullseye erschien am 14. August 2021 und wurde zunächst drei Jahre regulär vom Debian Projekt gepflegt. Anschließend übernahm das Debian Long Term Support Team für weitere zwei Jahre die Sicherheitsversorgung. Diese verlängerte Unterstützung ist nun ebenfalls ausgelaufen. Während der LTS Phase war die Abdeckung zudem bereits auf die Architekturen amd64, i386, arm64 und armhf beschränkt.

Wer noch Debian 11 einsetzt, sollte nach Empfehlung des Projekts zunächst auf Debian 12 „Bookworm“ wechseln. Für Bookworm läuft der LTS Support noch bis zum 30. Juni 2028. Ein späterer Wechsel auf Debian 13 „Trixie“ ist anschließend ebenfalls möglich (Anleitung hier), sodass sich die Migration bei Bedarf in zwei überschaubare Schritte aufteilen lässt.

Die letzte reguläre Aktualisierung der Bullseye Reihe war Debian 11.11 vom 31. August 2024. Dabei handelte es sich bereits um die angekündigte letzte Point Release, die noch einmal Sicherheitskorrekturen und wichtige Fehlerbehebungen zusammenfasste. Seitdem wurde Bullseye ausschließlich im Rahmen der länger laufenden Sicherheitsversorgung gepflegt.

Für Betreiber älterer Systeme gibt es unter Umständen noch einen Ausweg: Externe Anbieter stellen für einen Teil der Bullseye Pakete Extended LTS Angebote bereit. Diese zusätzliche Versorgung ist allerdings nicht mit dem offiziellen Debian Support gleichzusetzen. Das Debian Projekt selbst beendet die Bereitstellung von Bullseye Sicherheitsupdates.

Einordnung: Damit ist für Server, Desktop-Rechner und andere produktiv eingesetzte Systeme mit Debian 11 der Zeitpunkt für eine Migration gekommen. Bullseye war lange im Einsatz und hat seinen vorgesehenen Lebenszyklus vollständig ausgeschöpft. Wer weiterhin auf eine gepflegte Debian Basis setzen möchte, sollte den Wechsel nun nicht mehr weiter aufschieben.

Ein Kommentar zu „Debian 11 ist Geschichte: Bullseye erreicht das endgültige Supportende“

  1. Guido

    Leider ist es unter Debian auch so, dass manche Hardware nicht mehr unterstützt wird.
    Ich habe jahrzehnte (!) lang PalmOne eingesetzt, jpilot war da sehr funktionell und nützlich. Unter Trixie läuft da nichts mehr, genau wie für den Sharp Zaurus, für den es einst eine USB-to-IP Brücke gab.
    Daher gibt es hier als Emulation immer noch alte Debian-Systeme und Windows XP um ältere Hardware zu nutzen. Leider stellen da aktuelle Debian-Systeme keine Lösung bereit.

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