AlmaLinux 10 „Purple Lion“ veröffentlicht: Stabil, sicher und zukunftsbereit

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Mit einer Woche Abstand zur RHEL-10-Veröffentlichung bringt AlmaLinux OS 10 frischen Wind in die Enterprise-Linux-Welt. Die neue Version mit dem Spitznamen „Purple Lion“ setzt auf Kernel 6.12 und verspricht vollständige Kompatibilität mit Red Hat Enterprise Linux.

Ein Highlight: Frame Pointers sind nun standardmäßig aktiviert. Das erlaubt bessere Systemanalyse in Echtzeit. Auch ältere Hardware profitiert, denn AlmaLinux liefert zusätzlich x86-64-v2-Binaries für Legacy-Systeme mit.

SPICE-Unterstützung ist zurück. Die beliebte Virtualisierungstechnologie fehlte seit RHEL 9. Jetzt gibt es wieder umfassenden Support für Server und Clients. Zudem bringt AlmaLinux Secure Boot für Intel, AMD und ARM-Systeme.

Entwickler dürfen sich über aktuelle Programmiersprachen freuen. Von Python 3.12 bis PHP 8.3. Auch Web- und Datenbank-Server wurden modernisiert. Dazu gehören Apache 2.4.62, PostgreSQL 16 und viele weitere.

Für Monitoring und Debugging stehen neue Tools bereit. GDB, Valgrind, SystemTap und Co. wurden aktualisiert. Auch Cloud- und Container-Anwender finden passende Images. Erwartungsgemäßg für AWS, Azure und Raspberry Pi. Ein Upgrade von AlmaLinux 9 ist derzeit aber noch nicht offiziell möglich.

Die offizielle Ankündigung gibt es hier. Die Release Notes könnt Ihr hier finden.

3 Kommentare zu „AlmaLinux 10 „Purple Lion“ veröffentlicht: Stabil, sicher und zukunftsbereit“

  1. Jens

    Lohnt sich das für normale Desktop-Anwender oder ist das nur was für Selbständige und Vereine?

  2. MK

    @Jens: Ich persönlich würde mir AlmaLinux oder Rocky oder RHEL für private Zwecke nicht installieren. Ist m.E. nach schlicht die falsche Zielgruppe. Ist für Vereine und Unternehmen sicher keine schlechte Wahl. Wer privat eine Distro von Red Hat will, sollte bei Fedora abbiegen.

  3. AH

    > Auch ältere Hardware profitiert, denn AlmaLinux liefert zusätzlich x86-64-v2-Binaries für Legacy-Systeme mit.

    Dazu hatte ich mir neulich erst was rausgesucht:

    Welche x86-64-Version unterstützt wird kann man so ermitteln (auch von einem Livesystem aus):

    /usr/lib/ld-linux-x86-64.so.2 –help | tail -n4

    Oder falls das nicht funktioniert mit diesem Skript:


    Bash:
    #!/bin/sh

    flags=$(< /proc/cpuinfo grep flags -m1 | cut -d: -f2)

    supports_v2='awk "/cx16/&&/lahf/&&/popcnt/&&/sse4_1/&&/sse4_2/&&/ssse3/ {found=1} END {exit !found}"'
    supports_v3='awk "/avx/&&/avx2/&&/bmi1/&&/bmi2/&&/f16c/&&/fma/&&/abm/&&/movbe/&&/xsave/ {found=1} END {exit !found}"'
    supports_v4='awk "/avx512f/&&/avx512bw/&&/avx512cd/&&/avx512dq/&&/avx512vl/ {found=1} END {exit !found}"'

    echo "$flags" | eval $supports_v2 || exit 2 && echo "CPU supports x86-64-v2"
    echo "$flags" | eval $supports_v3 || exit 3 && echo "CPU supports x86-64-v3"
    echo "$flags" | eval $supports_v4 || exit 4 && echo "CPU supports x86-64-v4"

    (nicht vergessen es als ausführbar zu markieren)

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