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Microsoft stellt Azure Linux 4.0 erstmals als frei installierbares System bereit. Die Distribution war lange nur für Azure gedacht, soll nun aber auch auf eigenen Servern laufen.
Azure Linux basiert auf Fedora und nutzt dessen Paketwelt. Microsoft passt die Komponenten für Azure an und liefert ein gehärtetes Kernel‑Setup. Die ISO‑Images stehen öffentlich via GitHub bereit und lassen sich wie andere Server‑Distributionen installieren.
Der Build‑Prozess ist offen dokumentiert. Azure Linux erzeugt RPM‑Repos und verschiedene Image‑Formate. Dazu gehören VHDs für Azure, Container‑Images und klassische Installations‑ISOs. Die Distribution verzichtet auf eine grafische Oberfläche und richtet sich klar an Server‑Workloads.
Die Beta enthält Kernel 6.18 und ist für Hyper‑V optimiert. SELinux schützt zentrale Bereiche, während Azure‑Agenten Monitoring und Identitätsfunktionen übernehmen. Für Entwickler soll Azure Linux bald auch unter WSL nutzbar sein.
Microsoft positioniert das System zweigleisig. Auf Azure gibt es Support, SLAs und Sicherheitsfunktionen wie Confidential Computing. Auf eigener Hardware gilt dagegen Community‑Support. Individuelle Images sind nur abgesichert, wenn sie auf offiziellen Vorlagen basieren.
Der Quellcode liegt offen auf GitHub. Microsoft nimmt Beiträge an, behält aber Kontrolle über die Basis‑Images. Das Modell ähnelt anderen Enterprise‑Distributionen wie Red Hat oder SUSE. Ziel ist ein einheitliches Linux für hybride Umgebungen.
Azure Linux soll langfristig die Integration zwischen Azure‑Diensten und Linux‑Workloads stärken. Da Linux auf Azure längst dominiert, könnte Microsoft das System weiter ausbauen. Manche sehen darin sogar einen möglichen Weg weg von Windows Server.


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