Confer zeigt neuen Weg für private KI Nutzung

Loading

Viele KI Dienste wie ChatGPT oder Gemini verlangen blinde Vertrauensbereitschaft. Nutzer senden ihre Gedanken und Anliegen im Klartext und hoffen nebst qualititiv guter Antwort auch auf verantwortungsvollen Umgang. Betreiber speichern jedoch oft alles und nutzen die Daten für Training oder Analyse. Die Kontrolle liegt selten bei den Menschen, die diese Systeme verwenden.

Confer verfolgt einen anderen Ansatz. Die Plattform verschlüsselt jede Unterhaltung mit Schlüsseln, die das Gerät nie verlassen. Auch die Verarbeitung der Anfragen findet geschützt statt. Dafür nutzt Confer vertrauliche Ausführungsumgebungen, die den Code von der restlichen Infrastruktur abschirmen. Der Betreiber sieht weder Eingaben noch Antworten.

Damit diese Umgebung vertrauenswürdig bleibt, setzt Confer auf eine überprüfbare Attestierung. Beim Start erzeugt die Hardware einen signierten Nachweis über den gesamten Systemzustand. Die Prüfung root-Dateisystems wird via dm-verity realisiert. Jede Datei fließt in diese Messung ein. Nutzer können die Werte selbst reproduzieren und so sicherstellen, dass keine versteckten Änderungen vorliegen.

Sobald der Client die Attestierung bestätigt, entsteht ein geschützter Kanal. Die Kommunikation läuft dann über kurzlebige Schlüssel, die später nicht rekonstruiert werden können. Selbst ein späterer Schlüsselverlust gefährdet keine früheren Gespräche. Die Verarbeitung bleibt vollständig isoliert und dank passkey-derived encryption jederzeit privat.

Confer zeigt damit ein Modell, das Privatsphäre ernst nimmt. Es beweist, dass moderne KI auch ohne Datensammlung funktionieren kann. Viele sehen darin einen möglichen Standard für zukünftige Dienste.

Hinter Confer stecken keine unbekannten Größen

Hinter Confer steht ein kleines Team erfahrener Sicherheitsentwickler. Zu ihnen gehört auch Moxie Marlinspike, der als Gründer des Signal Messengers bekannt wurde. Die Gruppe arbeitet seit Jahren an Werkzeugen für vertrauliche Kommunikation. Ihr Ziel ist eine Infrastruktur, die Nutzern echte Kontrolle über ihre Daten gibt. Das Projekt wird offen entwickelt und lädt zur Prüfung des gesamten Codes ein.

3 Antworten zu „Confer zeigt neuen Weg für private KI Nutzung“

  1. Salami

    “Confer zeigt damit ein Modell, das Privatsphäre ernst nimmt.”

    Aber bevor ich den Dienst nutzen kann soll ich mich mit meiner Emailadresse registrieren oder mit Google fortfahren. Genau mein Humor.

  2. MK

    @Salami: Du möchtest so einen Chatbot demnach ehr anonym nutzen?

  3. Rainer

    Hallo Michael,
    und woher weiß ich, welche KI-Software bzw. welches KI-Modell dahintersteckt und wie viel das Modell weiß bzw. kann?
    Und was die Nutzung kostet?
    Beste Grüße
    Rainer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert