Kalifornisches Gesetz zwingt Betriebssysteme zu Altersabfragen

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Ab 2027 müssen Betriebssysteme in Kalifornien das Geburtsdatum neuer Nutzer abfragen. Das sieht der Digital Age Assurance Act vor, der strengere Regeln zum Schutz Minderjähriger einführt. Entwickler sollen Altersdaten erfassen und Apps entsprechende Hinweise liefern. Die Vorgaben betreffen alle Systeme und auch viele App Plattformen.

In der Ubuntu Gemeinschaft wurde eine mögliche technische Lösung diskutiert. Der Entwickler Aaron Rainbolt schlug via Ubuntu Mailing List eine optionale D-Bus Schnittstelle vor, die Programme zur Altersprüfung nutzen könnten. Canonical betont jedoch, dass dies nur ein Gedankenaustausch sei. Das Unternehmen prüft die Lage rechtlich und plant derzeit keine konkreten Änderungen. Auch Fedora und Linux Mint sprechen über mögliche Wege.

Einige Projekte reagieren deutlich strenger. MidnightBSD will seine Desktop Nutzung in Kalifornien komplett ausschließen. Andere Distributionen suchen nach Wegen, die Anforderungen zu erfüllen, ohne Nutzer unnötig zu überwachen. Die Debatte zeigt, wie stark die neuen Regeln in offene Systeme eingreifen.

Die Gesetzgebung betrifft nicht nur die USA. In Europa gelten bereits ähnliche Vorgaben durch den Digital Services Act. Dieser verlangt seit 2024 mehr Schutz für Minderjährige und schreibt ab 2025 robuste Altersprüfungen für bestimmte Dienste vor. Damit wird klar, dass solche Maßnahmen weltweit an Bedeutung gewinnen.

Viele Stimmen aus der Open Source Szene warnen vor Risiken. Kritiker fürchten, dass sensible Daten missbraucht werden könnten. Sie sehen die Gefahr, dass anonyme Nutzung im Netz weiter eingeschränkt wird. Auch sei eine perspektivische Kontrolle nicht undenkbar. Die Diskussion dürfte daher noch lange weitergehen.

6 Kommentare zu „Kalifornisches Gesetz zwingt Betriebssysteme zu Altersabfragen“

  1. Olli

    Das ist totale Überwachung ala Gestapo …. Die USA entwickeln sich langsam aber sicher zu einem Nordkorea 2.0.
    Niemals so etwas tolerieren

  2. Uwe

    Die Politik kommt IMMER mit Kinder-Jugendschutz um die Leute auszuschnüffeln und dann zu bevormunden..
    In Wirklichkeit gehts um die genutzte Kommunikation der Leute mit und untereinander. Die Politik, und erst recht bestimmte NGOs, wollen “Es wissen” !
    Tja, welche Meinug ist da noch “erlaubt” ?
    Resultat,man hält die Klappe! Jedenfalls bei uns.

    MEINUNGSFREIHEIT: „Wir leben in einer Kultur der Vorsicht anstatt des Widerspruchs“ | WELT TALK

    https://www.youtube.com/watch?v=Bro0gWkX6xI

  3. Erwachsener

    dann trägt man halt irgendein Phantasie Datum größer 18 Jahre ein und gut ist.

  4. Christoph

    ” dann trägt man halt irgendein Phantasie Datum größer 18 Jahre ein und gut ist. ”

    Ob das so einfach sein wird????

  5. Günther

    @olli, Kalifornien ist nicht “die USA”, genau so wenig wie Bayern “Deutschland” ist. Immer langsam mit der Erregung…

  6. Mancus Nemo

    Oder man baut den entsprechenden Teil ohne diese Prüfung neu. Dann kann man auch einen Patch bauen den man dann verteilt und schon hat man verloren. Sind die doof. Dank Open Source funktioniert so etwas einfach nicht mehr…. egal. Sie werden es merken wenn ‘s zu spät ist, macht nur…. juckt mich nicht.

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