AWS startet europäische Sovereign Cloud und setzt auf volle EU‑Kontrolle

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Amazon wagt einen großen Schritt in den europäischen Cloud‑Markt. In Brandenburg nimmt die neue European Sovereign Cloud ihren Betrieb auf. Das Projekt soll Firmen und Behörden mehr Kontrolle über ihre Daten geben. Der Konzern investiert dafür knapp 8 Milliarden Euro bis zum Jahr 2040 weit in die Zukunft.

Der Druck aus Europa wächst seit Jahren. Viele Organisationen wünschen sich mehr Abstand zu US‑Strukturen. AWS reagiert nun mit einer Cloud, die vollständig in der EU betrieben wird. Kundendaten und Metadaten sollen dabei strikt innerhalb der EU bleiben. Verantwortlich sind ausschließlich Mitarbeiter mit Wohnsitz in Europa.

Auch die Organisation wird neu aufgestellt. Die eigene Gesellschaft European Sovereign Cloud GmbH nach deutschem Recht übernimmt die Führung. Sie wird von europäischen Managern geleitet. Damit soll eine klare Trennung zum globalen Netzwerk entstehen. Ziel ist ein Betrieb im Interesse europäischer Kunden und Behörden.

Technisch setzt AWS auf starke Abschirmung. Verschlüsselung liegt vollständig in der Hand der Nutzer. Selbst bei rechtlichen Anfragen könnten keine lesbaren Daten geliefert werden. Der US CLOUD Act soll dadurch an Wirkung verlieren. AWS betont, dass der Zugriff für US‑Behörden stark eingeschränkt sei.

Zum Start stehen viele Dienste bereit. Weitere Regionen in Europa sollen bald folgen. Firmen mit sensiblen Workloads können hybride Lösungen nutzen. So bleibt die eigene Hardware im Haus, während moderne Cloud‑Technik verfügbar bleibt. Ob das Modell überzeugt, werden die kommenden Monate und Jahre zeigen.

6 Antworten zu „AWS startet europäische Sovereign Cloud und setzt auf volle EU‑Kontrolle“

  1. Talaf

    “…….knapp 8 Milliarden Euro bis zum Jahr 20240……..”

    Ob wir das noch erleben? 🙂 Oder sollte es 2040 heißen?

  2. Klaus Bausch

    Nur Augenwischerei von AWS.
    Die wissen genau, das sie als US Unternehmen der US Regierung die Daten liefern MÜSSEN, wenn die diese anfordern. Egal wie. Und egal wo die Server stehen.

  3. MK

    @Talaf: Keine Sorge, ich habe die Zahl korrigiert. Du hast eine realistische Change es bei 2040 zu erleben… 😉 wenn AWS damit so lange durchhält.

  4. Günter

    “… AWS betont, dass der Zugriff für US‑Behörden stark eingeschränkt sei.” Allein diese Aussage ist schon entlarvend. Also nicht “kein Zugriff” sondern “stark eingeschränkt”… damit ist eigentlich alles gesagt. Na denn Europa, greift zu!

  5. Uwe

    Diese EU, nein Danke!
    Was die Ammis, Russen, Chinesen oder Inder aber u. U. mit abgegriffenen Daten machen könnten ist mir Latte!
    Aber was diese EU-Schranzen auslösen und dann deutsche Beamte machen könnten, ist mir nicht egal.

    Handy-> satirisches Geschreibsel-> Hausdurchsuchung!

    Oktober 2025

    HAUSDURCHSUCHUNG: Steinhöfel offenbart unfassbares Vorgehen der Ermittler im Fall Bolz!

    https://www.youtube.com/watch?v=Phjql8_GmO8

    Dieser Wahnsinn, wohin wir uns wieder entwickeln geht mir echt auf den Senkel.
    Staatskollektivismus, politische Jubelarien auf das System in Funk und Fernsehen bzw nun auch Web und Meinungsverbote will ich nie wieder erleben müssen!

  6. AH

    > Die wissen genau, das sie als US Unternehmen der US Regierung die Daten liefern MÜSSEN, wenn die diese anfordern.

    Ist das denn ein US-Unternehmen:

    > Die eigene Gesellschaft European Sovereign Cloud GmbH nach deutschem Recht übernimmt die Führung.

    Jedenfalls, wenn die Daten von den Nutzern verschlüsselt werden und Amazon sie nicht entschlüsseln kann, können sie auch keine Inhalte weitergeben. Nur welcher Kunde wann und von wo aus eingeloggt war.

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