CachyOS April‑Release bringt Shelly Package Manager an den Start

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CachyOS hat die April‑Ausgabe veröffentlicht und liefert damit das dritte große Update in diesem Jahr. Die Arch‑basierte Distribution setzt diesmal auf Kernel 6.18 LTS und führt mit Shelly einen neuen grafischen Paketmanager ein, der Octopi vollständig ersetzt.

Der Installer wurde spürbar erweitert. Neue Systeme erhalten nun automatisch einen dauerhaften Schnappschuss als Wiederherstellungspunkt. GRUB erkennt andere Betriebssysteme wieder standardmäßig. Zudem entfällt die UKUI‑Option und das GNOME‑Paketset wurde überarbeitet. MangoWM steht nun als zusätzliche Oberfläche bereit und bringt passende Voreinstellungen mit.

Die Willkommensanwendung erhält ebenfalls viele Verbesserungen. DNS‑over‑HTTPS ist nun integriert und kann Server testen, auswählen und anzeigen. Ein Schalter für VRAM‑Verwaltung unterstützt AMD und Intel Grafikeinheiten. Die Oberfläche reagiert besser auf Tastatureingaben und zeigt optimierte Symbole für hohe Auflösungen. Auch der Terminal‑Helfer wurde erweitert.

Die Hardwareerkennung wurde deutlich ausgebaut. Das Tool chwd erkennt nun USB‑Geräte direkter und liest Gehäusetypen sowie Fingerabdrucksensoren aus. NVIDIA‑Systeme profitieren von neuen Profilen für Laptops und Desktops. Konflikte mit Treibern wurden reduziert und Plasma Login Manager arbeitet stabiler mit älteren NVIDIA‑Reihen.

Weitere Änderungen betreffen die Systemleistung. NVMe‑Laufwerke nutzen nun den Kyber‑Scheduler, der gemischte Lasten besser verarbeitet. Mehrere Fehler wurden behoben, darunter Probleme in virtuellen Maschinen, falsche Microcode‑Reste im Installer und Darstellungsfehler im Willkommensfenster. Bestehende Nutzer müssen nichts weiter tun, denn ein einfaches Systemupdate reicht für alle Neuerungen aus.

Wer CachyOS bereits laufen hat, braucht kein großes Upgrade druchführen, sondern wird im Rahmen der gewöhnlichen Aktualisierungen auf den neuen Stand gebracht. Dies kann z.B. im Terminal mit diesem Befehl erledigt werden:

sudo pacman -Syu

Weiterführende Informationen finden sich in der offiziellen Ankündigung.

10 Kommentare zu „CachyOS April‑Release bringt Shelly Package Manager an den Start“

  1. Ruhrpott-Mann

    Danke für die Information. Wünsche euch allen noch einen ruhigen Mittwoch. 🙂
    Bestehende Systeme können den Paketmanager mit sudo pacman -S shelly nachrüsten.
    https://www.heise.de/news/Linux-Distribution-CachyOS-mit-neuer-Software-Verwaltung-11274112.html

  2. Jens

    Och, ich kann diesen CachyOS Mist langsam nicht mehr ertragen. Jeder Kanal: CachyOS.
    Ich werde meine Abos überdenken.

  3. Uwe

    Zur Ergänzung
    Vieleicht für jemanden hilfreich.

    Cachy OS neue Version nicht nur für Gaming geeignet

    https://www.youtube.com/watch?v=Rdj0RcRXPhc

  4. MK

    @Jens: Abos zu überdenken kann nie schaden.
    Wenn ich so schaue, wie viel hier über CachyOS berichtet wurde, kann ich das gelassen sehen 😉

    https://fosstopia.de/?s=CachyOS

    Ist nicht meine Distro und wird es nicht. Aber ignorieren möchte ich sie auch nicht. Sehe CachyOS und EndeavourOS als die stärksten Arch-Abkömmlinge.

  5. AH

    Im Chaotic-AUR gibt es Shelly auch schon (seit gestern).

    Ich habe es installiert (Artix-Xfce-Runit) und erst mal im Terminal gestartet, um zu sehen was es für Ausgaben gibt: Mehrere Bildschirmseiten voller Quatsch:

    Dass Plasma noch unter X11 läuft und auf Wayland umgestellt werden soll (ich nix Plasma!), dass die nVidia-Firmware aktualisiert werden soll (ich nix nVidia, weshalb ich deren Firmware gar nicht installiert habe) und so ging es weiter: In eine Text-Datei kopiert sind das 11,1 KiB.

    Zuletzt wurden ca. 15 MiB geladen, ohne dass angezeigt wurde was:

    —–
    Performing full system upgrade…
    Checking for system updates…
    Initializing and syncing repositories…
    ** Resuming transfer from byte position 668894
    % Total % Received % Xferd Average Speed Time Time Time Current
    Dload Upload Total Spent Left Speed
    0 0 0 0 0 0 0 0 00:11 0
    100 15 100 15 0 0 1 0 00:15 00:12 00:03 0
    System is up to date!
    —–

    Dann war ich gleich wieder beim Prompt: Das GUI wurde gar nicht gestartet.

    Ich habe /var/cache/pacman/pkg/ nach Datum sortiert: nichts mit der aktuellen Uhrzeit.

    Dann /var/lib/pacman/sync/ und Bingo: Das war die normalen Dateien der Paketdatenbank. Also praktisch nur ein sudo pacman -Sy

    Das System hatte ich heute Mittag gerade erst aktualisiert. – Hätte das Teil Aktualisierungen auch einfach ungefragt geladen und installiert?

    Dann habe ich Shelly aus dem Startmenü gestartet. Das GUI öffnete sich und es wurde wieder was geladen (ich hatte zur Kontrolle die Systemüberwachung geöffnet) : Diesmal 46 MiB, ohne das währenddessen (ich habe nur Mobilfunk mit schlechtem Empfang – also genug Zeit um das zu kontrollieren) irgendwo beim GUI angezeigt wurde, was. Auch anschließend wurde nirgends etwas angezeigt, die Paketdatenbank war noch unverändert und ~/.cache/Shelly/ enthielt gerade mal ein 11,2 KiB großes Feed.json: Das ganze Zeug, was im Terminal ausgegeben worden war. – In /root/.cache/ gibt es keinen Ordner „Shelly“. – Also keine Ahnung was diese 46 MiB waren und wo die jetzt sind.

    Ich sehe mir die das GUI nochmal in Ruhe an, will die installierten Dateien nach Größe sortieren, kann den Spaltentitel auch anklicken, aber nichts passiert: Bei keiner Spalte lässt sich die Sortierung ändern. Reines Fake.

    In meinen Augen ganz großer Müll. Also:

    sudo pacman -Rscn shelly && sudo pacman -Sc

    Ich wollte gerade noch nachsehen mit welcher Versionsnummer das angegeben ist. Ob vielleicht noch eine niedrige 0.x, aber:

    —–
    pacman -Ss shelly
    Fehler: konnte Datenbank ‚chaotic-aur‘ (Truncated tar archive detected while reading next header) nicht lesen
    —–

    Also hatte es mir sogar die Paketdatenbank zerschossen!

    Nach sudo pacman -Sy ging’s wieder:

    —–
    pacman -Ss shelly
    chaotic-aur/shelly 2.1.5-1
    Shelly: A Modern Arch Package Manager
    —–

    Dieser Schrott hat sogar Version 2.1.5 !!!

    Aber „Modern“ passt gut: Bei dem ganzen Mist, der heutzutage als „Modern“ bezeichnet wird (zu GNOME hatte ich ja gerade erst geschrieben), ist das inzwischen für mich ein Synonym für „untauglicher Mist“…

    So, genug ausgekotzt. Jetzt geht es mir wieder gut. 🙂

  6. Uwe

    MK
    29. April 2026

    … 👍

  7. Jens

    @AH:
    Das ist so typisch CachyOS.

  8. Jens

    Dieser Blog ist sehr informativ. Deshalb lese ich ihn gern. Aber YouTube und Linux…. Da habe ich bei Abos, Mitgliedschaften und Verlauf Frühjahrsputz betrieben.

  9. Uwe

    @AH 29. April 2026
    Nicht böse gemeint, aber Dein AMD-System ist etwa von 2011/2012 wenn ich mich richtig erinnere. Das BS dagegen brandneu.

    Weder der Chipsatz noch die Befehlsstrukturen im Prozessor
    (CPU-Eigenschaften/Befehlsätze, Ausführungs-Decodiereinheiten, verkorkste RAM-Verwaltung, etc) können da noch was machen.

    Was erwartest Du bei dem alten Kram?

    Die PC-Technik von etwa 2010 bis etwa 2017 sind gute Büro und einfache Multimediakisten. Mehr auch nicht.

    …meine Meinung

    ————–
    Grundlagen:

    07: Befehlssatzarchitektur (Instruction Set Architektur ISA): Die Hardware-Software-Schnittstelle

    18.11.2016 Rechnerorgansiation, Vorlesung, WS 2016/17

    0:00:00 Starten
    0:00:35 Instruction Set Architecture
    0:01:04 Programmierersicht eines Prozessors
    0:01:24 Ausführungsmodelle (1)
    0:03:34 Ausführungsmodelle (2)
    0:06:52 Programm C=A+B; D=C-B; in den vier Befehlsformatsarten codiert
    0:12:12 ISA – Datentypen (1)
    0:16:00 ISA – Datentypen (2)
    0:19:07 ISA – Datenformate (1)
    0:20:36 ISA – Datenformate (2)
    0:21:08 Datentypen (1)
    0:22:13 Datentypen (2)
    0:22:37 Datentypen (3)
    0:24:09 Datentypen (4)
    0:26:43 Datentypen (5)
    0:27:58 Datentypen (6)
    0:28:36 Datentypen (7)
    0:32:14 Datentypen (8)
    0:33:49 Speicheradressierung (1)
    0:36:58 Speicheradressierung (2)
    0:47:53 Speicheradressierung (3)
    0:49:44 Speicheradressierung (4)
    0:51:58 Speicheradressierung (5)
    0:58:09 Speicheradressierung (6)
    1:00:47 Speicheradressierung (7)
    1:02:10 Speicheradressierung (8)
    1:03:41 Speicheradressierung (9)
    1:06:55 4.2 Befehlssatz
    1:16:19 Befehlsformate
    1:17:10 Befehlsformate des MIPS-Prozessors (1)
    1:26:03 Befehlsformate des MIPS-Prozessors (2)
    1:26:07 Beispiel: Additionsbefehle in MIPS

    https://www.youtube.com/watch?v=OVUun_2-8pA

  10. Uwe

    OT

    Ransomware-Panne führt zu Datenverlust

    Wer der Vect- Ransomware zum Opfer fällt, sollte nicht mit einer Datenrettung per Lösegeldzahlung rechnen. Ein Bug vernichtet einen Großteil der Daten.

    29. April 2026

    ….Wie Sicherheitsforscher von Check Point Research herausgefunden haben, hat die Ransomware in der seit Februar verfügbaren Version 2.0 einen Bug, der eine Wiederherstellung bei vielen wichtigen Dateien ohnehin unmöglich macht.

    Betroffen sind den Angaben zufolge Systeme auf Basis von Windows, Linux und VMware ESXi.

    Dafür entwickelte Vect-Varianten nutzen laut Check Point alle dieselbe Verschlüsselungsimplementierung.
    Für Dateien ab einer Größe von 128 KByte ist die jedoch fehlerhaft, so dass die Ransomware diese effektiv vernichtet. …..

    Textauszug Quelle:

    https://www.golem.de/news/datenverlust-durch-bug-ransomware-panne-macht-verschluesselte-daten-unbrauchbar-2604-208141.html

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