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Bayern startet ein neues Projekt für mehr digitale Unabhängigkeit. Das Digitalministerium entwickelt einen souveränen Arbeitsplatz, der langfristig proprietäre Lösungen ersetzen soll. Die Initiative folgt dem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz, die bis 2027 sichere Alternativen fordert.
Digitalminister Fabian Mehring betont die Bedeutung digitaler Souveränität für Staat und Verwaltung. Er sieht die öffentliche IT als kritische Infrastruktur, die widerstandsfähiger werden muss. Unabhängigkeit von großen Anbietern aus dem Ausland spielt dabei eine zentrale Rolle. Bayern will verhindern, dass externe Firmen im Ernstfall den Betrieb beeinflussen können. Ein neuer Deal mit Microsoft scheint somit vom Tisch zu sein.
Der Aufbau des neuen Arbeitsplatzes beginnt im eigenen Haus. Das Ministerium testet verschiedene souveräne Lösungen im Alltag. Dazu gehören Angebote des Bundes über das ZenDiS sowie bayerische Entwicklungen aus dem Umfeld der BayernCloud Schule. Die Erfahrungen sollen in ein modulares Konzept einfließen, das später auch andere Ressorts nutzen können.
Mehring erhöht dabei bewusst das Tempo. Nach einer Pilotphase soll bereits im kommenden Jahr ein Teil der Belegschaft mit der neuen Umgebung arbeiten. Der Minister sieht darin einen wichtigen Schritt, um die Verwaltung widerstandsfähiger zu machen. Die Lösung soll kurzfristig als zusätzliche Absicherung dienen und langfristig einen breiteren Umstieg ermöglichen.
Bayern möchte damit eine Vorreiterrolle einnehmen. Der souveräne Arbeitsplatz soll zeigen, wie moderne und unabhängige Staats IT aussehen kann. Das Projekt könnte zum Modell für andere Behörden werden und die digitale Verwaltung in Deutschland nachhaltig verändern.
Weiterführende Informationen finden sich in der korrespondierenden Pressemitteilung des bayrischen Digitalministeriums.


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