System76 kündigt Beta von COSMIC-Desktop und Pop!_OS 24.04 an

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Nach über drei Jahren Entwicklungszeit steht nun der nächste große Schritt bevor: Am Donnerstag, den 25. September soll die Beta-Version des neuen COSMIC Desktops erscheinen,gemeinsam mit der Beta von Pop!_OS 24.04 LTS. Das gab der Hardwarehersteller System76 über den firmeneigenen X Kanal bekannt.

Der COSMIC-Desktop wird vollständig in Rust entwickelt und stellt einen radikalen Bruch mit dem bisherigen GNOME-Design dar. Ziel ist eine modulare, performante und benutzerfreundliche Umgebung, die genau auf Pop!_OS zugeschnitten ist. Seit dem Start des Projekts im Jahr 2021 gab es sieben Alpha-Versionen, zuletzt COSMIC Alpha 7. Nun folgt erstmals ein breiterer Beta-Test.

Dass sich Pop!_OS 24.04 verspätet hat, liegt direkt an COSMIC. Statt auf bestehende Oberflächen aufzubauen, hat sich System76 für eine komplette Neuentwicklung entschieden. Zu den Kernkomponenten gehören ein eigener Fenstermanager, ein Compositor, ein zentrales Einstellungsmodul, Systemanwendungen und ein neu gestalteter App-Launcher.

Der Aufwand hat sich offenbar gelohnt. COSMIC wurde trotz Alpha-Status bereits in die Repositories mehrerer Linux-Distributionen aufgenommen. Dies zeigt, welchen Stellenwert das Projekt in der Open-Source-Gemeinschaft mittlerweile einnimmt. Die Beta soll nun eine stabile Grundlage für breites Feedback aus der Community schaffen.

Pop!_OS bzw. COSMIC positioniert sich damit als mögliche Alternative zu den etablierten Desktop-Umgebungen GNOME und KDE. Vor allem GNOME Nutzer könnten sich von COSMIC angesprochen fühlen, denn das neue Design verspricht mehr Kontrolle und bessere Performance bei klarer Struktur.

Mit dem Start der Beta rückt der finale Release von Pop!_OS 24.04 deutlich näher. Das kommende LTS-Release dürfte ein Meilenstein für System76 und die Linux-Welt insgesamt werden.

6 Antworten zu „System76 kündigt Beta von COSMIC-Desktop und Pop!_OS 24.04 an“

  1. Ponce-De-Leon

    Ich wäre der Meinung, dass sie sich jetzt auch noch Zeit lassen könnten bis Ubuntu 26.04 kommt und es dann final veröffentlichen; dann hätte man gleich auch eine neue Basis. Man hätte 24.04 somit quasi als Entwicklungsversion benutzt und würde das als Nuterversion überspringen.

    Gut, man müsste das dann wahrscheinlich an die neue Basis anpassen. Aber die Zeit macht den Kohl auch nicht mehr fett.

  2. Oliver

    Der 154. Versuch, das Rad neu zu erfinden. Was ich sehe, ist optisch eine Kopie von Budgie und ZorinOS. Ok, vielleicht schafft man es hier, dass einheitlich alle Fenster mit angerundeten Ecken oben *und* unten zu sehen sind.

    Bisher sehe ich in dem ganzen Projekt keinen Mehrwert für Anwender. Aber wer weiß, vielleicht versteckt sich ja irgendwo eine Usability, die mich noch erstaunen wird…

  3. Ponce-De-Leon

    Eine Berichtigung: Nuterbasis = Nutzerbasis

  4. Dr. Tux

    Was in diesem Artikel vergessen wurde zu erwähnen, aber in den verlinkten Texten drin steht ist, dass COSMIC ausschließlich auf Wayland aufsetzt. Dies ist der “Mehrwert” der neuen Desktopumgebung!

  5. Linuxkumpel

    Ich erwarte die Beta, gehe jedoch nicht von großen Qualitätssprüngen aus. Die aktuelle Version von POP!_OS habe ich auf einem Thinkpad 420s laufen. Nutze ich auch gerade. Es gibt noch vieles was nicht funktioniert. Trotz großen Optimismus bezweifel ich, dass bis zur Beta einiges mehr und besser läuft.
    Bisher keine Tonwiedergabe. Bei den Cosmic-Einstellungen Fehler und fehlende Komponenten.

  6. Ich persönlich benutze Cosmic bereits seit einem Jahr.
    Mehrwert bringt mir die DE vor allem durch deutlich bessere Performance als andere DEs (KDE oder Gnome). Fenster öffnen sich instantan und alles fühlt sich einfach “snappy” an.
    Den großen USP den ich in Cosmic sehe ist das integrierte **automatische Tiling**. Hier hat System76 den Zugang zu Tiling-Windowmanagern stark vereinfacht und meiner Meinung nach Massentauglich gemacht. Die Konfiguration ist sowohl über Text als auch im Konfigurator möglich. Das ist perfekt für Nutzer, die die Effizienz einer tiling WM haben wollen, aber nicht den Aufwand diese zu konfigurieren.

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