Canonical stellt weiteres Ubuntu Systempaket auf Snap um

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Canonical setzt den Umbau von Ubuntu fort. Künftig wird das Systemwerkzeug „hwctl“ ausschließlich als Snap ausgeliefert.

Hwctl gehört zur Hardwarebibliothek rust-hwlib, die bereits fester Bestandteil von Ubuntu ist. Die Werkzeugsammlung steht sowohl auf Desktop- als auch auf Server-Systemen zur Verfügung. Die bisherige Deb-Version wird schrittweise eingestellt.

Als Grund nennt Canonical vor allem Sicherheitsvorteile. Die Snap-Version läuft in einer isolierten Umgebung und soll sich künftig besser mit Anwendungen wie dem GNOME-Kontrollzentrum verbinden lassen. Diese geplanten Änderungen bilden die Grundlage für den Wechsel.

Nutzer von Ubuntu 26.04 LTS müssen sich nicht selbst kümmern. Die bestehende Deb-Version wird später durch ein leeres Platzhalterpaket ersetzt. Dieses installiert den Snap während eines regulären Systemupdates automatisch. Zuvor muss die Änderung jedoch das übliche Freigabeverfahren für LTS-Versionen durchlaufen.

Unter Ubuntu 26.10 und neueren Versionen entfällt dieser Zwischenschritt. Dort gehört hwctl bereits standardmäßig zur Systeminstallation. Die Hardwarewerkzeuge kommen unter anderem bei Ubuntu Pro, Ubuntu Insights und der neuen Ubuntu-Certified-Panel zum Einsatz.

Canonical verfolgt seine Snap-Strategie damit konsequent weiter. Ob der Schritt bei den Nutzern gut ankommt, dürfte erneut davon abhängen, wie nahtlos die Umstellung im Alltag tatsächlich funktioniert und wie sehr die Ubuntu User Snap annehmen. Weiterführende Informationen finden sich hier.

6 Kommentare zu „Canonical stellt weiteres Ubuntu Systempaket auf Snap um“

  1. Uwe

    Canonical verfolgt seine Snap-Strategie damit konsequent weiter.

    Die „Blasenbildung“ verhärtet sich.
    -Microsoft-Blase
    -Apple-Blase
    -Canonical-Blase
    -Arch, Red Hat & Ableger kann ich nicht einschätzen

    Was bleibt? Die „freien Radikale“ wie Debian undt Mint !

  2. Zorin

    Gut, daß ich von Ubuntu auf LMDE gewechselt habe.
    Canonical ist für mich, das Microsoft der Linux Welt geworden, dahin will ich sicher nicht zurück.

  3. Phillipe

    Aus der Ferne beobachte ich dies gelassen. Bin als Gamer mit CachyOS und den Unterbau Arch weit weg von Canonical und Ubuntu. Von der Community-Zugehörigkeit ist Arch u.a. mit AUR eines der offensten Beitragsmöglichkeiten Überhaupt. Jeder kann PKGUBUILDS einreichen und/oder schnell verändern. Die Hürde ist extrem niedrig, niedriger, flexibler und vielfältiger als bei Debian – und gleichzeitig riskanter was Malware betrifft.
    Was Linux Mint betrifft, so wird das Mint Team auf LMDE umstellen (müssen), denn der Aufwand aus der Blase von SNAP zu kommen, wird immer aufwendiger was den Ressourcen den Mint Team betrifft.

  4. AH

    @Zorin: Ich hatte Zorin (afair) vorletztes Jahr angeschrieben, ob die nicht auch auf Debian umstellen wollen, weil es immer aufwändiger wird gegen Ubuntu an zu arbeiten (vielleicht ein Grund, weshalb Zorin immer weiter hinter hinkt), aber keine Antwort bekommen.

    Vom GUI und von den Features her wäre es ansonsten die m. E. einfachste und komfortabelste Möglichkeit, in Linux einzusteigen.

    s. die hier verlinkten Videos:

    https://www.computerbase.de/forum/threads/2192333/post-31443229

  5. Günter

    Na na, jetzt übertreibt mal nicht! Microsoft muss ich bezahlen und bekomme es bei Hardware Neukauf aufgezwungen. MAC OS ist eine „Wahl“ Entscheidung, muss ich auch bezahlen (über die Hardware). Canonical ist noch umsonst und ermöglicht es immer noch, Snap komplett über das Terminal zu verbannen. Langfristig mag der Trend wohl in Richtung der „Globalen“ gehen und sicher auch in absehbarer Zukunft kostenpflichtig werden. Letztendlich erhält man von Canonical dafür aber ein funktionierendes System bei dem einfache Anwender nicht frickeln müssen, damit das OS funktioniert.

  6. Chris

    Wundert mich nicht, da Canonical ja selbst klargemacht hat, dass Snaps das zentrale Ökosystem von Ubuntu werden soll und man dementsprechend jetzt auch nach und nach diverse Systemwerkzeuge als Snaps ausliefert.

    Kann man gut oder schlecht finden, klar. Ich persönlich würde es ja auch gerne präferieren, wenn Ubuntu auf Flatpak anstelle von Snaps setzen würde. Und wie sich das Ganze auf die Ubuntu Flavors auswirken wird, steht ja auch noch zur Debatte.

    Aber ob man deswegen jetzt wirklich – wie so manche hier – von einer sich verhärtenden „Blasenbildung“ sprechen kann, ist ehrlicherweise fraglich, wenn man bedenkt, dass die sogenannte „Blasenbildung“ im Prinzip schon seit 2005 andauert und die Einzigen, die sich dabei wirklich ins Schlimmere degeneriert haben, faktischerweise eher Microsoft und Apple sind. Während der vermeintliche Performanceverlust durch Snaps bei Ubuntu nur bedingt ins Gewicht fällt und eher für Power User sowie Produktivitätsfetischisten am Arbeitsplatz relevant ist.

    Letztlich muss Jeder selbst wissen, ob er/sie Ubuntu oder doch eine andere Linux-Distro nutzt. Ich maße mir da nicht an, über die Wahl/Präferenz anderer User zu urteilen; weder direkt, noch indirekt.

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